Buchmacher Vergleich 2026: Wer in Deutschland eine Erlaubnis hat
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Halle (Saale).

Ein Wettanbieter, der in Deutschland Sportwetten ins Netz stellt, braucht seit dem 1. Juli 2021 eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Die Liste der Anbieter, die diese Erlaubnis tatsächlich besitzen, führt die GGL öffentlich – das ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, mit Stand vom 2. Oktober 2026 die einzige belastbare Quelle, um „lizenziert“ von „nur eine Lizenz behauptend“ zu unterscheiden. Wer hier nicht steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis – kein OASIS, kein LUGAS, keinen Rechtsweg vor deutschen Gerichten. Das ist die harte Trennlinie, die jeder Vergleich zuerst ziehen muss, bevor er über Quoten, Boni oder Auszahlungszeiten redet.
Innerhalb dieser Linie wird der Vergleich sinnvoll: Alle lizenzierten Anbieter teilen die Spielerschutzregeln, das gemeinsame Einzahlungslimit, die Panikbutton-Pflicht und den Steuersatz von 5,3 Prozent. Sie unterscheiden sich im Quotenniveau, in der Marge, in den Bonusbedingungen, in den akzeptierten Zahlungswegen, im Livewetten-Angebot und im Service. Der folgende Überblick vergleicht zehn Anbieter, die am 02.10.2026 auf der Whitelist standen, und verdeutlicht die Marge an einem einfachen Zwei-Wege-Markt, damit das Prinzip verständlich wird, ohne die Quoten eines konkreten Spiels vorauszusetzen.
Die zehn lizenzierten Anbieter im Überblick
Wer in Deutschland vergleicht, vergleicht zuerst die Erlaubnis. Die folgende Tabelle führt die Anbieter auf, deren Sportwetten-Domain am 02.10.2026 auf der GGL-Whitelist geführt wurde. Sie nennt den Permit-Holder, wie ihn die Whitelist führt, und das Datum der Ersterlaubnis. Eine Endbefristung trägt die Whitelist nicht; der Glücksspielstaatsvertrag sieht eine Fünf-Jahres-Laufzeit vor, die jeweils verlängert werden kann – ohne dass die Liste das ausweist.

| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Permit-Holder | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | erlaubt | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | erlaubt | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | erlaubt | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Tiptorro | erlaubt | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | erlaubt | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| VBet | erlaubt | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | erlaubt | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Sportingbet | erlaubt | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Sportwetten | erlaubt | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Bet3000 | erlaubt | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
Eine Erlaubnis gilt immer nur für die Domain, unter der sie eingetragen ist. Ein Anbieter kann für virtuelle Automatenspiele, Poker oder stationäres Glücksspiel zusätzliche Erlaubnisse halten – sie besagen nichts über die Sportwetten-Domain. Tipico zum Beispiel führt auf der Whitelist mehrere Domains, jede mit ihrer eigenen Erlaubnis. Wer prüfen will, ob eine bestimmte Adresse erlaubt ist, prüft die Domain, nicht den Markennamen.
Was die Tabelle nicht zeigt: die Marge, mit der jeder Anbieter seine Quoten baut, und ob ein Anbieter die Wettsteuer an seine Kunden weitergibt oder selbst trägt. Beides entscheidet darüber, was vom Einsatz auf dem Wettschein übrig bleibt.
Was ein Buchmacher ist und wie er seine Quoten bildet
Ein Buchmacher ist im engen Wortsinn der Veranstalter, der Wetten zu festen Quoten annimmt und nach dem Ereignis auszahlt. In der Alltagssprache wird der Begriff für jeden Anbieter von Sportwetten benutzt; im Rennwett- und Lotteriegesetz (§ 2 RennwLottG) meint „Buchmacher“ den Wettveranstalter für Pferderennen. Beide meinen dasselbe Geschäftsmodell: Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ausgangs, zieht eine Marge ab und schreibt die Quote, zu der er die Wette annimmt.

Die Quote ist das Produkt aus Wahrscheinlichkeitsschätzung und Marge. Wer die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Heimmannschaft auf 50 Prozent schätzt, schreibt ohne Marge die Quote 2,00. Weil der Anbieter aber auf Dauer Geld verdienen will, kürzt er die Auszahlung – aus 2,00 wird 1,90, aus 1,50 wird 1,45. Die Differenz ist die Marge. Sie steckt in jeder einzelnen Quote und in jeder Wette, die ein Leser platziert, und sie entscheidet, wie viel vom Einsatz im Markt zurückbleibt und wie viel beim Anbieter.
