DFB-Pokal Wetten 2026: Wo Pokalwetten legal sind und was sie kosten
Der DFB-Pokal 2026/27 wirft seine Schatten voraus. Sobald die erste Hauptrunde im August angepfiffen wird, suchen Wettende wieder nach Wettanbietern, die Pokalwetten, Livewetten und das Finale in Berlin quotieren. In Deutschland ist die Liste der erlaubten Anbieter kurz und verbindlich: die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vom 2. Oktober 2026. Wer dort nicht steht, nimmt in Deutschland keine Sportwetten entgegen – auch wenn auf der Seite ein .de im Namen steht.

Stand der Daten: 17. Oktober 2026; geprüft gegen die GGL-Whitelist, die das Gemeinsame Register am 2. Oktober 2026 als aktuellen Stand führt.
Spielplan des DFB-Pokals: was Wettende über die Saison wissen müssen
Der Wettbewerb wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften ausgetragen; die Erstaustragung war 1935 unter dem Namen Tschammerpokal. In der heutigen Form ist der Modus seit Jahrzehnten gleich: Eine Niederlage beendet den Lauf, ein Unentschieden nach 90 Minuten geht in die Verlängerung, danach ins Elfmeterschießen. Zum Teilnehmerkreis gehören 18 Bundesligisten und 18 Zweitligisten, die ersten vier der 3. Liga sowie 24 Mannschaften aus den unteren Ligen, in der Regel Verbandspokalsieger.

Das Finale wird seit 1985 im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Der FC Bayern München ist mit 21 Titeln Rekordsieger. Das DFB-Pokalfinale 2025 gewann der VfB Stuttgart mit 4:2 gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld; das DFB-Pokalfinale 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart. Der Sieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League.
Was das für die Wette bedeutet: jede Runde ist nur ein Spiel weit weg vom Aus. Ein Erstligist, der beim Drittligist gastiert, kann nach 90 Minuten schon zu Hause sitzen, wenn die Tagesform fehlt. Diese Ungewissheit verzerrt die Quoten – sie macht sie im Vorfeld einer Außenseiterpartie höher, im Vorfeld eines Klassenunterschieds niedriger, aber nie zuverlässig. Wer auf das Weiterkommen einer Mannschaft wettet, kauft sich in genau diese Streuung ein.
Runden und Rhythmus
Die erste Hauptrunde wird im August ausgetragen, das Finale folgt Ende Mai im Berliner Olympiastadion. Der Rhythmus – Hauptrunde, zweite Hauptrunde, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale – ist für Wettende wichtig, weil Wettanbieter die Tiefe ihres Wettprogramms daran ausrichten. Anbieter mit voller Whitelist-Erlaubnis bieten auf jeder Stufe Begegnungen aus dem DFB-Pokal an, häufig auch auf Spiele der noch laufenden Europapokal-Wettbewerbe, deren K.-o.-Logik der des DFB-Pokals ähnelt.
Wer die Saison verfolgen will, achtet auf zwei Termine: die Auslosung der ersten Hauptrunde, die regelmäßig Anfang Juni stattfindet, und das Halbfinale, das im April und Mai in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. Das Finale wiederum ist ein Einzelspiel ohne zweite Chance – und einer der wenigen Termine, an denen der Wettmarkt für ein deutsches Vereinsturnier tatsächlich Liquidität konzentriert.
Rechtslage: Wann eine DFB-Pokal-Wette in Deutschland zulässig ist
Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV 2021) die Materie. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und übt die Aufsicht aus (§ 28a). Die offizielle Whitelist (§ 9 Abs. 8) ist das einzige Mittel, mit dem eine gültige Erlaubnis nachgewiesen wird. Eine Konzession aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an unerlaubten Angeboten und hat am 17. September 2026 öffentlich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt.

Für Wettende heißt das: Whitelist-Eintrag ja oder nein. Wer dort steht, nimmt in Deutschland legal Sportwetten an. Wer dort fehlt, ist im Sinne des GlüStV unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1), auch wenn sich die Seite an deutschsprachige Kunden richtet, mit Euro arbeitet und im Footer „Lizenz aus Malta“ zeigt.
Was die Whitelist abbildet – und was nicht
Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und 3 reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; das ist notwendig, aber nicht hinreichend, denn nicht jeder .de-Inhaber ist erlaubt.
Die Erlaubnis wird für eine Domain erteilt – nicht für eine Holding, nicht für ein Logo, nicht für eine App. Eine Erlaubnis für Sportwetten bedeutet nicht, dass auf derselben Domain auch Slots, Poker oder Online-Casinospiele angeboten werden dürfen; das sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besagt nichts über das Sportwetten-Angebot.
Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre. Die Whitelist selbst zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Für die Frage, ob ein Anbieter heute erlaubt ist, ist nur das Vorhandensein des Eintrags entscheidend.
