Bester Tour de France Wettanbieter 2026: Lizenz, Quoten und Märkte im Vergleich
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Wer auf die Tour de France wetten will, steht vor einer ungewöhnlichen Ausgangslage: Das Rennen ist kein einmaliges Ereignis mit Anpfiff und Schlusspfiff, sondern zieht sich über drei Wochen mit täglich wechselnden Etappen, Profilen und Wertungen. Eine Wette auf den Gesamtsieger wird Monate vor dem Grand Départ platziert und erst am Tag des Schlusszeitens in Paris ausgewertet. Eine Wette auf die Bergwertung hängt an einem Fahrer, der vielleicht in der ersten Woche schon den Anschluss verliert. Livewetten folgen dem Renngeschehen Etappe für Etappe. Wer hier ohne Vorbereitung ansetzt, zahlt das mit höheren Margen und falschen Marktentscheidungen.
Die Tour de France 2026 ist gefahren. Sie startete am 4. Juli 2026 in Barcelona und endete am 26. Juli 2026 in Paris, umfasste 21 Etappen über 3.245 km und wurde von Tadej Pogačar gewonnen, vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Wer jetzt noch Wetten auf das Abschneiden platzieren will, bekommt sie nur noch als Nachträgliches, weil die offiziellen Ergebnislisten vorliegen. Die nächste Auflage folgt 2027. Dieser Ratgeber erläutert, welche Wettarten für das Radsport-Angebot der lizenzierten Anbieter zur Verfügung stehen, wie sich Quoten und Margen verhalten und welche Regeln der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland für Livewetten während einer Etappe vorsieht.
Schutzmechanismen bei mehrtägigen Rennen
Die Tour de France verlangt Wettenden mehr Disziplin ab als ein Fußballspiel am Wochenende. Drei Wochen täglich wechselnde Etappen, dazwischen Ruhetage, und jedes Teilstück bringt eigene Quoten, eigene Märkte und eigene Livewetten. Wer hier ohne Limits spielt, läuft Gefahr, in einer einzigen Etappenwoche mehr zu setzen als geplant.

Das deutsche Recht zieht dieser Versuchung einen festen Rahmen. Jeder lizenzierte Anbieter ist an die LUGAS-Limitdatei angeschlossen, die das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg durchsetzt. Wer mehr einzahlen will, muss dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Parallel verhindert die Aktivitätsdatei, dass ein und dieselbe Person bei mehreren Anbietern gleichzeitig spielt.
Bei mehrtägigen Veranstaltungen ist der Sperrmechanismus OASIS besonders zu beachten. Wer sich selbst sperren lässt, bestimmt eine Frist von mindestens drei Monaten, sonst gilt eine Mindestsperre von einem Jahr. Beim Login prüft jeder Anbieter die Sperrdatei. Wer eine Selbstaussperrung in Betracht zieht, sollte sie vor der ersten Etappe setzen, nicht erst nach einer Verlustserie. Der Panikbutton bietet eine sofortige 24-Stunden-Sperre, falls die Situation während einer Etappe kippt. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen; dort greift kein Mechanismus.
Anlaufstellen für Spielende und Angehörige: die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht-therapie.de eine bundesweite Beratungsstellensuche. Die Nummer gegen Kummer (116111) ist kostenlos und anonym. Wer merkt, dass das Rennen den Tagesablauf bestimmt, sollte nicht bis zum Ende der dritten Woche warten.
Wettarten auf die Tour de France
Das Wettangebot für die Tour de France ruht auf vier Säulen, die sich an den Wertungen des Rennens orientieren. Jede Säule hat ihre eigenen Quoten, ihre eigene Marge und ihre eigene Logik, wann eine Wette sinnvoll ist.
Gesamtsieg
Die Königsdisziplin unter den Radsportwetten. Wer auf den Gesamtsieger setzt, wettet auf den Fahrer mit der niedrigsten kumulierten Zeit über alle 21 Etappen. Die Quoten erscheinen oft Monate vor dem Grand Départ, wenn die Starterliste noch provisorisch ist, und werden während des Rennens Etappe für Etappe angepasst. Eine Wette, die vor dem Rennen zur Quote 4,00 platziert wurde, kann ihren Wert verlieren, sobald der Favorit in den ersten Alpenetappen enteilt.