Die Marge lässt sich aus den Quoten eines Marktes berechnen. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1,90 und 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 52,6 Prozent (1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90)) – die Marge liegt entsprechend bei rund 47,4 Prozent, verteilt auf 100 Euro Einsatz. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) addieren sich drei reziproke Werte. Eine typische Fußball-1X2-Marge liegt zwischen 5 und 8 Prozent; eine NBA-Marge ist meist enger, eine Tennis-Marge für Außenseiterwetten oft weiter. Wer Quoten vergleicht, vergleicht immer die Marge, nie die einzelne Quote – eine hohe Quote auf den Außenseiter kann eine höhere Marge verstecken, und ein „bestes Quoten“-Wert auf der Werbebanner hat mit dem Quotenniveau eines Anbieters wenig zu tun, wenn die Marge auf das gesamte Wettprogramm 9 Prozent beträgt.
Lizenz und Aufsicht: Was die Whitelist belegt und was nicht
Die GGL ist die Aufsichtsbehörde für alles erlaubte Online-Glücksspiel in Deutschland. Sie erteilt die Erlaubnis, überwacht die Anbieter, verhängt Bußgelder und führt die Whitelist. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV – das ist die Sportwetten-Erlaubnis, mit der ein Anbieter Sportwetten im Internet vermitteln darf. Die Whitelist vom 02.10.2026 enthielt 27 Permit-Holder mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich für Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Holder.
Was die Whitelist nicht leistet: Sie sagt nichts über die Qualität der Quoten, die Höhe eines Bonus oder die Geschwindigkeit einer Auszahlung. Sie belegt nur die formale Erlaubnis. Was die Whitelist zudem nicht zeigt: Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt – die Whitelist führt nur das Datum der Ersterlaubnis und das Datum von Folgeerlaubnissen, niemals ein Enddatum. Die Erlaubnis von Bet3000 zum Beispiel datiert auf den 22. April 2026, die von Betano und von bwin auf ein früheres Erstdatum mit späteren Folgeerlaubnissen. Welche Erlaubnis gerade noch läuft, prüft die Liste selbst nicht – das ist eine andere Datenbank.
Eine Warnung erging am 17. September 2026: Die GGL hat Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Eine fehlende Erwähnung in der Warnung heißt nicht „erlaubt“ – nur die Whitelist selbst belegt das. Wer einen Anbieter außerhalb der Liste prüft, sollte sich nicht auf Marketingaussagen, Foreneinträge oder Vergleichsseiten verlassen, sondern direkt auf der Whitelist nachsehen.
Spielerschutz: Was bei allen lizenzierten Anbietern gleich ist
Die Spielerschutzregeln sind kein Unterscheidungsmerkmal zwischen lizenzierten Anbietern – sie gelten für alle gleich. Sie stehen im Glücksspielstaatsvertrag und werden über OASIS, LUGAS und den Panikbutton durchgesetzt. Was ein lizenzierter Anbieter an Schutz bietet, ist deshalb kein „Vorteil“ im Vergleich zu einem anderen lizenzierten Anbieter, sondern die Grundlinie.
Das gemeinsame Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 Euro pro Kalendermonat, addiert über alle Anbieter. Die Limitdatei LUGAS verhindert, dass ein Spieler durch Kontoeröffnung bei mehreren Anbietern darüber hinaus einzahlt. Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 Euro, für bis zu einem Prozent ihrer aktiven Spieler sogar bis 30.000 Euro –, aber nur gegen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
OASIS ist die Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Bei jeder Anmeldung und jedem Login wird geprüft, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstausschluss-Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Dritte – Angehörige, Behörden – ist ebenfalls möglich. Wer in OASIS steht, kann sich bei keinem lizenzierten Anbieter mehr anmelden.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Sie ist die kurzfristige Notbremse, die zwischen einem Impuls und einer schlechten Wette steht. Parallelbeteiligung – ein Spieler loggt sich bei zwei lizenzierten Anbietern gleichzeitig ein – ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei LUGAS ausgeschlossen. Eine Verifizierung ist nach § 6a vor jeder Auszahlung Pflicht; bis dahin darf ein Anbieter 72 Stunden Spielbetrieb mit maximal 100 Euro Einzahlung erlauben, aber keine Auszahlung. Offshore-Anbieter haben an all dem keinen Anschluss.
Zahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind ausgeschlossen. Wer in Bitcoin, Litecoin oder USDT einzahlt, ist nicht bei einem lizenzierten Anbieter. Spieler-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6-7 innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt.
Offshore, Esports und Krypto: Wo der Geltungsbereich endet
Ein Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Erlaubnis. Eine solche Lizenz ist im Inland irrelevant; die GGL prüft sie nicht und akzeptiert sie nicht. Wer dort einzahlt, hat keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS, keine deutsche Aufsicht und keinen Rechtsweg vor deutschen Gerichten. Die einzige Frage, die für deutsche Spieler zählt, ist die Whitelist.
