US Open Wetten 2026: Anbieter mit deutscher Erlaubnis, Quoten und Tipps zum Hartplatzturnier in New York
Stand der Daten: 17. Oktober 2026; Lizenzangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Wer in Deutschland auf die US Open wetten will, bewegt sich in einem eng gesteckten Rahmen: nur Anbieter mit deutscher Erlaubnis dürfen hier Sportwetten vermitteln, und der Nachweis steht auf einer einzigen Liste. Dieses Turnier hat überdies ein paar Eigenheiten, die jede Wette beeinflussen – der Belag in Flushing Meadows, der Tiebreak bis zehn Punkte im entscheidenden Satz und der Spielplan, der sich über zwei Wochen hinzieht. Was folgt, ordnet das Turnier ein, erklärt die Quoten, beschreibt die zehn Anbieter, die derzeit auf der Whitelist stehen, und rechnet die Marge an einem Beispielmarkt vor.
Was die US Open 2026 ausmacht – und warum das jede Wette beeinflusst
Die US Open fanden vom 30. August bis 13. September 2026 zum 145. Mal statt. Austragungsort ist das USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows–Corona Park in Queens, New York City. Gespielt wird auf Hartplatz – einem Belag, der seit 1978 verbindlich ist; davor standen Sand (1975–1977) und Rasen (1881–1974) auf dem Programm. Veranstalter ist die United States Tennis Association, das Turnier besteht seit 1881, damals noch im Newport Casino in Rhode Island. Das Herreneinzel 2026 gewann Alexander Zverev (Deutschland) gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2; das Dameneinzel entschied Jelena Rybakina (Kasachstan) gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2. Das Gesamtpreisgeld erreichte 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger erhielten jeweils 5,5 Millionen.

Für Wetten zählen drei Eigenschaften dieses Turniers mehr als die Historie. Erstens: Belag. Hartplatz ist schneller als Sand, der Ball springt höher und bestraft lange Ballwechsel weniger. Das begünstigt Spielerinnen und Spieler mit Aufgriffen – eine Eigenschaft, die sich über mehrere Matches hinweg stabilisiert. Zweitens: Spielplan. Qualifikation, Hauptrunde und Finale ziehen sich über zwei Wochen; wer früh auf einen Sieger setzt, hat seinen Einsatz sehr lang gebunden. Drittens: Tiebreak. Seit 2022 wird der Entscheidungssatz (dritter Satz Damen, fünfter Satz Herren) bei 6:6 mit einem Tiebreak bis zehn Punkte bei zwei Punkten Vorsprung entschieden. Davor galten die üblichen Sieben-Punkte-Tiebreaks. Das verändert Satzwetten: ein 6:7-Satz wird jetzt seltener, ein Tiebreak-Satz häufiger, und Buchmacher setzen ihre Linien entsprechend.
Das Arthur Ashe Stadium fasst 23.771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 für 180 Millionen US-Dollar ein schließbares Dach. Damit lassen sich Matches auch bei Regen durchspielen – ein Vorteil für Livewetten, weil Wetterunterbrechungen seltener werden. Rekorde im Einzel: William Larned, Richard Sears und Bill Tilden halten bei den Herren mit je sieben Titeln, Molla Mallory bei den Damen mit acht Titeln.
Turnier, Belag und Spielplan: warum die US Open als Wettbasis eigenständig sind
Wer US Open setzt, sollte den Spielplan kennen. Die ersten Runden bringen Außenseitersiege, weil die Ranglistenabstände groß sind; ab dem Achtelfinale treffen gesetzte Spielerinnen und Spieler aufeinander, die Quoten sinken, und Wetten auf den Turniersieger lohnen sich vor dem Viertelfinale kaum noch – es sei denn, man setzt auf einen Außenseiter für dessen späteren Lauf. Die zweite Woche ist auch die Wettwoche: viele Anbieter erweitern das Angebot an Märkten erst, wenn das Feld kleiner geworden ist.
Belag und Spielweise hängen zusammen. Auf Hartplatz in New York sind Aufgriff und Returnspiel wichtiger als auf Sand, wo Grundlinienduelle länger dauern. Wer Quoten auf den Turniersieger vergleicht, achtet auf die jüngste Form auf Hartplatz – nicht auf die Sandplatzsaison vor Wimbledon. Die Form auf Hartplatz ist die jüngste vor den US Open, oft durch die nordamerikanische Sommersaison gespielt.
Die Sonderregel im Entscheidungssatz hat eine direkte Folge für Satzwetten. Bei 6:6 wird nicht mehr bis 7 im Tiebreak gespielt, sondern bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Wer auf „Satz geht in den Tiebreak“ setzt, sieht seltener einen klassischen 7:6, dafür häufiger längere Tiebreaks mit mehr Mini-Breaks. Buchmacher ziehen ihre Linien entsprechend, die Quoten auf „Tiebreak im Satz“ sind in der zweiten Woche oft knapper als auf Sand.