Die Marge auf den Gesamtsieg ist im Vorfeld des Rennens breit, weil das Starterfeld groß und die Szenarien vielfältig sind. Während der ersten Woche, in der das Peloton das flache Terrain durchquert, bleibt die Quote stabil. Spätestens ab der ersten Bergetappe sortiert sich das Feld, und die Quoten der Verfolger verlieren, während die der Spitzenfahrer sinken. Wer vor dem Rennen auf einen Außenseiter setzt, akzeptiert bewusst das Risiko, dass dieser die erste Woche nicht übersteht.
Etappensieg
Anders als beim Gesamtsieg wird hier täglich neu bewertet. Die Etappe hat ein eigenes Profil, eigene Spezialisten und eigene Wetterbedingungen. Eine Bergetappe verlangt Kletterer, ein Zeitfahren die Spezialisten gegen die Uhr, ein Flachetappe die Sprinter. Die Wette wird vor dem Etappenstart platziert und nach dem Zieleinlauf ausgewertet, ohne Kombination mit dem Gesamtsieg.
Weil die Ergebnisoffenheit pro Etappe größer ist als beim Gesamtsieg, sind die Quoten häufig höher und die Margen tendenziell ebenfalls höher. Wer Etappenwetten systematisch spielen will, beschäftigt sich mit der Streckenführung, dem Profil und der Taktik der Teams. Eine Quote von 8,00 auf einen Ausreißersieg in einer hügeligen Etappe hat eine andere Bedeutung als dieselbe Quote auf einen Sprint einer reinen Flachetappe.
Trikotwertungen
Die Tour de France vergibt vier Trikots: das gelbe für die Gesamtwertung, das grüne für die Punktewertung, das gepunktete für die Bergwertung und das weiße für die Nachwuchswertung. Jedes Trikot kann einzeln gewettet werden, sowohl vor dem Rennen als auch etappenweise.
Die Punktewertung wird in den Sprints entschieden, die Bergwertung an den kategorisierten Anstiegen, die Nachwuchswertung folgt der Gesamtwertung, gewertet aber nur für Fahrer unter 26 Jahren. Die Quoten auf das grüne Trikot hängen eng an den Sprinterprofilen der Etappen, die auf das gepunktete an der Zahl der Bergetappen und ihrer Kategorisierung. Wer auf ein Trikot wettet, sollte die Rennstruktur kennen: Eine Tour ohne viele Bergetappen macht die Bergwertung zur Domäne von Ausreißern, eine Tour mit wenigen Sprintankünften die Punktewertung zur Beute der Allrounder.
Duell-Wetten und Spezialmärkte
Eine Wettart, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist das Duell: zwei Fahrer werden gegeneinander gesetzt, gewettet wird, wer in der Etappe oder im Gesamtklassement vorne liegt. Diese Märkte sind oft mit niedrigeren Margen ausgestattet als die Siegermärkte, weil der Buchmacher nur zwei statt vieler Ausgänge bewertet. Spezialmärkte umfassen Wetten auf die Anzahl der Etappensiege eines Fahrers, auf die Frage, ob das Rennen mit einem Zeitfahren endet, oder darauf, welches Team die Teamwertung gewinnt.
Wie sich Quoten und Margen verhalten
Eine Quote ist kein objektiver Wahrscheinlichkeitswert, sondern ein Angebot, das der Buchmacher so kalibriert, dass auf alle Ausgänge zusammen weniger ausgeschüttet wird als eingezahlt wurde. Die Differenz ist die Marge. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei Ausgängen zu je 1,90 ergibt sich rechnerisch: 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (0,5263 + 0,5263) = 0,9500. Der Buchmacher schüttet also 95 Cent pro eingesetztem Euro zurück, die Marge beträgt 5 %.
Bei der Tour de France variiert die Marge je nach Markt und Zeitpunkt. Vorfeld-Quoten auf den Gesamtsieg haben wegen der vielen Fahrer im Feld tendenziell höhere Margen, oft zwischen 6 % und 8 %. Etappenmärkte liegen eher bei 5 % bis 6 %, bei klar definierten Duellen kann die Marge auf 3 % bis 4 % fallen. Diese Bandbreite ist eine Orientierung, keine Garantie. Welche Quote ein konkreter Anbieter für eine konkrete Etappe anbietet, steht erst im Wettprogramm des Anbieters zum jeweiligen Zeitpunkt.