Livewetten: was erlaubt ist und was nicht
Der GlüStV begrenzt Livewetten nach § 21 Abs. 4 sehr konkret. Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt, „nächster Satz“ im Tennis ist erlaubt. „Nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball ist nicht erlaubt. Diese Einschränkung ist nicht Spielerei: sie ist der Grund, warum ein DFB-Pokalspiel im Livetool vieler Anbieter schmaler aussieht als das Ligaspiel gleicher Teams.
Über die Live-Regel hinaus ist Wetten auf Ereignisse verboten, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind – die GGL-Praxis behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsträchtige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung.
Werbung, Sportwettensteuer und Steuern der Wettenden
Werbung für unerlaubte Anbieter ist nach § 5 Abs. 7 verboten; werben darf nur, wer eine Erlaubnis besitzt. Die 6:00-bis-21:00-Uhr-Regelung (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt aber: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des Ereignisses im gleichen Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Praktisch sind das rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst. Die Aussage „5,3 % vom Einsatz“ ist also selten ganz richtig; wer es genau wissen will, liest die AGB des Anbieters.
Auf der Seite der Wettenden: Gewinne privater Spielteilnehmer sind gesetzlich nicht abschließend geregelt – allgemeine Information, im Zweifel Steuerberater fragen.
Spielerschutz: OASIS, Einzahlungslimit, Verifizierung
Der GlüStV 2021 hat den Spielerschutz im Sportwettenrecht neu geordnet. Drei Punkte treffen jede Pokalwette, unabhängig vom Anbieter.
Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter längstens 72 Stunden spielen lassen, mit Einzahlungslimit 100 € und ohne Auszahlung. Wer ein vollständig verifiziertes Konto hat, kann mit vollem Programm wetten – aber unter den Regeln, die das gemeinsame Limit und die Sperrdatei setzen.
Das gemeinsame Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Das Limit wird über die Limitdatei LUGAS technisch durchgesetzt. Ein Anbieter darf im Einzelfall auf bis zu 10.000 € hochsetzen, auf 10.000-30.000 € sogar für bis zu 1 % seiner aktiven Kundinnen und Kunden – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem. Bei Registrierung und Login prüft der Anbieter, ob ein Sperreintrag vorliegt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person eine Frist nennt; ohne Frist mindestens ein Jahr. Daneben gibt es den Panikbutton (§ 6i Abs. 3), der eine sofortige Sperre für 24 Stunden auslöst.
Parallelplay, also das gleichzeitige Wetten bei mehreren Anbietern, ist über die Aktivitätsdatei LUGAS (§ 6h) unterbunden. Ein- und Auszahlungen laufen ausschließlich von Zahlungskonten im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig.
Spielguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Offshore: Anbieter ohne GGL-Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Sie tragen das Einzahlungslimit nicht mit, bieten höhere Limits, kennen aber auch keine deutsche Sperre und keine deutsche Reklamation. Wenn das BAG oder die GGL Angebote sperrt, geschieht das mit Verbots- und Zahlungs- und Netzblockaden (§ 9). Die zivilrechtliche Seite ist offen: Der BGH hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme, nämlich wenn Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorübergehend nicht durchzusetzen. Eine Garantie für Rückzahlungen ist das nicht.
Livewetten und Cash Out beim DFB-Pokal
Livewetten auf den DFB-Pokal funktionieren technisch wie Livewetten auf jedes andere Fußballspiel – sind aber durch § 21 Abs. 4 GlüStV enger begrenzt als der Wettende es aus der Bundesliga kennt. Während das Spiel läuft, sind beim DFB-Pokal nur Wetten auf das Endergebnis erlaubt sowie auf das nächste Tor und ähnliche Komponenten, in denen das Ereignis selten ist. „Tor in den nächsten 5 Minuten“, „nächste Ecke“, „Handspiel“ – solche Mikromärkte entfallen im deutschen Live-Programm der Whitelist-Anbieter.
Cash Out ist im GlüStV nicht eigens geregelt. Ob und wie ein Anbieter Cash Out anbietet, ist seine eigene Produktentscheidung. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert in der Regel einen Abschlag auf den fairen Wert, weil der Anbieter mit dem vorzeitigen Verkauf eine Marge sichert. Im Kontext eines DFB-Pokalspiels – bei dem die Spannung über 90 Minuten hoch bleibt und es häufig in die Verlängerung geht – ist Cash Out eine Frage der eigenen Nervenlage, nicht zwingend des besseren Preises.
Wer während des Spiels noch quotiert
In der Praxis konzentriert sich das Live-Angebot auf das Endergebnis 1X2, gelegentlich auf Über/Unter 2,5, gelegentlich auf das nächste Tor. Viele Wettanbieter legen das Live-Tool nach 15 Minuten Spielzeit neu auf, sobald sich aus dem Spielverlauf ein klareres Bild ergibt. Die Quoten reagieren dann nicht nur auf das Resultat, sondern auch auf den Spielverlauf: ein Team in Überzahl, ein verschossener Elfmeter, ein Platzverweis – jeder Vorfall verschiebt die Kurve.