Die Konsequenz zeigt sich an drei Stellen, an denen Leser typischerweise nach einem „besseren“ Anbieter suchen. Erstens: Wettsteuer. Es gibt Anbieter, die die 5,3-Prozent-Steuer nicht an ihre Kunden weitergeben – einige davon sitzen im Ausland, andere wie Betano, Tipico oder bwin tragen sie selbst oder geben sie teilweise weiter. Das ist keine Lizenzfrage, sondern eine Geschäftsentscheidung; lizenzierte Anbieter können die Steuer tragen, müssen es aber nicht. Zweitens: Einzahlungslimit. Das 1.000-Euro-Limit greift nur bei lizenzierten Anbietern; Offshore gibt es kein LUGAS, also auch kein gemeinsames Limit. Wer dort mehr einzahlt, hat keinen deutschen Schutz. Drittens: Esports. Die GGL erkennt Esports nicht als Sportart an, auf die gewettet werden darf – lizenzierte Anbieter dürfen kein Esports-Programm anbieten. Wer Esports wetten will, ist automatisch außerhalb des legalen Angebots.
Die strafrechtliche Seite ist in §§ 284, 285 StGB geregelt: Veranstalten bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Werben bis zu ein Jahr, Spielen bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgung einzelner Spieler ist nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch eine Drohung. Was aber passieren kann: Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit dem entgegensteht; der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist kein Versprechen auf Rückzahlung – es ist die laufende Rechtsentwicklung, an der sich die Frage entscheidet, was ein offshore platzierter Einsatz im Nachhinein wert ist.
Boni und Gratiswetten: Was die Werbung verschweigt
Ein Neukundenangebot, ein „100-Prozent-Bonus“, eine „risikofreie“ Wette – die Werbung klingt, als gäbe es etwas umsonst. Tatsächlich ist die Mechanik durchschaubar: Der Anbieter schreibt dem Kunden einen Bonus gut, der nicht ausgezahlt werden kann, bevor er eine bestimmte Summe zu bestimmten Mindestquoten umgesetzt hat. Die Frage, die der Wettschein dem Kunden nicht beantwortet, ist nicht „Wie hoch ist der Bonus?“, sondern „Was kostet es, ihn freizuspielen?“
Der Glücksspielstaatsvertrag schreibt weder Bonushöhe noch Umsatzfaktor noch Mindestquote vor. Jeder Anbieter legt das selbst fest. Die Spanne reicht von einfachen Angeboten, die nur eine einmalige Wette zu Mindestquote 1,80 verlangen, bis zu mehrstufigen Paketen, die Bonus und Einzahlung gemeinsam fünfmal bei Mindestquote 2,00 umsetzen. Die zweite Variante klingt im Werbetext ähnlich, kostet aber ein Vielfaches.
Eine Beispielrechnung: Wer einen 100-Euro-Bonus mit fünffachem Umsatz von Bonus plus Einzahlung bei Mindestquote 1,80 freispielen will, muss 1.000 Euro Einsatz zu Quoten ab 1,80 platzieren. Bei einer durchschnittlichen Marge von 6 Prozent kostet das im Erwartungswert rund 60 Euro – der Bonus von 100 Euro wird mit etwa 60 Euro „bezahlt“, der Rest ist Nettogewinn, falls alles aufgeht. Was den Wettschein teurer macht als den Bonus, ist nicht der Bonus selbst, sondern die Bedingung. Wer vor dem Angebot die Marge seines Marktes kennt, kann den erwarteten Verlust schätzen.
Eine Gratiswette (Freebet) ist keine Gratiswette, weil der Einsatz nicht zurückgezahlt wird. Wer eine 10-Euro-Freebet zu Quote 3,00 gewinnt, erhält 30 Euro Auszahlung – die 10 Euro Einsatz sind weg. Der Marktwert einer Freebet zu Quote 3,00 liegt bei rund 6,30 Euro (Einsatz × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote), bei Quote 5,00 schon bei knapp 8 Euro. Bei Quote 1,50 ist die Freebet nur noch 3,30 Euro wert, weil der Faktor (Quote − 1) ÷ Quote bei niedrigen Quoten klein ist. Das ist die Rechnung, die eine Werbung nicht zeigt.
„Risikofreie“ Wetten sind in der Regel Gratiswetten, die der Anbieter erstattet, wenn die Wette verloren geht – die Erstattung ist dann eine Freebet, kein Bargeld. Auch hier gilt: Der Einsatz ist verloren, sobald die Freebet gesetzt ist, und der Wert der Freebet hängt an der Quote der Ersatzwette. Wer „risikofrei“ liest, sollte an „Freebet“ denken, nicht an „Cashback“.
Wer die Werbung ernst nimmt, liest die Bonusbedingungen, prüft Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist und welche Märkte zählen, und rechnet den erwarteten Verlust gegen den Bonus. Wer die Werbung nicht ernst nimmt, lässt das Angebot liegen – ein lizenzierter Anbieter verlangt kein Angebot.