Wetten auf den Turniersieger sind Kombinationen vieler Matches: der Sieger muss sieben Matches (Damen) bzw. sieben Matches (Herren) gewinnen, jedes mit eigener Quote. Buchmacher multiplizieren die Einzelquoten nicht eins zu eins – sie kalkulieren das Feld als Ganzes und passen die Siegerquote an die wahrscheinliche Wahrscheinlichkeit an. Genau darin liegt der Vorteil einer frühzeitigen Wette auf den Turniersieger: hat ein Außenseiter eine hohe Einzelquote, sinkt sie über die Runden, wenn das Feld schrumpft.
Wettarten und Quoten bei den US Open: Sieger, Spielsieger, Sätze und Handicap
Auf die US Open bieten deutsche Buchmacher im Wesentlichen vier Wettarten an. Sie unterscheiden sich im Risiko, in der Quote und in der Marge, die der Anbieter einbehält.
Der Turniersieger ist die bekannteste Wette. Wer auf Alexander Zverev vor dem Halbfinale setzte, hatte eine deutlich höhere Quote als im Finale selbst – der Preis sank, je näher das Finale rückte. Die Quote multipliziert den Einsatz; bei 2,10 und 100 € Einsatz liegt der Bruttoertrag bei 210 €, der Reinerlös bei 105 € abzüglich Wettsteuer, falls der Anbieter sie vom Gewinn abzieht. Die Quote enthält eine Marge – das ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem gesetzten Euro behält, im Gegenwert zur Auszahlungsquote (1 minus Marge).
Spielsieger ist die Standardwette auf ein einzelnes Match. Wer auf einen Favoriten setzt, bekommt eine Quote zwischen 1,20 und 1,60; Außenseiter bringen 2,50 bis 4,00. Bei ausgeglichenen Matches nähern sich beide Quoten der 2,00. Die Marge bei Zwei-Wege-Märkten liegt meist zwischen vier und acht Prozent – das ist das, was der Buchmacher im Schnitt behält, unabhängig vom Ausgang.
Satzwetten zielen auf den Ausgang eines einzelnen Satzes oder auf den Tiebreak. „Satz 1 geht in den Tiebreak“ hat bei den US Open seit der Regeländerung andere Quoten als auf Sand oder Rasen. Viele Anbieter kombinieren Satzwetten zu Spielwetten: „Zverev gewinnt 3:1 nach Sätzen“ ist eine eigene Wette mit eigener Quote, die alle Einzelsatzwahrscheinlichkeiten verrechnet.
Handicap-Wetten gleichen Favoriten und Außenseiter an. „Zverev −1,5 Sätze“ gewinnt nur, wenn er das Match ohne Satzverlust gewinnt; „Shelton +1,5 Sätze“ gewinnt auch bei 1:3 aus seiner Sicht. Die Quote ist höher als auf den Spielsieger, das Risiko auch. Bei den US Open sind Handicap-Wetten populärer als auf Sand, weil Hartplatz die Favoriten stärker begünstigt.
Quoten lesen heißt vergleichen. Eine Quote von 1,85 auf Zverev bei Anbieter A und 1,90 bei Anbieter B sind drei Prozent Unterschied im Ertrag – bei 100 € Einsatz sind das fünf Euro. Wer regelmäßig auf die US Open setzt, vergleicht die Quoten der Anbieter, die auf der Whitelist stehen, und nutzt die Differenzen. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter gezahlt, einige Anbieter ziehen sie vom Einsatz oder Gewinn ab, andere nicht – das steht in den jeweiligen Geschäftsbedingungen.
Was eine Quote wirklich bedeutet: Auszahlung und Marge im Beispiel
Eine Quote ist kein Preis für ein Match, sondern das Verhältnis von Einsatz zu Bruttoertrag im Gewinnfall. Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 50 € ist der Bruttoertrag 105 €, der Reinerlös 55 €. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg. Die Multiplikation Einsatz mal Quote ist die einzige Rechnung, die ein Tipper für eine Einzelwette braucht.
Was die Quote nicht zeigt, ist die Marge. Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die Auszahlungsquote aller möglichen Ausgänge unter 100 % liegt. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt (50:50-Chance) wäre die faire Quote 2,00 auf jeder Seite. Steht dort 1,90 zu 1,90, ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,952; die Marge ist 1 − 0,952 = 0,048, also rund fünf Prozent. Das ist der Anteil, den der Buchmacher im Schnitt von jedem auf diesen Markt gesetzten Euro behält. Bei 100.000 € Umsatz auf diesem Markt zahlt er 95.200 € aus und behält 4.800 €.
Für ein ausgeglichenes Zwei-Wege-Match mit Quoten 1,90 / 1,90 ergibt sich daraus eine Auszahlungsquote von rund 95,2 % und eine Marge von rund 4,8 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (z. B. Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg im Fußball) ist die faire Auszahlungsquote ebenfalls 100 %, der Buchmacher verteilt die Marge auf drei Quoten – sie liegt im Schnitt zwischen sechs und zehn Prozent. Bei Satzwetten und Handicaps ist die Marge höher, weil die Modelle komplexer sind und der Buchmacher einen größeren Sicherheitsaufschlag nimmt.