Wichtig für Wettende: Wer auf den Halbzeitstand oder das Ergebnis zur Pause wetten will, sollte prüfen, ob der Anbieter diese Märkte auch im Live-Programm führt. Manche Anbieter quotieren die Halbzeit nur vor dem Spiel und schließen den Markt beim Anpfiff. Beim DFB-Pokal, wo häufiger als in der Liga eine unterklassige Mannschaft 45 Minuten mithält, ist das ein erheblicher Unterschied.
Cash Out: worauf zu achten ist
Cash Out ist kein Muss. Es ist ein Hebel für Wettende, die ihre Position nicht halten wollen. Der Preis, den der Anbieter bietet, ist ein innerer Kurs – er kann günstig sein, wenn der Anbieter seine Position rasch abgeben will, oder teuer, wenn er Risiko trägt. Bei DFB-Pokalspielen mit klarem Klassenunterschied pendelt sich Cash Out meist auf einen Bruchteil des Einsatzes ein, sobald der Favorit führt.
Entscheidend ist: Cash Out löst den Wettschein auf. Wer den Wettschein weiter laufen lässt, behält die Chance auf den vollen Gewinn zu den ursprünglichen Quoten – und akzeptiert das Risiko, dass es anders kommt. Ein kluger Umgang mit Cash Out entscheidet sich nicht am Preis, sondern an der Frage, ob die ursprüngliche Wette noch zur eigenen Überzeugung passt.
Wettmärkte und Quoten beim DFB-Pokal
Die Wettmärkte reichen vom Spielausgang (1X2) über das Weiterkommen einer Mannschaft bis zum Pokalsieger als Outright. Dazu kommen Handicap, Über/Unter, Halbzeit/Endstand und in Spielen ohne klare Favoriten gelegentlich Doppelte Chance oder Asian Handicap.
Die Quote, die der Wettende sieht, ist nicht der „faire Preis“. Sie ist eine Marktmeinung des Anbieters, die einen Aufschlag enthält. Wer den Auszahlungsschlüssel kennt, sieht, wie viel vom Markt an die Wettenden zurückfließt und wie viel der Anbieter behält.
Beispielrechnung: Marge eines 1X2-Marktes
Ein Buchmacher bietet für ein Viertelfinale die Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 für 1 / X / 2 an. Hinter jeder Quote steht eine implizite Wahrscheinlichkeit; addiert man die Kehrwerte, ergibt sich die Überzahlung gegenüber 100 %.
Die Kehrwerte sind:
| Wettausgang | Quote | Kehrwert 1/Quote |
|---|---|---|
| 1 | 2,10 | 0,4762 |
| X | 3,40 | 0,2941 |
| 2 | 3,60 | 0,2778 |
Die Summe beträgt rund 1,0481. Der Auszahlungsschlüssel ist 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9540 – also rund 95,4 %. Die Marge des Anbieters liegt bei rund 4,6 % des Marktvolumens.
Das ist für einen 1X2-Markt eine enge Marge; im DFB-Pokal mit Außenseitern, die quotentechnisch besser dastehen als in der Liga, geht es gelegentlich noch enger zu. Bei Märkten mit mehr Ausgängen (Über/Unter, Handicap, exakte Ergebnisse) liegt die Marge typischerweise höher – bei Über/Unter zwischen 5 % und 8 %, beim exakten Ergebnis teilweise im zweistelligen Bereich. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Auszahlungsschlüssel im exakten Ergebnis unter 80 % liegt.
Was niedrige Quoten verraten – und was nicht
Bei Pokalspielen zwischen einem Bundesligisten und einem Viertligisten stehen die Quoten vor dem Spiel meist bei 1,10 bis 1,20 für den Favoriten, 7,00 oder höher für den Außenseiter. Das ist nicht in erster Linie eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit; es ist die Übersetzung der Quote in einen Geldbetrag, den der Favorit bei einer Wette von 100 € einbringen würde. Die Wahrscheinlichkeit liegt nach Modellrechnungen näher bei 80 % als bei den 91 %, die 1,10 impliziert.
Die Marge erklärt den Unterschied. Aber der Ausschlag ist auch die Risikoaversion des Anbieters: Wer auf einen Bundesligisten im Pokal gegen einen unterklassigen Gegner wettet, gewinnt 10 € auf 100 € Einsatz – wenn nichts passiert. Wenn etwas passiert, verliert der Anbieter den vollen Einsatz. Diese Asymmetrie fließt in die Quote ein. Wer auf den Außenseiter wettet, wird mit einer höheren Quote belohnt – und nimmt dafür die höhere Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens in Kauf.
Das ist der Grund, warum Pokalwetten gegen unterklassige Mannschaften oft niedrig quotiert werden, und warum die Marge solcher Spiele vergleichsweise eng ausfällt: Das Modell rechnet nicht primär mit dem Ausscheiden des Favoriten, und der Anbieter schützt sich gegen den Fall, dass es doch passiert.