Zahlungswege und Auszahlungsdauer
Lizenzierte Anbieter akzeptieren nur Zahlungsmittel, die auf ein Konto des Spielers bei einem Geldwäsche-Akteur laufen. Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten und Bargeld sind ausgeschlossen. Im Übrigen bestimmt jeder Anbieter selbst, welche Zahlungsmarken er anbietet – PayPal, Klarna, Trustly, Kreditkarte, Skrill, Neteller, Banküberweisung, Sofort, paysafecard (registriert). Was ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen AGB und auf der Einzahlungsseite.
Die Auszahlungsdauer hängt am Zahlungsweg und an der Verifizierung. Banküberweisungen dauern bei den meisten Anbietern ein bis drei Werktage, E-Wallets wenige Stunden bis zu einem Tag, PayPal oft innerhalb eines Tages. Voraussetzung ist eine vollständig verifizierte Identität – Ausweis, Adresse, Kontoinhaber. Wer vor der ersten Auszahlung nicht verifiziert ist, wartet, bis die Unterlagen geprüft sind; das kann den Vorgang um Tage verlängern.
Die Frage, die ein Leser einem Anbieter stellen sollte, ist nicht „Wie schnell zahlt der aus?“, sondern „Welche Wege nimmt der überhaupt an, und was passiert mit dem Geld, wenn ich am Wochenende auszahle?“ Die Antwort steht in den Geschäftsbedingungen. Was die Whitelist nicht prüft, ist die Auszahlungsdauer – das ist eine Service-Frage.
Livewetten und Cash Out: Was erlaubt ist und was nicht
Livewetten sind Wetten während eines laufenden Ereignisses. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt sie nur auf den Endausgang und auf seltene Ereignisse im Spielverlauf – etwa das nächste Tor im Fußball, den nächsten Satz im Tennis, den nächsten Spielabschnitt. Das nächste Tor im Fußball ist ein „seltenes Ereignis“, weil ein Fußballspiel im Mittel drei Tore hat; der nächste Punkt im Tennis ist kein seltenes Ereignis, weil ein Spiel Dutzende Punkte hat. Auch Wetten auf den nächsten Korb im Basketball, den nächsten Ballwechsel im Tischtennis und ähnliche Ereignisse mit hoher Frequenz sind nicht erlaubt. Lizenzierte Anbieter filtern ihr Live-Programm entsprechend – das Angebot ist schmaler als bei Offshore-Buchmachern, aber es ist legal.
Cash Out ist eine Funktion, mit der der Anbieter dem Kunden anbietet, eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zum aktuellen Kurs zurückzukaufen. Der Anbieter bestimmt den Kurs – er liegt unter dem fairen Wert, weil der Anbieter auch hier eine Marge einbaut. Cash Out ist keine Pflicht der Anbieter; es ist ein freiwilliges Merkmal, das manche Anbieter für viele Märkte anbieten, andere nur für ausgewählte oder gar nicht. Die GGL schreibt Cash Out nicht vor und beschränkt es nicht – was im Programm steht, steht im Programm. Die Frage „Wer hat den besten Cash Out?“ ist also nicht „Wer hat die höchste Auszahlung?“, sondern „Wer hat Cash Out überhaupt und auf welchen Märkten?“
Livewetten bei lizenzierten Anbietern sind auch dadurch eingeschränkt, dass nur Events gewettet werden dürfen, die nicht überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren bestritten werden. Die GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga gilt als Amateurbereich, auch Spiele der Regionalliga sind nicht wettbar. Auch Veranstaltungen, bei denen Manipulation droht, sind ausgeschlossen, ebenso Wetten auf Regelverstöße und ihre Sanktionierung.
Vorhersagen, Wett-Tipps und Statistik
Suchanfragen nach „Buchmacher Tipps“, „WM Favorit“, „EM Favorit“ oder „Favoriten“ führen auf ein Angebot, das eines Versprechens selten standhält: Vorhersagen sind keine Vorhersagen, sondern Wahrscheinlichkeitsschätzungen, die sich an Quoten, Form, Verletzungen, Tabellenstand und Heimvorteil orientieren. Die Quoten, die ein lizenzierter Anbieter anbietet, sind selbst die verdichtete Einschätzung von Hunderten Märkten – sie sind nicht falsch, aber sie sind auch nicht wahr im Sinne einer Vorhersage.
Wer die Quoten mehrerer Anbieter vergleicht, sieht die Spanne der Einschätzungen. Diese Spanne ist es wert, betrachtet zu werden: Eine Quote von 2,10 auf den Außenseiter bei einem Anbieter und 2,40 bei einem anderen ist ein Hinweis, dass einer der beiden den Markt falsch eingeschätzt hat – oder eine bewusste Marge, um Kunden zu gewinnen. Das ist der Sinn eines Quotenvergleichs. Was er nicht leistet: die Aussage „Heim gewinnt“, die ein Leser in den Wettschein schreibt.