Wichtig für Wettende: Die Quote, die vor dem Rennen gilt, ist eine andere als die während der Etappe. Live-Quoten enthalten zusätzlich eine Echtzeit-Komponente und reagieren auf den Rennverlauf. Wer eine Wette platziert, sollte prüfen, ob die angezeigte Quote noch die ursprüngliche oder bereits die angepasste ist, und ob die Anpassung im Verhältnis zum Renngeschehen steht.
Was der Glücksspielstaatsvertrag bei Livewetten erlaubt
Die deutsche Regulierung schränkt Livewetten während laufender Sportereignisse ein. Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Radsport entspricht das: Wetten auf den Etappensieger oder das Rennergebnis während der Etappe sind erlaubt, soweit sie sich auf das Ende der Etappe beziehen. Nicht erlaubt sind Wetten auf mikroskopische Ereignisse innerhalb der Etappe, etwa auf den nächsten Angriff in einer bestimmten Steigung.
Die Praxis der GGL ist hier klar definiert. Was in einem Tennismatch der nächste Satz ist, ist im Radsport die nächste Bergwertung der höchsten Kategorie, nicht jeder einzelne Sprint um Bonussekunden. Wer Livewetten während der Tour platzieren will, sollte sich an den Märkten orientieren, die der Anbieter als Live-Märkte anbietet. Ist ein Markt nicht im Live-Programm, ist er nach derzeitiger Regulierung nicht zulässig. Der Anbieter trägt die Verantwortung für die Auswahl, der Wettende die für die Platzierung.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende der Etappe ausgezahlt. Während der Etappe platzierte Livewetten werden mit Abschluss der Etappe abgerechnet, nicht während des Renngeschehens. Wer mit Cash-Out vorzeitig aussteigen will, findet diese Funktion nur, soweit der Anbieter sie anbietet; eine gesetzliche Pflicht dazu besteht nicht.
Streckenverlauf, Etappentypen und Austragungsdaten
Die Tour de France ist seit 1903 ein fester Bestandteil des Radsportkalenders. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation. Das Rennen besteht aus rund zwanzig Etappen, verteilt auf Flachetappen, Hügeletappen, Bergetappen, Einzel- und Mannschaftszeitfahren. Seit 1998 liegt die Gesamtlänge bei rund 3.500 km, die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 sogar 5.745 km.
Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, bis 2017 aus neun. Die achtzehn UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, daneben erhalten in der Regel vier weitere Teams eine Wildcard. Bei der Tour de France 2026 startete das Feld am 4. Juli in Barcelona, die 21 Etappen summierten sich auf 3.245 km, das Ziel in Paris erreichte am 26. Juli Tadej Pogačar als Gesamtsieger. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag.
Die Trikotwertungen folgen eigenen Regeln: Die Gesamtwertung addiert die Zeiten der Fahrer, die Punktewertung sammelt Platzierungspunkte in Zwischensprints und Etappenankünften, die Bergwertung zählt Punkte an kategorisierten Anstiegen, und die Nachwuchswertung übernimmt die Gesamtwertung, beschränkt auf Fahrer unter 26 Jahren. Wer auf eine Trikotwertung wettet, sollte die Streckenstruktur der jeweiligen Tour kennen: Eine berglastige Tour macht das gepunktete Trikot zur Beute der Kletterer, eine flache Tour das grüne zur Domäne der Sprinter. Bei der Tour de France 2026 gewann Mads Pedersen die Punktewertung und Richard Carapaz die Bergwertung.