Tipps und Strategien für Wetten auf den DFB-Pokal
Prognosen stützen sich auf Statistik, Formkurven und Auslosung, bleiben aber Einschätzungen. Ein sicherer Tipp existiert im K.-o.-System nicht – das ist die erste Aussage, die jeder Strategietext machen muss, und jeder, der sie übergeht, verkauft eine Wette mit falschem Versprechen.
Eine Strategie fängt nicht mit dem Tipp an, sondern mit der Auswahl des Spiels. Der DFB-Pokal ist ungleich dichter als die Bundesliga: jede Runde mischt Erstligisten mit Drittligisten, Halbfinalisten mit Kreispokalsiegern. Das Volumen ist hoch, die Verlässlichkeit der Quoten niedrig. Wer jedes Spiel tippt, gibt die Marge des Anbieters an jeden Wettrubel ab, den er setzt. Wer drei, vier Spiele pro Runde auswählt und den Rest auslässt, hat einen Vorteil: Er kann sich auf die Spiele konzentrieren, in denen das Datenmaterial am dichtesten ist.
Drei Routinen, die ohne Prophetie auskommen
Formkurve prüfen. Drei Spiele in Folge ohne Niederlage, Personalfragen, eine Sperre, eine Verletzung. Der DFB-Pokal hat höhere Kadertiefe als jedes Ligaspiel; Bundesligisten rotieren in den ersten Runden häufig, was ihre Formkurve verwischt. Wer nur die Tabelle liest, sieht die Spieler nicht, die tatsächlich auflaufen werden.
Auslosung und Heimrecht bewerten. Heimrecht im DFB-Pokal bedeutet Spiel beim unterklassigen Verein – auf einem Platz, der nicht Bundesliga-Niveau hat, vor einer Kulisse, die lauter ist als gewohnt. Das verzerrt Ergebnisse stärker als ein normales Heimspiel. Wer die Auslosung der ersten Hauptrunde liest, sieht die Hälfte der Antwort, bevor der Anpfiff ertönt.
Erwartungswert der Quote prüfen. Wenn ein Außenseiter mit 7,00 quotiert wird und die faire Wahrscheinlichkeit bei 15 % liegt, ist der Erwartungswert 1,05 – ein Longshot mit positiver Erwartung. Wenn die Quote 4,00 ist, liegt der Erwartungswert bei 0,60. Die Quote allein verrät es nicht; der Vergleich mit der eigenen Einschätzung tut es.
Wann das Weiterkommen die bessere Wette ist
Bei Bundesligist gegen Viertligist wird das Weiterkommen meist mit einer Quote um 1,05-1,10 quotiert – niedriger als der klassische Heimsieg. Das ist nicht immer günstig; es reflektiert die Tatsache, dass der Favorit das Weiterkommen fast nie verliert. Bei Duellen auf Augenhöhe (Zweitligist gegen Zweitligist, Halbfinale unter Bundesligisten) liegt das Weiterkommen typischerweise bei 1,60 bis 2,20 – höher, weil das Weiterkommen tatsächlich offen ist.
Die Frage ist, ob das Weiterkommen-Risiko dem Wettenden etwas bringt, was die klassische 1X2-Wette nicht bringt. Im Viertelfinale oder Halbfinale: ja. Im Halbfinale entscheidet das Weiterkommen über den Finaleinzug, ein Unentschieden nach 90 Minuten ist möglich; bei 1X2 wird in solchen Fällen typischerweise auf 1X2 nach Verlängerung gewettet, was die Vorhersage verzerrt. Wer auf das Weiterkommen wettet, lässt die Spielmechanik aus dem Wettschein heraus.
Wettanbieter für DFB-Pokal Wetten im Vergleich
Die folgende Liste vergleicht Anbieter, die auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 stehen. Sie ist keine Empfehlung. Sie zeigt, welche Marken in Deutschland legal Sportwetten anbieten, wo ihre Erlaubnis herkommt und seit wann sie besteht.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Interwetten | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); Betreiberin Interwetten Gaming Limited | ohne Datum |
| bwin | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | erste Erlaubnis 09.10.2020 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | ohne Datum |
| Tipico | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); Tipico Co. Limited | erste Erlaubnis 09.10.2020 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); 888 Germany Limited | erste Erlaubnis 30.06.2021 |
| bet-at-home | Whitelist-Erlaubnis (Sportwetten); Bet-at-home Internet Limited | Erlaubnis seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta | Erlaubnis seit 22.08.2023 |
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | Erlaubnis seit 22.04.2026 |
| bwin Premium | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta, Registernummer C92799 | ohne Datum |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag (Sportwetten); Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | Erlaubnis seit 06.11.2023 |
Die Tabelle zeigt nur die Erlaubnis, nicht das Wettprogramm, die Quoten oder den Live-Bereich jedes Anbieters. Diese Eigenschaften sind Teil der Produktentscheidung jedes Anbieters und ändern sich häufiger als die Whitelist. Wer vor dem Spiel steht, prüft beides: Whitelist-Eintrag für die Legalität und Anbieter-Programm für Tiefe, Quoten, Live-Tool, Cash Out.