Tipps von Vergleichsseiten sind Marketing, kein Service. Wer eine Seite besucht, die „sichere Tipps“ anbietet, sollte sich fragen, warum die Seite nicht selbst wettet, wenn die Tipps sicher sind. Die Antwort ist offensichtlich: weil sie es nicht sind. Statistik, Form und Tabellenstand sind Grundlage jeder eigenen Einschätzung; sie ersetzen sie nicht.
Wettarten: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Eine Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ausgang, eine Quote, ein Einsatz. Der Gewinn ist Einsatz × Quote, abzüglich der Wettsteuer, falls der Anbieter sie an den Kunden weitergibt. Eine Kombiwette (Kombinationswette) verbindet mehrere Ausgänge: Die Quoten werden multipliziert, der Gewinn steigt – aber auch das Risiko, weil alle Ausgänge eintreffen müssen.
Eine Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus einer Auswahl von Spielen zu bilden. Eine „Heinz“-Wette kombiniert 6 Spiele in 57 verschiedenen Wetten (15 Zweier-, 20 Dreier-, 15 Vierer-, 6 Fünfer- und 1 Sechserkombi). Eine „Super Heinz“ macht dasselbe mit 7 Spielen in 120 Wetten. Eine „Goliath“ kombiniert 8 Spiele in 247 Wetten. Der Einsatz vervielfacht sich entsprechend – eine Heinz-Wette mit 1 Euro pro Kombination kostet 57 Euro.
Die Marge einer Systemwette ist nicht die Marge einer Einzelwette, sondern ein Vielfaches: Jede Kombination trägt die Marge des Marktes. Eine Heinz-Wette mit 6 Spielen zu je 1,90 / 1,90 hat eine kombinierte Marge, die weit über 47 Prozent liegt. Systemwetten sind ein Geschäft für den Anbieter und ein schwer zu durchschauendes Produkt für den Kunden. Wer eine Systemwette setzt, sollte den Gesamteinsatz prüfen, bevor er bestätigt.
Sportarten: Fußball, Tennis, Darts, NFL, Eishockey
Lizenzierte Anbieter decken ein Spektrum ab, das von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, American Football, Darts, Boxen, Formel 1 bis zu Wintersport und Randsportarten reicht. Die Breite unterscheidet sich – ein Anbieter mit klassischem deutschen Profil (ODDSET, Tipico) hat Fußball, Bundesliga, Champions League und die deutsche 3. Liga im Programm, während ein internationaler Anbieter (bwin, bet365, Betway) zusätzlich NFL, NBA, NHL und ATP anbietet. Die Verfügbarkeit einzelner Ligen und Wettbewerbe variiert von Anbieter zu Anbieter.
Was nicht im Programm steht: Esports. Die GGL erkennt Esports nicht als Sportart, auf die gewettet werden darf – kein lizenzierter Anbieter in Deutschland darf Esports-Wetten anbieten. Wer Counter-Strike, League of Legends oder Dota 2 wetten will, ist auf Offshore-Anbieter angewiesen, mit allen Konsequenzen, die zu Beginn dieses Textes stehen.
Neue Anbieter: Wie sich ein junger Buchmacher prüfen lässt
Ein „neuer Anbieter“ ist im deutschen Markt ein relativer Begriff – die Erlaubnisse der ersten Welle wurden 2020 erteilt, die der zweiten 2021 bis 2024, und der jüngste hier aufgeführte Permit-Holder Bet3000 erhielt seine Erlaubnis am 22. April 2026. Die Whitelist selbst kennt keine Kategorie „neu“ – sie führt das Datum der Ersterlaubnis, nicht das Gründungsdatum des Unternehmens.
Was einen jungen Anbieter prüfenswert macht, sind die Bedingungen, die ein etablierter Anbieter über Jahre eingespielt hat: die Bonusbedingungen, die Auszahlungsdauer, die Erreichbarkeit des Kundenservice, die Marktabdeckung in den Randsportarten. Eine kurze Whitelist-Erlaubnis sagt über diese Aspekte nichts. Wer einem neuen Anbieter sein Geld geben will, sollte sich die AGB ansehen, eine kleine Auszahlung testen, den Kundenservice ansprechen und die Quoten mit einem etablierten Anbieter vergleichen. Das ist die Hausordnung, mit der jeder Anbieter – neuer oder alter – zu prüfen ist.
Anbieter im Detail
AdmiralBet – solide Zweitmarke mit österreichischer Verwurzelung
AdmiralBet tritt in Deutschland als Marke der Greentube Betting Malta Limited auf, die seit dem 9. Oktober 2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat; eine Folgeerlaubnis datiert auf den 13. Dezember 2022, eine weitere auf den 29. Juli 2024. Die Marke gehört zur Novomatic-Gruppe und ist in Österreich unter Admiral etabliert; in Deutschland ist das Wettprogramm schmaler als bei den großen Anbietern, dafür mit Schwerpunkt auf Fußball, Tennis und Randsportarten.