Was die Marge für den Tipper bedeutet: bei jeder Wette verliert er im Schnitt den marginalen Anteil der Marge. Wer 100 € zu Quote 2,00 auf einer 50:50-Wette setzt, gewinnt 200 € oder verliert 100 €; fair wäre 1,98 zu 1,98 (Auszahlungsquote 101 %, plus Marge). Die Marge ist der Preis für die Wette selbst – nicht der Gewinn des Buchmachers aus einem einzelnen Match, sondern sein Anteil am Markt.
Wie viel Marge ein Anbieter nimmt, ist auf der Seite selbst nicht ausgewiesen. Wer sie prüfen will, nimmt drei oder vier Quoten desselben Marktes, rechnet die Auszahlungsquote aus und vergleicht. Einige Anbieter veröffentlichen Vergleichsstudien – die Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025 listet Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins; Winamax bewirbt dies im Footer der eigenen Website.
Wett-Tipps für die US Open: was eine Einschätzung trägt und was nicht
Tipps auf die US Open folgen denselben Regeln wie Tipps auf andere Turniere. Sie sind keine Vorhersagen – sie sind Einschätzungen, die auf Form, Belag, Auslosung und Head-to-Head-Daten beruhen. Jede Einschätzung trägt einen Preis: die Marge des Marktes, auf dem sie umgesetzt wird, schmälert den Ertrag.
Form ist die jüngste Bilanz. Wer in den Wochen vor den US Open gut spielt, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, in New York zu bestehen, als jemand, der nur auf Sand stark ist. Auf Hartplatz zählt Aufschlag- und Returnstärke mehr als Ausdauer. Die Statistik zu Aufschlägen, Breakchancen und Tiebreaks liefert Anhaltspunkte – sie sind aber kein Ersatz für eine eigene Einschätzung. Belagwechsel sind kritisch: Spielerinnen und Spieler, die nach der Sandplatzsaison direkt in die Hartplatz-Saison kommen, brauchen Anlaufzeit; Quoten auf sie sind in Runde eins oft zu hoch.
Auslosung ist Pflichtlektüre. Eine schwere Auslosung drückt die Quote eines Außenseiters, eine leichte hebt sie. Wer auf den Turniersieger setzt, sollte wissen, in welcher Hälfte des Tableaus sein Favorit steht – ein Halbfinale gegen den Topgesetzten ist ein anderes Risiko als ein Viertelfinale gegen einen Qualifikanten. Head-to-Head-Daten haben bei den US Open ein anderes Gewicht als bei Masters-Turnieren: manche Spielerinnen und Spieler treffen sich selten auf Hartplatz, und die Statistik ist dünn. Hier helfen Spielerprofile aus ATP, WTA und ITF.
Livewetten sind bei den US Open eingeschränkt. In Deutschland erlaubt die GGL nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Set während eines laufenden Matches – nicht auf den nächsten Punkt, den nächsten Aufschlag oder den nächsten Ballwechsel. Wer auf Tennis live wetten will, hat damit weniger Märkte als bei Fußball; die GGL zielt darauf, Manipulation und Spielsucht zu begrenzen. Livewetten sind bei Buchmachern mit deutscher Erlaubnis verfügbar, aber nur auf den erlaubten Komponenten.
Was eine Einschätzung nicht trägt: eine Wette auf den „sicheren Sieg“. Auch Topgesetzte verlieren in Runde eins – das ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei großen Turnieren. Wer auf einen Favoriten mit Quote 1,10 setzt, gewinnt im Schnitt 10 % pro Wette und verliert im Schnitt 90 % seines Einsatzes auf zehn Wetten – das ist die Marge des Marktes, und sie entscheidet, ob die Wette profitabel ist. Eine gute Einschätzung erkennt man nicht daran, dass sie oft gewinnt, sondern daran, dass sie im Schnitt über viele Wetten einen Ertrag über der Marge erzielt.
Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich
Wer in Deutschland auf die US Open wetten will, kann nur Anbieter nutzen, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Die Whitelist (Stand 02.10.2026) führt 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis; jeder Eintrag nennt eine .de-Domain und die ausstellende Gesellschaft, in den meisten Fällen mit Sitz in Malta. Eine .de-Domain allein beweist nichts – entscheidend ist der Eintrag auf der Whitelist. Die folgende Tabelle ordnet zehn dieser Anbieter nach Whitelist-Status und Dauer der Sportwetten-Erlaubnis; das Datum steht für die erstmalige Erteilung.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Interwetten | Whitelist-Eintrag, Interwetten Gaming Limited (Sliema, Malta) | 02.11.2020 |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag, Merkur Bets Malta Limited (St. Julian’s, Malta) | 06.11.2023 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag, 888 Germany Limited; Holding 888 Holdings PLC (Gibraltar), London Stock Exchange seit September 2005 | 30.06.2021 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag, Hillside (Europe) ENC (Ta’Xbiex, Malta) | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag, Greentube Betting Malta Limited; Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag, DZBT Operations Limited (Żebbuġ, Malta) | 22.08.2023 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag, LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag, Greenvest Betting Limited; Folgeerlaubnis 22.12.2022 | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag, ODDSET Sportwetten GmbH; Erlaubnis durch Regierungspräsidium Darmstadt vom 15.12.2022 | 18.11.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag, WINAMAX S.A.; bewirbt 0 % Wettsteuer und beste Quoten laut Odoxa-Studie 04/2025–08/2025 | 29.06.2021 |
Was die Tabelle nicht zeigt: die Marge jedes Anbieters auf Tennis-Märkten, die genauen Konditionen der Willkommensangebote und das Streaming-Angebot zu den US Open. Diese Punkte sind Anbieter-spezifisch und gehören in die einzelnen Abschnitte unten.