Die folgende Vorstellung gibt einen Überblick zu ausgewählten Anbietern, die über eine Erlaubnis der GGL verfügen – Lizenz, sportlicher Bezug zum DFB-Pokal und eine Einschätzung der Produktschwerpunkte. Redaktionelle Bewertungen klammern Bonus-Codes, Willkommensangebote oder konkrete Promo-Aktionen aus, da diese vertragliche Details zwischen Anbieter und Kunde sind.
Interwetten
Interwetten gehört zu den Anbietern, die seit Jahren auf der Whitelist stehen. Der Lizenzhinweis führt die Interwetten Gaming Limited als Erlaubnisinhaberin; das Wettprogramm umfasst Fußball bis in die unteren Ligen, wozu der DFB-Pokal als zweithöchster nationaler Wettbewerb zählt. Für DFB-Pokal-Spiele bedeutet das: Vorrunde, Hauptrunde und Halbfinale sind quotiert, das Finale in Berlin ist Standard. Die Marge auf den klassischen Märkten bewegt sich im Branchenmittel.
Das Live-Tool ist im DFB-Pokal durch § 21 Abs. 4 GlüStV beschränkt; wie weit Interwetten das Tool im eigenen Programm öffnet, ist eine Produktentscheidung. Wer auf Livewetten Wert legt, sollte vor der Registrierung das Live-Programm prüfen – der DFB-Pokal ist nicht das Zugpferd der Fußball-Live-Wetten, und manche Anbieter beschränken sich auf das Minimum.
Interwetten ist die erste Wahl für Wettende, die eine langfristige Whitelist-Präsenz bevorzugen und ihr Wettverhalten eher an Quoten als an Live-Tools ausrichten.
bwin
bwin wird auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 unter der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, geführt; erste Sportwetten-Erlaubnis am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 23.12.2022. bwin gehört zu den Anbietern mit großer Produkttiefe im Fußball und quotiert regelmäßig auch Runden, in denen unterklassige Mannschaften gegen Bundesligisten spielen – inklusive Pokalrunden ab der ersten Hauptrunde. Das Live-Programm ist in der Bundesliga dichter als im DFB-Pokal, aber in den späteren Runden erreichen Pokalspiele vergleichbare Aufmerksamkeit.
Wettende, die auf bwin setzen, zahlen die Sportwettensteuer direkt: bwin zieht sie vom Einsatz ab, einzelne Aktionsmodelle waren in der Vergangenheit steuerfrei gestellt. Wie die aktuelle Praxis aussieht, regeln die AGB; was sich nicht aus den AGB ergibt, sollte vor der ersten Wette geklärt sein.
Die Beim BGH anhängige Frage (siehe oben Abschnitt zur Rechtslage) betrifft genau die Frage, wie mit Verlusten aus Zeiten vor der GGL-Erlaubnis umzugehen ist. bwin selbst ist nicht beklagt; das Beispiel zeigt nur, dass die Zivilrechtsprechung in Bewegung ist.
Wettende mit höherer Frequenz, für die eine breite Programmtiefe wichtiger ist als eine Spezialisierung auf den DFB-Pokal, finden hier ein stabiles Angebot.
bet365
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Im Fußball zählt bet365 zu den Anbietern mit durchgängig tiefer Marktstruktur – vom Bundesliga-Spiel über die zweite Reihe bis hin zum DFB-Pokal und europäischen Wettbewerben. Die Quoten auf Bundesliga-Niveau sind oft eng; in Randmärkten ist der Anbieter selten das günstigste Angebot. Im DFB-Pokal liegen Außenseiterspiele häufig in einem schmaleren Quotenkorridor als bei Mitbewerbern, was die Frage nach dem Erwartungswert einzelner Wetten aufwirft.
Das Live-Programm ist im Fußball breit, im DFB-Pokal enger als in der Bundesliga. Wer auf den DFB-Pokal live wetten will, sollte das Programm vorab prüfen. Cash Out und Live-Auszahlung sind dokumentierte Funktionen; über die genauen Modalitäten entscheidet jeder Anbieter selbst.
bet365 eignet sich für Wettende, die bereits ein Konto besitzen oder eine tiefgehende Fußballabdeckung suchen, unabhängig vom DFB-Pokal.
Tipico
Die GGL führt die Tipico Co. Limited als Erlaubnisinhaberin, erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022. Tipico ist im deutschen Markt seit Jahren Marktführer im stationären Geschäft; im Online-Segment ist der Anbieter stark, mit Werbepräsenz in Bundesliga-Stadien und im deutschen Fußball allgemein. Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Das spiegelt die Marktdurchdringung.
Wettende, die in Tipico einzahlen, können unter den Standardoptionen wählen; Tipico verzichtet nach eigenen Angaben auf eine direkte Belastung mit der Sportwettensteuer und legt sie stattdessen in die Quote – das ist eine Marketingaussage, kein Branchenstandard, und sie zu prüfen lohnt sich in den AGB.