Was AdmiralBet auszeichnet, ist die nüchterne Profilierung: keine aggressiven Bonusaktionen, keine Sonderprogramme, sondern das Standardprogramm eines österreichisch geprägten Hauses. Die Quote bewegt sich im Mittelfeld, die Marge ist nicht auffällig eng, aber auch nicht weit. Für Leser, die einen Anbieter ohne Schnörkel suchen und auf einen österreichischen Hintergrund Wert legen, ist AdmiralBet die ruhige Alternative.
Tipico – der Standard, an dem sich der deutsche Markt misst
Die Tipico Co. Limited betreibt Tipico; der Sitz ist im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta, gegründet 2004. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Tipico ist in Deutschland so präsent, dass die Marke selbst für viele Spieler zum Synonym für „Wettbüro“ geworden ist – das stationäre Geschäft, die App, der Werbeauftritt.
Die Stärke von Tipico liegt in der Marktabdeckung: Bundesliga, Champions League, Premier League, LaLiga – Fußball ist vollständig abgedeckt. Dazu kommen die Standardprogramme für Tennis, Basketball, Eishockey, NFL. Die Quoten liegen im oberen Drittel; die Marge ist enger als bei vielen Mitbewerbern. Bonusaktionen sind im Standardprogramm üblich, die Bedingungen bewegen sich im Marktmittel. Die Wettsteuer trägt Tipico nach eigener Angabe teilweise selbst, was die effektive Auszahlung für den Kunden erhöht.
Die juristische Seite ist bemerkenswert: Vor dem Bundesgerichtshof läuft ein Verfahren, in dem ein Kläger von Tipico die Rückzahlung von Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 fordert – mehr als 3.700 Euro. Der BGH hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt. Die Schlussanträge des Generalanwalts vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) sehen eine Rückzahlung grundsätzlich als möglich an, mit einer Ausnahme, wenn Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchgesetzt haben. Das ist ein laufendes Verfahren, kein Urteil – aber es zeigt, dass die Frage, was ein Einsatz im Nachhinein wert ist, nicht endgültig beantwortet ist.
ODDSET – das stationäre Erbe
Die ODDSET Sportwetten GmbH betreibt Oddset; die Erlaubnis erteilte das Regierungspräsidium Darmstadt am 15. Dezember 2022, eine Ersterlaubnis liegt seit dem 18. November 2020 vor. Die Aufsichtsbehörde ist die GGL, Hansering 15, 06108 Halle (Saale). ODDSET ist die Sportwetten-Marke des Lotto-Toto-Blocks – die Annahmestellen, die in vielen Geschäften zu finden sind, gehören dazu.
Das Programm ist schmaler als bei internationalen Anbietern: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey sind Standard, die Randsportarten weniger tief. Die Quoten liegen im Mittelfeld. Was ODDSET auszeichnet, ist die Verzahnung mit dem stationären Geschäft – wer Lotto spielt, kann auch in der Annahmestelle wetten. Für Leser, die Offline und Online aus einer Hand wollen, ist ODDSET die passende Adresse. Für Leser, die ein breites internationales Programm suchen, ist die Auswahl begrenzt.
Tiptorro – die Tipico-Schwester
Tiptorro gehört wie Tipico zur Tipico-Gruppe und wird von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Im App Store wird die Tiptorro-App von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ beschreibt.
Tiptorro ist in Deutschland weniger bekannt als Tipico, hat aber denselben Konzern im Hintergrund. Das Wettprogramm ist entsprechend breit: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, NFL, Darts. Die Quoten liegen auf Tipico-Niveau, die Marge ist vergleichbar. Wer einen Tiptorro-Account hat, hat im Konzern denselben Service, aber eine eigene Marke – mit eigener App, eigenem Bonusprogramm und eigenem Quotierungsverhalten in Randmärkten.
DAZN Bet – die Sportstreaming-Marke
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited betrieben, mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 22. August 2023; eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele datiert auf den 24. Juni 2025. DAZN ist als Sportstreaming-Plattform bekannt – Bundesliga, Champions League, NFL, NBA, Boxen – und DAZN Bet ist die Wettmarke, die das Streaming-Angebot ergänzt.
Die Stärke von DAZN Bet ist die Verzahnung mit dem Streaming: Wer ein DAZN-Abo hat, kann die Spiele sehen, auf die er wettet, ohne zwischen App und Browser zu wechseln. Das Wettprogramm ist entsprechend auf die Sportarten ausgerichtet, die DAZN zeigt – Fußball, US-Sport, Boxen, Kampfsport. Die Quoten liegen im Marktmittel, die Marge nicht auffällig eng. Für Leser, die DAZN ohnehin nutzen, ist die Wettmarke eine sinnvolle Ergänzung.