Interwetten – der erfahrenste Anbieter im Feld
Interwetten ist seit dem 02.11.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der GGL vertreten; Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta. Die Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Interwetten gehört zu den ersten Anbietern, die in Deutschland unter der GlüStV 2021 eine Erlaubnis erhielten, und ist seither durchgehend auf der Whitelist geführt. Der Anbieter bewirbt sich selbst als Wettanbieter mit Fokus auf Fußball und Tennis; das Tennis-Angebot enthält Sieger-, Satz- und Handicap-Wetten auf alle Grand Slams und ATP-Turniere.
Für die US Open bedeutet das: Interwetten führt Märkte ab Runde eins, die Quoten auf den Turniersieger werden frühzeitig angeboten. Wer das Turnier über die zwei Wochen spielt, kann bei Interwetten sowohl auf den Turniersieger als auch auf einzelne Matches setzen. Ein Vorteil für Vergleichs-Tipper ist die lange Whitelist-Historie – die Erlaubnis wurde vor sechs Jahren erteilt und zuletzt 2022 erneuert.
Das Willkommensangebot fällt bei Interwetten moderat aus. Die genauen Konditionen – Höhe, Umsatzbedingungen, Mindestquote, Frist – stehen auf der Anbieter-Website und sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausführlich beschrieben. Wer auf die US Open setzen will, sollte die Bedingungen lesen, weil eine Umsatzbedingung mit hoher Mindestquote für Tennis-Wetten hinderlich sein kann. Wer einen langjährig lizenzierten Partner für Tennis-Wetten sucht, findet in Interwetten einen soliden Anbieter mit Erfahrung seit den Anfängen der Whitelist.
MERKUR BETS – der Newcomer aus der Spielhalle
MERKUR BETS ist die Wettmarke der Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland vor allem für Spielhallen bekannt ist. Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta, ist seit dem 06.11.2023 auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt. Damit ist MERKUR BETS einer der jüngeren Einträge auf der Liste – die Erlaubnis wurde vor knapp drei Jahren erteilt, ohne dass bisher eine Folgeerlaubnis ausgewiesen ist.
Die Marke bringt die Erfahrung der stationären Spielhallen in den Online-Markt. Das zeigt sich im Angebot: MERKUR BETS setzt auf eine breite Auswahl an Sportarten und einen soliden Wettprogramm-Aufbau, mit Fokus auf Fußball, Tennis und Basketball. Das Tennis-Angebot enthält Märkte auf Grand Slams und ATP/WTA-Turniere, mit Sieger- und Satzwetten. Für die US Open ist MERKUR BETS dann interessant, wenn die Quoten zu Favoriten stabil bleiben und das Willkommensangebot die Wetten stützt.
Das Willkommensangebot bei MERKUR BETS richtet sich an Neukunden und enthält typischerweise eine Gratiswette oder einen Einzahlungsbonus; die genauen Beträge und Bedingungen werden auf der Anbieter-Website aktualisiert. Für Tipper, die einen Anbieter mit lokaler Verankerung und einer aktuellen Sportwetten-Erlaubnis bevorzugen, stellt MERKUR BETS eine interessante Option dar, die stationäre Tradition mit Online-Wetten verbindet.
888sport – der börsennotierte Anbieter mit breitem Programm
888sport ist die Sportwetten-Marke der 888-Gruppe; die Holding 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis wird über die 888 Germany Limited gehalten; die Whitelist führt die Marke seit dem 30.06.2021 mit einer Sportwetten-Erlaubnis, Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Damit ist 888sport seit fünf Jahren durchgehend auf der Whitelist vertreten.
888sport bietet ein breites Sportwetten-Programm mit Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Für die US Open führt der Anbieter Märkte auf alle Matches ab Runde eins, dazu Turniersieger-Wetten und Satzwetten. Das Willkommensangebot enthält üblicherweise eine Gratiswette oder einen Bonus auf die erste Einzahlung; die genauen Bedingungen sind auf der Website einsehbar. 888sport ist für Tipper geeignet, die einen etablierten, börsennotierten Anbieter mit Tennis-Schwerpunkt suchen.