Die Tipico-Prozesse rund um Verifizierung, OASIS und LUGAS entsprechen den Standards anderer Whitelist-Anbieter. Für das laufende Zivilverfahren: Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Die Frage liegt beim EuGH. Das Verfahren wirft kein aktuelles Licht auf die Erlaubnis, die seit 2020 besteht, hat aber eine politische Signalwirkung.
Der Anbieter ist für Wettende attraktiv, die einen stationären und online gleichermaßen starken Anbieter suchen und mit einer App-basierten Wettweise vertraut sind.
888sport
888sport wird auf der Whitelist unter 888 Germany Limited geführt; die Holding 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange. Die erste deutsche Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 30.06.2021, eine Folgeerlaubnis auf den 15.12.2022. 888sport tritt im deutschen Markt sichtbar, aber nicht dominant auf. Das Sportwetten-Programm ist Fußball-zentriert; wie tief die DFB-Pokal-Wetten ins Detail gehen, hängt von der jeweiligen Saison und der einzelnen Runde ab.
Wichtig ist die Frage, ob das Online-Casino-Angebot, das unter dem Dach von 888 läuft, auch in Deutschland erlaubt ist. Die Whitelist führt eine Sportwetten-Erlaubnis; ob das Casino-Angebot auf der Whitelist steht, ist eine andere Frage und sollte getrennt geprüft werden. Wer auf 888sport wettet, hat mit der Sportwetten-Erlaubnis ein reguliertes Konto; ein Wechsel ins Casino-Bereich ist nicht über dieselbe Erlaubnis gedeckt.
888sport richtet sich an Wettende, die eine internationale Marke mit solidem, aber nicht übermäßig tiefem DFB-Pokal-Programm schätzen, ohne auf den Whitelist-Status zu verzichten.
bet-at-home
Die GGL führt für Bet-at-home.de die Bet-at-home Internet Limited als Betreiberin; eine Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 02.11.2020, eine Folgeerlaubnis seit dem 22.12.2022, eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die österreichisch-maltaische Marke gehört zu den etablierten Online-Anbietern im deutschsprachigen Raum und ist im DFB-Pokal regelmäßig mit einem Standardangebot vertreten.
Der Anbieter ist bekannt für sein nüchternes Auftreten – wenig Marketing, viel Standardprogramm. Im DFB-Pokal bedeutet das: jede Runde ist quotiert, übliche Märkte sind im Wettprogramm, Live-Tool funktioniert im Rahmen der GGL-Regeln. Wer spezielle Funktionen wie umfangreiche Statistikmodule oder Live-Kommentar sucht, ist bei anderen Anbietern oft besser aufgehoben.
Das Bild ändert sich nicht von Saison zu Saison, und genau das ist der Punkt: Wer einen Anbieter mit stabiler Whitelist-Erlaubnis und ohne offensichtliche Schwächen sucht, findet in bet-at-home eine verlässliche Größe.
bet-at-home bietet eine solide Anlaufstelle für Wettende mit konservativer Strategie, die ein gefestigtes, auf die Whitelist gestütztes Angebot dem ständigen Anbieterwechsel vorziehen.
DAZN Bet
DAZN Bet wird auf der Whitelist unter der DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta, geführt; die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet besteht seit dem 22.08.2023. DAZN Bet gehört zu den neueren Marken im deutschen Sportwetten-Markt und profitiert von der Marken-Bekanntheit des Streaming-Anbieters DAZN. Wer ein DAZN-Abo hat, kennt das Logo, und genau darauf zielt der Marktauftritt.
Das Wettprogramm ist Fußball-zentriert; über die Tiefe des DFB-Pokal-Angebots entscheidet der Anbieter selbst. Markenstärke und Programmqualität sind nicht dasselbe – wer auf DAZN Bet wettet, sollte das Programm vorab prüfen, statt es vom Logo abzuleiten. Wie bei allen neueren Marken auf der Whitelist gilt: Mit dem Wachstum verändert sich das Angebot schneller als bei etablierten Anbietern. Was diese Saison gilt, kann in der nächsten Saison anders aussehen.
DAZN-Kunden finden hier einen Anbieter mit ähnlichem Marken-Anspruch, sollten jedoch keine spezifische Tiefe beim DFB-Pokal-Wettprogramm erwarten.
Bet3000
Die GGL führt für Bet3000 die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta; die Erlaubnis für Bet3000 besteht seit dem 22.04.2026. Damit gehört Bet3000 zu den jüngeren Whitelist-Einträgen, mit einer frischen Erlaubnis und dem Marktauftritt eines klassisch-stationären Wettbüro-Anbieters, der online expandiert. Die Erlaubnis umfasst Sportwetten; weitere Erlaubnis-Felder lassen sich aus dem Whitelist-Snapshot heraus nicht ableiten und müssen zur Aktualisierung der Whitelist erneut geprüft werden.