VBet – der osteuropäische Anbieter mit deutscher Lizenz
VBet wird von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist in Osteuropa und Asien etabliert, in Deutschland ein neuerer Name – aber mit der Lizenz auf der Whitelist, also im legalen Markt.
Das Wettprogramm ist breit: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Volleyball, E-Sport-Simulatoren – die Auswahl ist international, mit Schwerpunkt auf osteuropäischen Ligen. Die Quoten liegen im Mittelfeld. Was VBet von anderen Anbietern unterscheidet, ist die Dichte an asiatischen Handicap-Linien und an Spezialmärkten. Für Leser, die in asiatischen Handicaps denken oder osteuropäische Ligen suchen, ist VBet eine sinnvolle Adresse; für Leser, die ein deutsches Standardprogramm wollen, ist die Auswahl möglicherweise zu international.
MERKUR BETS – die deutsche Glücksspielgruppe
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die Merkur-Gruppe ist in Deutschland durch Spielhallen und Merkur-Spielautomaten bekannt – MERKUR BETS ist die Wettmarke, die das stationäre Geschäft ergänzt. Die GGL-Whitelist führt weitere Domains derselben Gesellschaft: Merkur Sports, XTip und Merkur Slots.
Das Wettprogramm ist Standard: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts. Die Quoten liegen im Mittelfeld, die Marge nicht auffällig eng. Was MERKUR BETS auszeichnet, ist die Konzernstruktur: Wer Merkur aus der Spielhalle kennt, findet die Wettmarke wieder – mit demselben Markenauftritt, derselben Servicequalität, demselben Anspruch an die Spielhalle. Für Leser, die Markentreue schätzen, ist MERKUR BETS die passende Adresse; für Leser, die ein besonders breites oder besonders enges Quotenniveau suchen, ist die Auswahl Standard.
Sportingbet – der Entain-Markenname
Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben. Das Impressum nennt die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21. Dezember 2022 und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15. November 2022; die Aufsichtsbehörde ist die GGL. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Muttergesellschaft ist Entain, zu der auch bwin gehört.
Das Wettprogramm ist breit: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, NFL, Darts, Boxen, Formel 1, Radsport. Die Quoten liegen im oberen Mittelfeld, die Marge ist enger als bei vielen Mitbewerbern. Bonusaktionen sind Standard, die Bedingungen im Marktmittel. Für Leser, die einen etablierten Anbieter mit Entain-Hintergrund suchen und mit dem Markennamen Sportingbet vertraut sind, ist die Auswahl passend.
Sportwetten.de – der nüchterne Name
Sportwetten wird von der NetX Betting Limited betrieben, 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 19. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Der Markenname ist so deutsch wie möglich – „Sportwetten“ –, das Konzept ist nüchtern.
Das Wettprogramm konzentriert sich auf das deutsche Standardprogramm: Bundesliga, Champions League, Premier League, LaLiga, Serie A, Ligue 1; dazu Tennis, Basketball, Eishockey. Die Quoten liegen im Mittelfeld, die Marge ist nicht auffällig eng. Was Sportwetten.de auszeichnet, ist die Klarheit des Angebots: keine Sonderprogramme, keine asiatischen Handicap-Spezialitäten, sondern das, was ein deutscher Spieler erwartet. Für Leser, die einen Anbieter ohne Schnörkel suchen und mit dem Markennamen das Gefühl von „der Standard“ verbinden, ist Sportwetten.de die Adresse.
Bet3000 – der Neuzugang
Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 22. April 2026 – der jüngste Permit-Holder in dieser Übersicht. Bet3000 ist in Deutschland durch das stationäre Wettgeschäft bekannt; die Online-Erlaubnis ist neu.
Das Wettprogramm ist Standard: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, NFL. Die Quoten liegen im Marktmittel, die Marge nicht auffällig eng. Was Bet3000 auszeichnet, ist die Verbindung aus stationärem und Online-Geschäft – wer das Wettbüro kennt, findet die Online-Plattform wieder. Für Leser, die einen etablierten stationären Anbieter mit neuer Online-Erlaubnis suchen, ist Bet3000 die Adresse; für Leser, die ein besonders breites Online-Programm erwarten, ist die Auswahl noch im Aufbau.
Die Marge an einem Zwei-Wege-Markt
Die folgende Rechnung gehört zum Pflichtprogramm jedes Wettenden, der verstehen will, was ein Anbieter von ihm nimmt. Sie ist unabhängig vom konkreten Spiel und dient nur dazu, das Prinzip zu zeigen.
Ein fiktiver Zwei-Wege-Markt steht bei Quote 1,90 auf jedes Ergebnis – Heim oder Auswärts, ohne Unentschieden. Die Auszahlungsquote des Marktes ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500. Die Marge ist 1 − 0,9500 = 0,0500, also 5,00 Prozent.