Die börsennotierte Muttergesellschaft ist ein zweischneidiges Signal. Sie zeigt, dass 888sport zu einem größeren Konzern gehört, der Geschäftsberichte veröffentlicht; sie bedeutet aber nicht, dass die deutsche Marke automatisch besser aufgestellt ist als ein privater Anbieter. Wer auf die Quote schaut, vergleicht – nicht den Börsenkurs.
bet365 – der größte Anbieter mit deutscher Erlaubnis
bet365 ist international der bekannteste Online-Buchmacher; die deutsche Marke wird über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta betrieben. Die Whitelist der GGL führt bet365 seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis; die Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Damit ist bet365 seit fast sechs Jahren auf der Whitelist – so lange wie Interwetten und AdmiralBet.
Das Angebot auf die US Open ist bei bet365 besonders breit: Sieger-Wetten auf den Turniersieger, Spielsieger auf jedes Match, Satzwetten, Handicap, Over/Under Games und Kombiwetten. Dazu kommen Livewetten, soweit die GGL sie auf den erlaubten Komponenten zulässt – also auf das nächste Set, nicht auf den nächsten Punkt. bet365 ist für Tipper geeignet, die das breiteste Tennis-Angebot und Livewetten suchen.
Das Willkommensangebot bei bet365 fällt großzügig aus, ist aber an Umsatzbedingungen gebunden. Wer die Bedingungen nicht liest, läuft Gefahr, den Bonus nicht freispielen zu können. Bei bet365 sollte man auf Mindestquoten und Fristen achten – sie sind in den Bedingungen ausführlich beschrieben. bet365 ist für Tipper geeignet, die einen Marktführer mit vollem Tennis-Programm suchen und bereit sind, die Bonusbedingungen zu lesen.
AdmiralBet – der Anbieter mit drei Erlaubnissen
AdmiralBet wird über die Greentube Betting Malta Limited betrieben; die Whitelist führt die Marke seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis, dazu Folgeerlaubnisse vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024. Damit ist AdmiralBet der einzige Anbieter im Feld mit drei Erlaubnissen ausgewiesen – ein Hinweis auf die Erneuerung der Genehmigung unter verschärften Auflagen nach 2021.
Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe, die in Österreich und Deutschland vor allem für Spielhallen und Glücksspiel bekannt ist. Das Angebot auf Tennis enthält die Standard-Märkte: Sieger, Sätze, Handicap. Für die US Open ist AdmiralBet dann interessant, wenn die Quoten zu Außenseitern besser sind als bei anderen Anbietern – hier lohnt sich der Vergleich. Das Willkommensangebot ist moderat; die genauen Bedingungen stehen auf der Anbieter-Website.
AdmiralBet ist für Tipper geeignet, die einen österreichisch-deutschen Anbieter mit Novomatic-Hintergrund suchen. Die drei ausgewiesenen Erlaubnisse sind ein Vertrauenssignal – sie zeigen, dass der Anbieter die Auflagen der GGL wiederholt erfüllt hat.
DAZN Bet – die Sportwetten-Marke des Streaming-Anbieters
DAZN Bet ist die Wettmarke des Streaming-Anbieters DAZN; betrieben wird sie über die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Żebbuġ, Malta. Die Whitelist führt DAZN Bet seit dem 22.08.2023 mit einer Sportwetten-Erlaubnis. Damit ist DAZN Bet seit rund drei Jahren auf der Liste – ein mittelalter Eintrag.
Die Verbindung zu DAZN als Streaming-Anbieter bringt eine Eigenheit: DAZN überträgt viele Sportarten live, und die Wettmarke profitiert von der Sichtbarkeit der Marke. Für die US Open bedeutet das: DAZN Bet führt Märkte auf alle Matches, dazu möglicherweise Livewetten im Rahmen der GGL-Regeln. Das Willkommensangebot ist DAZN-typisch – großzügig, aber mit Umsatzbedingungen. Wer auf Tennis setzt, sollte die Mindestquoten prüfen.
DAZN Bet ist für Tipper geeignet, die ohnehin DAZN-Kunde sind und das Sportwetten-Angebot ausprobieren wollen. Der Vorteil ist die Markenvertrautheit; der Nachteil, dass das Willkommensangebot an Umsatzbedingungen geknüpft ist.
LeoVegas – der Newcomer mit mobilem Fokus
LeoVegas ist international als Mobile-Casino-Anbieter bekannt; die Sportwetten-Marke wird in Deutschland über die LVSports Limited betrieben. Die Whitelist führt Leovegas.de seit dem 21.10.2024 mit einer Sportwetten-Erlaubnis – das ist die jüngste Erlaubnis im Feld. Eine Folgeerlaubnis ist bisher nicht ausgewiesen.
LeoVegas bietet ein breites Wettprogramm mit Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Das Tennis-Angebot enthält die Standard-Märkte. Für die US Open ist LeoVegas dann interessant, wenn das Willkommensangebot für Neukunden eine Gratiswette auf Tennis-Märkte vorsieht – die genauen Bedingungen stehen auf der Website. LeoVegas ist für Tipper geeignet, die einen mobil optimierten Anbieter mit aktueller Erlaubnis suchen.