Lizenzierte Wettanbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht listet zehn Anbieter, die zum Stand vom 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags erteilt. Eine Whitelist-Eintragung bedeutet, dass der Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf, nicht mehr und nicht weniger. Welche Märkte, Quoten oder Bonusbedingungen er konkret anbietet, steht in seinen eigenen Geschäftsbedingungen.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| ODDSET | Whitelist-Eintrag für Oddset; Erlaubnisinhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag für Tiptorro; Erlaubnisinhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Winamax | Whitelist-Eintrag für Winamax; Erlaubnisinhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| VBet | Whitelist-Eintrag für VBet; Erlaubnisinhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag für Sportingbet; Erlaubnisinhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| Betano | Whitelist-Eintrag für Betano; Erlaubnisinhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für NEO.bet; Erlaubnisinhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Betway | Whitelist-Eintrag für Betway; Erlaubnisinhaber Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag für Bet3000; Erlaubnisinhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Interwetten | Whitelist-Eintrag für Interwetten; Erlaubnisinhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
ODDSET
ODDSET gehört zu den traditionsreichsten Marken im deutschen Sportwettenmarkt. Die Erlaubnis für die Domain Oddset wurde am 18. November 2020 erstmalig erteilt, die Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Veranstalter ist die ODDSET Sportwetten GmbH mit Sitz in Deutschland, Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle an der Saale.
Das Angebot umfasst die klassischen Sportarten und schließt Radsport mit ein. Wie umfangreich das Tour-de-France-Programm im Einzelfall ausfällt, zeigt sich erst im Wettprogramm des Anbieters während der jeweiligen Rundfahrt. ODDSET positioniert sich als Anbieter für Wettende, die einen heimischen Veranstalter mit klarer deutscher Aufsicht suchen.
Tiptorro
Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Erlaubnis für die Domain Tiptorro wurde am 30. Juni 2021 erteilt, die Folgeerlaubnis folgte am 27. Dezember 2022. Der Marktauftritt richtet sich an Wettende, die eine mobile App-Lösung bevorzugen, da die Tiptorro-App über die üblichen Stores vertrieben wird.
Für Tour-de-France-Wetten relevant ist, ob der Anbieter das Rennen in sein Radsport-Programm aufnimmt. Malta-Sitz und deutsche Erlaubnis schließen sich nicht aus, weil die deutsche Erlaubnis an die Domain und nicht an den Sitz des Veranstalters gebunden ist. Wer sich für Tiptorro entscheidet, sollte die Wettquoten direkt im Programm prüfen, da eine generelle Aussage zur Quotenstärke bei Radsport nicht möglich ist.
Winamax
Winamax ist in Deutschland seit dem 29. Juni 2021 mit einer Sportwetten-Erlaubnis ausgestattet, die Folgeerlaubnis datiert auf den 8. Dezember 2022. Veranstalter ist die WINAMAX (Société anonyme) mit Sitz in Frankreich. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website eine Wettsteuer von 0 % und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Diese Aussage bezieht sich auf Fußball, Tennis und Handball; ob sie sich auf Radsport-Quoten übertragen lässt, ist aus der Studie nicht ableitbar.
Für Wettende, die auf Quotenstärke achten, ist Winamax eine Anlaufstelle, die im Vorfeld geprüft werden will. Die 0 % Wettsteuer ist ein Marketing-Argument, dessen Bedingungen in den AGB stehen. Welche Tour-de-France-Märkte Winamax konkret anbietet, ist im Wettprogramm des Anbieters nachzuschlagen.
VBet
VBet ist ein vergleichsweise junger Eintrag auf der Whitelist. Die Erlaubnis für VBet wurde am 5. Dezember 2023 erteilt, was VBet zu den neueren lizenzierten Anbietern in Deutschland macht. Veranstalter ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Eine Folgeerlaubnis ist in der Whitelist nicht verzeichnet, weil die Ersterlaubnis noch innerhalb ihrer Fünf-Jahres-Frist läuft.
Die Frage, wie tief VBet den Radsport abbildet, ist im Wettprogramm zu prüfen. Für Wettende, die einen Anbieter mit kurzer Whitelist-Historie suchen, ist VBet eine Option; der fehlende Langzeitnachweis über Bonus- und Auszahlungspraxis bei deutschen Kunden sollte bedacht werden.
Sportingbet
Sportingbet ist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Erlaubnis für Sportingbet ausgestattet, die Folgeerlaubnis folgte am 21. Dezember 2022. Veranstalter ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Das Wettangebot umfasst einen Konfigurator+ und Live-Wetten, die Sportarten reichen von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey und Handball bis zu Darts und Snooker.
Ob Radsport im Konfigurator+ abgebildet wird, ist offen; die genannten Sportarten legen den Schwerpunkt auf Ballsportarten. Für Wettende, die einen klassischen Buchmacher mit breitem Live-Angebot suchen, ist Sportingbet eine Anlaufstelle. Der Anteil der Radsport-Märkte an der Gesamtauswahl sollte vor einer Wette geprüft werden.