Das bedeutet: Von 100 Euro Einsatz, die in diesem Markt insgesamt gesetzt werden, zahlt der Anbieter 95 Euro an die Gewinner aus. Die restlichen 5 Euro sind die Marge, die der Anbieter einbehält. Auf 100 Euro Einsatz eines einzelnen Wettenden gerechnet ist der erwartete Verlust 5 Euro – vorausgesetzt, die Quoten spiegeln die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten wider. Tun sie das nicht, ist die Rechnung komplizierter; im Grundsatz bleibt es bei der Marge als dem, was der Anbieter pro 100 Euro Einsatz im Erwartungswert einbehält.
Eine Bandbreite – nicht eine Zahl – ist die ehrliche Aussage: Fußball-1X2-Märkte liegen je nach Anbieter und Event zwischen 4 und 8 Prozent Marge, NBA-Spiele zwischen 3 und 5 Prozent, Tennis-ATP zwischen 5 und 7 Prozent. Eine Marge unter 4 Prozent ist eng, über 7 Prozent ist weit – das sind Erfahrungswerte, keine Zusage. Wer drei Anbieter vergleicht, sieht die Differenz in den Quoten, multipliziert sie mit 100 und sieht, wie viele Euro der Anbieter pro 100 Euro mehr oder weniger einbehält. Die Frage, die am Ende bleibt, ist nicht „Welcher Anbieter hat die höchste Quote?“, sondern „Welcher Anbieter hat die niedrigste Marge auf das gesamte Wettprogramm, das ich nutze?“
Häufige Fragen
Wonach lässt sich ein Buchmacher in Deutschland sinnvoll vergleichen?
Nach den Kriterien, die innerhalb der Whitelist variieren – Quotenniveau und Marge, Bonusbedingungen, akzeptierte Zahlungswege, Auszahlungsdauer, Erreichbarkeit des Kundenservice, Marktabdeckung in den Sportarten, die der Leser tatsächlich nutzt. Was nicht unterscheidet: Lizenz, Spielerschutz, Einzahlungslimit, Wettsteuer – das regelt der Glücksspielstaatsvertrag für alle lizenzierten Anbieter gleich.
Wie prüft man auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter erlaubt ist?
Die Whitelist steht auf der Webseite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Wer einen Anbieter prüfen will, sucht die Domain – nicht den Markennamen, nicht die Werbung. Ist die Domain mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen, ist der Anbieter für diese Domain erlaubt. Ist sie nicht eingetragen, ist der Anbieter in Deutschland nicht erlaubt – auch wenn er eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan vorzeigt.
Was ist die Marge, und wie wird sie berechnet?
Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter vom Marktumsatz einbehält. Sie berechnet sich als 1 minus die Auszahlungsquote, wobei die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + …) ist, summiert über alle Ausgänge des Marktes. Bei Quote 1,90 auf jedes von zwei Ergebnissen ist die Auszahlungsquote 95 Prozent, die Marge 5 Prozent. Bei drei Ergebnissen (1,2,3) addieren sich drei reziproke Werte.
Unterscheiden sich lizenzierte Anbieter beim Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat?
Beim Standardlimit nicht – das Limit gilt nach § 6c Abs. 1 GlüStV übergreifend über alle Anbieter und wird über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 Euro, für einen kleinen Kreis bis 30.000 Euro –, aber nur gegen Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Offshore-Anbieter haben kein LUGAS und kein gemeinsames Limit.
Wie verändert die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent den Vergleich?
Sie ist beim Anbieter zu berücksichtigen, der sie an den Kunden weitgibt – Betano, Tipico, bwin und einige andere tragen sie ganz oder teilweise selbst. Wer zwei Anbieter vergleicht, sollte prüfen, ob die ausgewiesene Quote bereits brutto oder netto ist: Eine Quote von 2,00 netto ist 1,90 brutto bei 5 Prozent Steuer, und der Unterschied von 10 Cent pro Euro Einsatz entscheidet über die Marge. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler; was der Anbieter weitergibt, ist Verhandlungssache.
Was ist ein Buchmacher, und wie legt er seine Quoten fest?
Ein Buchmacher ist ein Veranstalter, der Wetten zu festen Quoten annimmt. Die Quote bildet sich aus der geschätzten Wahrscheinlichkeit des Ausgangs und der Marge, die der Anbieter einbehält. Wer die Wahrscheinlichkeit eines Sieges auf 50 Prozent schätzt, schreibt ohne Marge die Quote 2,00; mit 5 Prozent Marge wird daraus 1,90. Die Marge steckt in jeder einzelnen Quote und entscheidet, wie viel vom Einsatz im Markt bleibt.
Vergleich – eishockeywetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «eishockeywetteninfo.com»