Eine neue Erlaubnis heißt nicht „neues Produkt“ – das Wettprogramm ist etabliert, weil der Marktauftritt schon länger besteht. Eine neue Erlaubnis heißt aber auch, dass die AGB an die GGL-Regeln angepasst sind und die Verifizierungsprozesse den aktuellen Standards entsprechen. Wer auf einen Anbieter mit frischer Erlaubnis setzt, sollte die Bedingungen genauer prüfen als bei einem seit Jahren etablierten Anbieter, weil mit der Erlaubnisanpassung oft auch Produktänderungen einhergehen.
Bet3000 ist geeignet für Wettende, die mit dem Auftritt vertraut sind und einen Anbieter mit einer formal sauberen, neuen Erlaubnis suchen.
bwin Premium
Hinter bwin Premium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, Registernummer C92799; die AGB datieren auf den 3. April 2023. Das Markenlabel bwin Premium ist im deutschen Markt weniger sichtbar als das klassische bwin-Logo, gehört aber zur gleichen Lizenzstruktur und nutzt dieselbe Whitelist-Erlaubnis. Der Marktauftritt hebt sich durch das Premium-Label ab; was genau unter dem Premium-Label läuft, regelt der Anbieter selbst.
Wichtig für Wettende: Wer auf bwin Premium wettet, ist mit derselben Erlaubnisstruktur konfrontiert wie bei bwin. Was sich unterscheidet, ist die Oberfläche und das Produktangebot – nicht die Whitelist-Frage, nicht OASIS, nicht LUGAS. Wer den Premium-Auftritt dem klassischen vorzieht, sollte prüfen, ob die spezifischen Vorteile des Premium-Labels (höhere Limits, andere Quoten, separates Bonus-Programm) tatsächlich auf das eigene Wettverhalten passen.
Für wen das Label taugt: Wettende, die innerhalb der bwin-Struktur den Premium-Auftritt bevorzugen.
MERKUR BETS
MERKUR BETS wird auf der Whitelist unter der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta, geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 06.11.2023. Das Markenlabel gehört zur MERKUR-Gruppe, die in Deutschland vor allem aus dem stationären Spielhallen-Geschäft bekannt ist. Der Online-Auftritt ist neuer, mit einer Whitelist-Erlaubnis seit Ende 2023.
Für Wettende, die einen Anbieter aus dem stationären Glücksspiel-Bereich kennen, ist MERKUR BETS ein vertrautes Label mit neuer Online-Erlaubnis. Das Programm ist Fußball-zentriert, mit klarer DFB-Pokal-Abdeckung in den Hauptrunden. Die Frage, ob die Programmtiefe mit der eines spezialisierten Sportwetten-Anbieters mithält, ist eine andere – sie hängt davon ab, was MERKUR BETS als Wettbewerbsvorteil versteht.
Für wen das Label taugt: Wettende, die einen stationären Hintergrund schätzen und einen Whitelist-Anbieter mit deutscher Konzernverankerung suchen.
Berechnung der Auszahlung: was eine Pokalwette wirklich zurückbringt
Eine Wette auf den DFB-Pokal unterscheidet sich rechnerisch nicht von einer Wette auf ein Bundesligaspiel. Eine einzelne Wette zahlt Einsatz × Quote als Brutto-Rückzahlung; abzüglich des Einsatzes bleibt der Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote.
Beispiel: 50 € Einsatz auf Heimsieg FC Bayern München gegen einen Zweitligisten, Quote 1,30. Brutto-Rückzahlung: 65 €. Netto nach Einsatz: 15 € Gewinn.
Beispiel Kombiwette: 20 € Einsatz auf drei Viertelfinalspiele, jede Einzelquote 1,80. Gesamtquote: 1,80 × 1,80 × 1,80 = 5,83. Brutto-Rückzahlung: 116,60 €. Netto: 96,60 € Gewinn.
Die Auszahlung ist nur ein Teil der Rechnung. Die andere Seite ist die Sportwettensteuer und die Frage, ob der Anbieter sie vom Einsatz abzieht, in die Quote einrechnet oder direkt vom Gewinn nimmt. Wer zehn Wetten à 50 € zu Quoten um 2,00 setzt und die Steuer vom Einsatz trägt, verliert pro Wette rund 2,52 €, also 50 × 5,3 / 105,3 = 2,52 € – bei einer Trefferquote von 50 % reicht das, um einen soliden Vorteil aufzufressen.
Was passiert bei Verlängerung und Elfmeterschießen
Wetten auf den Sieger eines Pokalspiels (1X2) werden in der Regel nach Ablauf der regulären Spielzeit ausgewertet, plus Nachspielzeit, aber ohne Verlängerung und Elfmeterschießen. Verlängerung und Elfmeterschießen sind in der Wette „Weiterkommen“ enthalten – sie sind die Mechanismen, mit denen eine Mannschaft trotz Unentschieden nach 90 Minuten die nächste Runde erreicht.
Was das für die Wette bedeutet: Wer auf 1X2 in einem Pokalspiel wettet, wettet auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Wer auf das Weiterkommen wettet, wettet auf den Ausgang des gesamten Spiels inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen. Wetten auf das exakte Ergebnis werden in der Regel nach 90 Minuten gewertet; auch hier zählt die Verlängerung nicht.