Das Willkommensangebot bei LeoVegas richtet sich an Neukunden; typisch sind eine Gratiswette oder ein kleinerer Einzahlungsbonus. Die genauen Bedingungen werden auf der Anbieter-Website aktualisiert und sind in den AGB erläutert. LeoVegas ist der jüngste Anbieter im Feld – wer auf eine möglichst aktuelle Erlaubnis Wert legt, ist hier richtig.
NEO.bet – der Anbieter mit deutscher Marke
NEO.bet wird über die Greenvest Betting Limited betrieben; die Whitelist führt die Marke seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis, dazu eine Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Damit ist NEO.bet seit fast sechs Jahren auf der Whitelist – so lange wie AdmiralBet und Interwetten.
NEO.bet tritt mit einer jungen Marke auf, die in Deutschland und Österreich vermarktet wird. Das Tennis-Angebot enthält Standard-Märkte auf Grand Slams, ATP und WTA. Für die US Open ist NEO.bet dann interessant, wenn die Quoten auf Außenseiter besser sind als bei größeren Anbietern. Das Willkommensangebot enthält typischerweise eine Gratiswette; die genauen Bedingungen stehen auf der Website.
NEO.bet ist für Tipper geeignet, die einen mittelgroßen Anbieter mit deutscher Vermarktung suchen. Die Whitelist-Historie von fast sechs Jahren ist ein Vertrauenssignal – NEO.bet hat die Auflagen der GGL über zwei Erlaubniszyklen erfüllt.
ODDSET – der Anbieter der Lotto-Annahmestellen
ODDSET ist die Wettmarke der ODDSET Sportwetten GmbH; das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis am 15.12.2022, die Aufsicht führt die GGL. Die Whitelist führt die Marke seit dem 18.11.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis, dazu die Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
ODDSET ist über die Annahmestellen der Landeslotterien bekannt – in vielen Bundesländern kann man in der Lotto-Annahmestelle ODDSET-Scheine abgeben. Das Online-Angebot ist schmaler als bei großen Anbietern, aber solide: Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Für die US Open ist ODDSET dann interessant, wenn man einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung sucht und das Online-Angebot ausreicht. Das Willkommensangebot ist moderat; die genauen Bedingungen stehen auf der Anbieter-Website.
ODDSET ist für Tipper geeignet, die einen Anbieter mit Lotto-Verbindung suchen und auf die Verwurzelung im deutschen Glücksspielmarkt Wert legen.
Winamax – der Anbieter mit der Quotenstudie
Winamax ist die deutsche Marke des französischen Poker- und Wettanbieters Winamax; betrieben wird sie über die WINAMAX Société anonyme. Die Whitelist führt die Marke seit dem 29.06.2021 mit einer Sportwetten-Erlaubnis, dazu eine Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Damit ist Winamax seit fünf Jahren auf der Whitelist.
Winamax bewirbt im Footer der eigenen Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025. Nach dieser Studie lag Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins. Das ist eine konkrete Werbeaussage mit Quelle – sie ist nicht selbstverständlich, weil die Wettsteuer in Deutschland bei den meisten Anbietern vom Gewinn abgezogen wird und die Marge im Schnitt ähnlich ist.
Das Angebot auf Tennis ist bei Winamax breit: Sieger, Sätze, Handicap, Livewetten. Dazu kommt Winamax TV mit Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von allen vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL. Für die US Open bedeutet das: Winamax überträgt die Matches live, und das Streaming ist im eigenen Kundenkonto verfügbar – ein Vorteil für Tipper, die Matches und Wette parallel verfolgen wollen.
Winamax ist für Tipper geeignet, die einen Anbieter mit Live-Streams auf alle Grand Slams suchen und bereit sind, die Quoten-Studie als Marketingaussage zu lesen. Die Odoxa-Studie ist eine Drittquelle, nicht ein Test einer unabhängigen Verbraucherorganisation – wer die Quoten prüft, vergleicht selbst.
Rechtslage in Deutschland: Warum die Whitelist entscheidend ist
Die Rechtslage in Deutschland folgt dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Er überträgt die Aufsicht über Online-Sportwetten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL erteilt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV; sie überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Die zentrale Regel: Eine Sportwette in Deutschland darf nur von einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis vermittelt werden. Der Nachweis steht auf der Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV – einer Liste erlaubter Anbieter, die auf der Website der GGL öffentlich einsehbar ist. Die Whitelist führt Domain, Inhaber und Erlaubnisdatum; eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Liste hat zum 02.10.2026 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, dazu drei Inhaber rein für Pferdewetten; die Gesamtzahl der Listeneinträge liegt bei 30.
Was darf überhaupt gewettet werden? Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle innerhalb des Ereignisses erlaubt, als Einzel- oder Kombiwette. Das „Sportwettprogramm“ nach § 21 Abs. 5 definiert die erlaubten Wetttypen – die GGL legt fest, was angeboten werden darf. Livewetten nach § 21 Abs. 4 sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Tennis: nächstes Set ja, nächster Punkt nein. Im Fußball: nächstes Tor ja, nächste Ecke nein. Bar sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), auf manipulationsanfällige Wetten und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung.
Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Wer eine laufende Erlaubnis prüfen will, schaut auf das letzte Erteilungsdatum – ist es mehr als fünf Jahre her, ohne dass eine Folgeerlaubnis ausgewiesen ist, ist Vorsicht geboten. Die meisten Anbieter in der Übersicht „Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich“ haben zwischen 2020 und 2024 eine Folgeerlaubnis erhalten.
Spielerschutz: Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ein Konto mit voller Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung maximal 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein höheres Limit setzen (bis 10.000 €, bis 30.000 € für maximal 1 % seiner aktiven Spieler), aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen nach sieben Tagen. Parallel spielen ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). OASIS (§§ 8, 8a) ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate bei genannter Frist, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Was Offline-Anbieter nicht bieten: Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen – sie haben keine Möglichkeit, die deutsche Sperrdatei zu prüfen oder das deutsche Einzahlungslimit durchzusetzen. Sie können höhere Limits anbieten, aber sie bieten keinen deutschen Rechtsschutz im Streitfall. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten – so am 17. September 2026 in einer Mitteilung, in der „Platincasino“ als Beispiel genannt wird.
Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; im Ausgangsfall fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil steht noch aus. Wer heute auf einen Offshore-Anbieter setzt und verliert, hat im Streitfall eine offene Rechtsfrage – eine garantierte Rückzahlung ist das nicht.
Wettsteuer: was sie kostet und wer sie zahlt
Die Wettsteuer – offiziell Sportwettensteuer – ist in §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes (RennwLottG) geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19 RennwLottG). Das ist die entscheidende Aussage: gesetzlich schuldet der Anbieter die Steuer.
Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, steht in seinen Geschäftsbedingungen. Drei Modelle sind verbreitet: erstens, der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab – bei 100 € Einsatz und 5 % Steuer sind 95 € effektiv im Spiel; zweitens, der Anbieter zieht die Steuer vom Gewinn ab – bei Quote 2,10 und 100 € Einsatz bleibt ein Bruttogewinn von 110 €, abzüglich 5 % Steuer sind es 104,50 €; drittens, der Anbieter trägt die Steuer selbst – die Quote bleibt brutto. Winamax bewirbt ausdrücklich „0 % Wettsteuer“ und trägt die Steuer offenbar selbst; die meisten anderen Anbieter ziehen sie vom Gewinn ab. Die Behauptung „5,3 % vom Einsatz“ ist ungenau, da die Steuer auf den Wetteinsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) berechnet wird – der Veranstalter schuldet die Steuer und entscheidet über deren Umlage.
Was die Steuer für den Tipper bedeutet: Sie senkt den Ertrag jeder Wette um rund fünf Prozent. Bei einer Wette zu Quote 2,00 und einem effektiven Einsatz von 100 € vor Steuer sind 95 € im Spiel; bei einem Gewinn erhält der Tipper 190 € brutto, nicht 200 €. Die Marge des Buchmachers bleibt davon unberührt – sie wird im Marktpreis kalkuliert. Die Steuer ist ein zusätzlicher Faktor, der die Erträge schmälert, aber nicht die Wette selbst entscheidet.
Die Steuer gilt auch für Offshore-Anbieter. Eine Wettsteuer, die gezahlt wird, ist kein Beleg für eine Lizenz – das eine ist Finanzrecht, das andere Aufsichtsrecht. Wer auf einen Offshore-Anbieter setzt, zahlt möglicherweise dieselbe Steuer, hat aber keinen Schutz durch OASIS, LUGAS oder die GGL.
Verantwortungsvolles Wetten: Einzahlungslimit, Pausen und Sperrdatei
Wetten auf die US Open summieren sich schnell: zwei Wochen Turnier, zwei Matches am Tag pro Spielerin oder Spieler, dazu die zweite Woche mit mehreren Matches parallel. Wer auf zehn Matches setzt und im Schnitt 30 € pro Wette riskiert, gibt 300 € in zwei Wochen aus – und das ist nur die untere Grenze.
Das gesetzliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Es wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt – der Anbieter prüft bei jeder Einzahlung, ob das Limit überschritten würde. Ein höherer persönlicher Rahmen (bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €) ist möglich, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen Karenzzeit – das soll spontane Erhöhungen verhindern.
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei für problematisches Spielverhalten. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Frist an: mindestens drei Monate bei genannter Frist, sonst mindestens ein Jahr. Die Sperre gilt für alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis; ein Login auf einem Whitelist-Anbieter wird abgelehnt. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – für Situationen, in denen die Spielerin oder der Spieler merkt, dass eine Pause notwendig ist. OASIS wird bei Registrierung und bei jedem Login geprüft.
Wer auf Tennis setzt, sollte sich drei Regeln geben. Erstens: ein monatliches Budget, das unter dem Einzahlungslimit liegt und im Notfall auch ohne Wette finanzierbar ist. Zweitens: ein Pause-Tag pro Woche, an dem keine Wette platziert wird – die US Open sind zwei Wochen, sieben Tage pro Woche, das ist eine kontinuierliche Verführung. Drittens: kein Aufholen von Verlusten. Eine verlorene Wette ist verloren; eine neue Wette zur Kompensation verdoppelt das Risiko.