Betano
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited veranstaltet, die Erlaubnis für Betano datiert auf den 19. Februar 2021, die Folgeerlaubnis auf den 16. Dezember 2022. Die App wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder zur Kombination mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Live-Streaming von Radsport ist in dieser Aufzählung nicht genannt. Das schließt Radsport-Live-Streams nicht aus, weil die Beschreibung nur Beispiele nennt. Welche Streams Betano konkret anbietet, ist im Programm während der jeweiligen Rundfahrt zu prüfen. Für Wettende, die Bet Builder und Cash Out schätzen, ist Betano eine Option; die Radsport-Tiefe bleibt zu verifizieren.
NEO.bet
NEO.bet gehört zu den ersten Anbietern mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis. Die Ersterlaubnis für NEO.bet wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, die Folgeerlaubnis folgte am 22. Dezember 2022. Veranstalter ist die Greenvest Betting Limited.
Die Frage, wie NEO.bet Radsport abbildet, ist offen. Für Wettende, die einen Anbieter mit langer Whitelist-Historie suchen, ist NEO.bet eine Anlaufstelle. Welche Tour-de-France-Märkte NEO.bet im Programm führt, zeigt das Wettprogramm während der Rundfahrt.
Betway
Betway wird in Deutschland von der Betway Limited veranstaltet, die Erlaubnis für Betway datiert auf den 9. März 2021, die Folgeerlaubnis auf den 23. Dezember 2022. Die App bietet Cash Out, erkennbar am grünen Symbol unter „Meine Wetten“, sowie einen Wettkonfigurator für Fußballspiele. Der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Welche Radsport-Märkte Betway anbietet, ist im Wettprogramm zu prüfen. Für Wettende, die Cash Out als Funktion schätzen, ist Betway eine Option; die Radsport-Tiefe ist nicht aus der App-Beschreibung ableitbar.
Bet3000
Bet3000 ist der neueste Eintrag in dieser Übersicht. Die Erlaubnis für Bet3000 wurde am 22. April 2026 erteilt, also noch vor der Tour de France 2026. Veranstalter ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Eine Folgeerlaubnis ist nicht verzeichnet, weil die Ersterlaubnis noch jung ist.
Für Wettende, die einen Anbieter mit aktueller Erlaubnis suchen, ist Bet3000 eine Anlaufstelle. Wie sich der Anbieter bei Radsport-Märkten positioniert, ist im Wettprogramm zu prüfen. Die fehlende Langzeithistorie auf dem deutschen Markt sollte bedacht werden.
Interwetten
Interwetten gehört zu den traditionsreichen europäischen Wettanbietern. Die Erlaubnis für Interwetten wurde am 2. November 2020 erteilt, die Folgeerlaubnis folgte am 27. Dezember 2022. Veranstalter ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta.
Welche Radsport-Märkte Interwetten anbietet, ist im Wettprogramm zu prüfen. Für Wettende, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen, ist Interwetten eine Option. Die Radsport-Tiefe bleibt zu verifizieren.
Rechtslage für Radsportwetten in Deutschland
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, das Sportwettenangebot. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Wettsteuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test einer gültigen Erlaubnis. Sie wird regelmäßig aktualisiert; der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; eine .de-Domain allein ist allerdings noch kein Nachweis einer Erlaubnis, weil die Whitelist die Domain der Erlaubnis zuordnet. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1; die Whitelist zeigt nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum.
Welche Wetten zulässig sind: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Ereignis, als Einzel- oder Kombinationswette nach § 21 Abs. 1. Erlaubt sind nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Livewetten nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Untersagt sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport wird von der GGL nicht als Sport anerkannt; lizenzierte E-Sport-Wetten existieren in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert.
Spielerschutz: Teilnahme ab 18 Jahren nach § 4 Abs. 3. Pro Anbieter ein Konto mit vollständiger Verifizierung nach § 6a; vor der Verifizierung maximal 72 Stunden Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das monatliche Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt 1.000 € über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Anbieter kann für eine einzelne Person ein höheres Limit (bis 10.000 €, für maximal 1 % seiner aktiven Spielenden bis 30.000 €) nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit setzen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Anhebungen erst nach sieben Tagen. Paralleles Spiel ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei ausgeschlossen. OASIS nach §§ 8, 8a ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird; eine Selbstsperre dauert bei Fristangabe mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen.