Über/Unter-Wetten verhalten sich ähnlich: Sie zählen das Tor in der Verlängerung mit, sobald das Spiel insgesamt betrachtet wird. Manche Anbieter geben den Markt „Über/Unter 2,5 – nur reguläre Spielzeit“ und einen separaten Markt „Über/Unter 2,5 – inklusive Verlängerung“. Wer auf den falschen Markt wettet, wundert sich nach 90+30 Minuten über eine andere Auszahlung als erwartet.
Mindestquoten, Umsatz und Bonusbedingungen
Wer einen Bonus oder eine Gratiswette nutzt, achtet auf die Mindestquote – die Untergrenze, ab der eine Wette für die Umsatzbedingungen zählt. Die Mindestquote liegt bei den meisten Anbietern zwischen 1,50 und 2,00; Kombiwetten müssen oft zusätzlich eine Mindestanzahl an Beinen enthalten. Wer unter der Mindestquote wettet, lässt den Einsatz aus der Umsatzberechnung fallen – und verlängert die Zeit, bis der Bonus freigespielt ist.
Wie viel Umsatz ein Bonus erfordert, ist Sache des Anbieters. Die Bedingungen stehen in den AGB, und nur dort. Wer einen Bonus annimmt, ohne die Bedingungen gelesen zu haben, zahlt in der Regel mehr Zeit als nötig, bis das Bonusgeld zu echtem Geld wird. Wer auf keinen Fall an Bonus-Aktionen teilnehmen will, kann bei den meisten Anbietern den Bonus ablehnen oder auszahlen lassen, was die Wettbedingungen vereinfacht.
Häufige Fragen
Wo kann auf das DFB-Pokalfinale live gewettet werden, und was ist bei Livewetten erlaubt?
Livewetten auf das DFB-Pokalfinale bieten alle Anbieter auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 an – bet365, bwin, Tipico, DAZN Bet, MERKUR BETS und weitere. Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor während des Spiels nach § 21 Abs. 4 GlüStV. Mikromärkte wie „nächste Ecke“ oder „nächste gelbe Karte“ entfallen im deutschen Whitelist-Programm.
Wo lässt sich legal auf den DFB-Pokalsieger wetten, und woran ist ein erlaubter Anbieter zu erkennen?
Legal auf den DFB-Pokalsieger wetten lässt sich nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Erkennbar ist ein erlaubter Anbieter am Eintrag auf glücksspiel-behoerde.de, nicht an Eigenwerbung mit Lizenzen aus Malta oder Curaçao. Die Whitelist führt pro Domain den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung; eine fehlende Eintragung bedeutet unerlaubtes Glücksspiel im Sinne des GlüStV.
Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Pokalwette aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer?
Die Brutto-Rückzahlung ist Einsatz × Quote; abzüglich Einsatz bleibt der Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und wird vom Anbieter entweder vom Einsatz abgezogen, in die Quote eingerechnet oder direkt vom Gewinn genommen. Die genaue Praxis steht in den AGB des jeweiligen Anbieters; ein pauschaler „5,3 % vom Einsatz“ trifft selten zu.
Wie werden Wetten gewertet, wenn ein Pokalspiel in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen geht?
1X2-Wetten zählen nur das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Elfmeterschießen werden nicht eingerechnet. „Weiterkommen“-Wetten berücksichtigen das gesamte Spiel einschließlich Verlängerung und Elfmeterschießen – sie sind der richtige Markt, wer auf den Finaleinzug wettet. Über/Unter-Wetten sind je nach Anbieter auf 90 Minuten oder inklusive Verlängerung definiert; die Marktbezeichnung verrät es.
Weshalb sind Quoten bei Pokalspielen gegen unterklassige Mannschaften oft niedrig, und was sagt die Marge darüber aus?
Eine niedrige Quote wie 1,15 auf einen Bundesligisten gegen einen Viertligisten liegt nicht nur an der Wahrscheinlichkeit, sondern auch an der Asymmetrie der Wette: Der Anbieter riskiert bei einer Niederlage des Favoriten den vollen Einsatz, gewinnt bei einem Favoritensieg nur einen Bruchteil. Die Marge ist in solchen Märkten enger als in ausgeglichenen Spielen, oft unter 5 %, weil der Anbieter sich gegen das Risiko eines Ausscheidens absichert. Niedrige Quoten sind also keine Aussage über die faire Wahrscheinlichkeit, sondern eine Mischung aus Wahrscheinlichkeit und Risikoabsicherung des Anbieters.
Was bewirken OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Wetten auf Pokalspiele?
Das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei technisch durchgesetzt. Wer den monatlichen Einsatz auf zehn Anbieter verteilt, kommt über die Summe, aber niemals über 1.000 € insgesamt, sofern die Anbieter deutsche Erlaubnis tragen. OASIS ist die Sperrdatei: Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate bei Fristangabe, sonst mindestens ein Jahr. Beide Mechanismen wirken nur bei Anbietern mit GGL-Erlaubnis; Offshore-Anbieter tragen sie nicht mit.
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