Was Online-Anbieter mit deutscher Erlaubnis außerdem bieten: Einzahlungs- und Verlustlimits auf Anbieter-Ebene, Realitätschecks, die alle 60 Minuten den Kontostand anzeigen, und die Möglichkeit, sich jederzeit selbst zu sperren. Wer diese Hilfen nutzt, schützt sich nicht nur vor Verlusten, sondern auch vor der Spirale aus „noch einer Wette“.
Sportwetten ohne Erlaubnis: warum Offshore-Anbieter in Deutschland riskant sind
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis dürfen in Deutschland keine Sportwetten vermitteln. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung; die GGL erkennt sie nicht an. Das Angebot solcher Anbieter richtet sich an einen internationalen Markt, nicht an den deutschen Rechtsraum.
Was Offshore-Anbieter anders machen: Sie haben keine OASIS-Anbindung, also keine bundesweite Sperrdatei. Sie haben keine LUGAS-Anbindung, also kein gesetzliches Einzahlungslimit. Sie haben keine deutsche Aufsicht, also keine Stelle, an die sich ein Spieler mit einer Beschwerde wenden kann. Sie haben oft höhere Limits und einen aggressiveren Bonus – was auf den ersten Blick verlockend klingt, aber den Spieler in eine Umgebung bringt, in der die Schutzmechanismen des deutschen Marktes fehlen.
Was die zivilrechtliche Seite zeigt: Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH die Frage vorgelegt, ob Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können. Der Generalanwalt hat diese Frage grundsätzlich bejaht. Ein Urteil steht aus; eine garantierte Rückzahlung ist das nicht. Wer heute auf einen Offshore-Anbieter setzt und verliert, geht ein zivilrechtliches Risiko ein, das es bei einem Whitelist-Anbieter nicht gibt.
Der Bundesgerichtshof hat den Fall am 25. Juli 2024 vorgelegt (Az. I ZR 90/23); der Generalanwalt hat am 19. März 2026 seine Schlussanträge gestellt (C-530/24). Das Urteil könnte die Rechtslage ändern – aber bis dahin gilt: Wer auf einen Offshore-Anbieter setzt, spielt ohne die Schutzmechanismen des deutschen Marktes und mit einer offenen Rechtsfrage im Streitfall.
Häufige Fragen
Welche Anbieter mit deutscher Erlaubnis nehmen Wetten auf die US Open an?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, darunter Interwetten, MERKUR BETS, 888sport, bet365, AdmiralBet, DAZN Bet, LeoVegas, NEO.bet, ODDSET und Winamax. Eine Wette ist in Deutschland nur bei diesen Anbietern rechtlich zulässig; eine .de-Domain allein reicht nicht, der Eintrag auf der Whitelist muss vorhanden sein.
Welche Wettarten werden auf die US Open angeboten?
Die wichtigsten Wettarten sind Turniersieger (Wette auf den Sieger des gesamten Turniers), Spielsieger (Wette auf den Ausgang eines Matches), Satzwetten (Wette auf den Ausgang eines Satzes oder den Tiebreak) und Handicap-Wetten (Wette mit fiktivem Vor- oder Rückstand). Kombiwetten kombinieren mehrere Einzelwetten zu einer Wette mit gemeinsamer Quote.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?
Der Bruttoertrag ist Einsatz × Quote; bei Quote 2,10 und 100 € Einsatz sind es 210 € brutto. Der Reinerlös ist Einsatz × (Quote − 1); im selben Beispiel 110 € abzüglich Wettsteuer, falls der Anbieter sie abzieht. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zur Gesamtquote.
Warum sind Live-Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis nicht erlaubt?
Die GGL erlaubt Livewetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten wie das nächste Tor oder das nächste Set. Im Tennis zählt der nächste Punkt nicht zu diesen seltenen Komponenten – er kommt zu häufig vor und wäre manipulationsanfällig. Die GGL zielt darauf, das Wettaufkommen pro Minute zu begrenzen.
Wie wirkt sich die Wettsteuer von 5,3 % aus?
Die Wettsteuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob der Anbieter sie vom Einsatz, vom Gewinn oder selbst trägt, steht in seinen Bedingungen. Bei 5 % effektiver Belastung auf 100 € Einsatz bleiben 95 € im Spiel; der Bruttogewinn bei Quote 2,00 sinkt von 200 € auf 190 €. Die Aussage „5,3 % vom Einsatz“ ist sachlich falsch.
Welche Rolle spielen Marge und Mindestquote bei Bonusaktionen?
Die Marge des Marktes entscheidet, was eine Wette im Schnitt kostet. Bei einer Marge von 5 % verliert der Tipper im Schnitt 5 € pro 100 € Einsatz. Die Mindestquote eines Bonus bestimmt, welche Wetten zur Umsatzbedingung zählen – eine Mindestquote von 1,80 schließt Favoriten-Wetten aus und führt den Tipper zu Märkten mit höherer Marge. Wer den Bonus freispielen will, achtet auf beide Werte.
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