Zahlungen nach § 6b Abs. 4: nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielenden bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt.
Steuer: Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung; in den Bedingungen mancher Anbieter erscheint sie als 5,3 % des Einsatzes, bei anderen wird sie vom Gewinn abgezogen oder gar nicht weitergegeben. Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Gewinne privater Wettender sind steuerlich nicht abschließend geregelt.
Werbung und Boni: Nur Erlaubnisinhaber dürfen nach § 5 Abs. 7 werben. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz nach § 5 Abs. 3 und 6. Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt; Beträge, Umsatz und Mindestquoten ergeben sich allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Offshore: Anbieten von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die GGL warnt Spielerinnen und Spieler vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich drohen dem Veranstalter nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB ist mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bewehrt. Strafverfahren gegen einzelne Spielende sind nicht etabliert, weder als Freibrief noch als Drohung. Die GGL kann Verbots-, Zahlungs- und Netzsperren nach § 9 anordnen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung der Einsätze verpflichtet; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt, der Generalanwalt hält eine Rückzahlungspflicht in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, mit Ausnahme bei Zusicherung der Behörden, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Erstattung ist niemandem garantiert.
Ehrliche Einordnung: Offshore bedeutet keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg und möglicherweise höhere Limits. Whitelist bedeutet Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber auch das 1.000-€-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur auf eigene Namen.
Häufig gestellte Fragen
Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
Legal auf die Tour de France wetten darf nur, wer sich bei einem Anbieter registriert, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt wird. Die Whitelist ist der einzige amtliche Test einer gültigen Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer bei einem Anbieter ohne Listeneintrag wettet, spielt im unerlaubten Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Offshore-Anbieter mit Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan haben in Deutschland keine Gültigkeit.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?
Das Radsport-Wettangebot der lizenzierten Anbieter ruht auf vier Säulen: Gesamtsieg (kumulierte Zeit über alle Etappen), Etappensieg (tägliche Auswertung nach Etappenende), Trikotwertungen (gelb für Gesamtwertung, grün für Punktewertung, gepunktet für Bergwertung, weiß für Nachwuchswertung) sowie Spezialmärkte wie Duelle zwischen Fahrern, Teamwertung oder Anzahl der Etappensiege. Welche Märkte ein Anbieter konkret führt, steht im Wettprogramm während der jeweiligen Rundfahrt.
Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?
Die Tour de France 2026 fand vom 4. Juli 2026 bis 26. Juli 2026 statt, mit Grand Départ in Barcelona und Ziel in Paris, 21 Etappen über 3.245 km. Sieger war Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Weil das Rennen abgeschlossen ist, werden Wetten auf das Abschneiden bei lizenzierten Anbietern nur noch im Rahmen von Langzeitmärkten für künftige Auflagen angeboten. Die nächste Tour folgt 2027.
Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Radsport entspricht das Wetten auf den Etappensieger oder das Rennergebnis während der Etappe. Nicht erlaubt sind Wetten auf mikroskopische Ereignisse innerhalb der Etappe, etwa auf den nächsten Angriff in einer bestimmten Steigung. Welche Live-Märkte ein Anbieter konkret anbietet, steht in seinem Live-Programm während der Etappe.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?
Bei einer Quote von 4,00 auf den Gesamtsieger und einem Einsatz von 10 € ergibt sich eine Auszahlung von 40 € bei einem Gewinn von 30 € im Erfolgsfall. Die Quote spiegelt nicht die objektive Wahrscheinlichkeit wider, sondern das Angebot des Buchmachers. Die Marge ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden insgesamt eingesetzt haben, und dem, was der Buchmacher insgesamt auszahlt. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei Ausgängen zu je 1,90 schüttet der Buchmacher rechnerisch 95 Cent pro eingesetztem Euro zurück, die Marge beträgt 5 %. Bei größeren Feldern wie dem Gesamtsieg liegt die Marge höher, oft zwischen 6 % und 8 %.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie ein Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, steht in seinen Bedingungen: Manche Anbieter ziehen 5,3 % vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, manche geben die Steuer gar nicht weiter. Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an und ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
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