Wettanbieter mit Zimpler: Was erlaubte Anbieter in Deutschland taugen
Datenstand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Zimpler ist ein schwedischer Zahlungsdienst, der seit 2017 unter Aufsicht der Finanzinspektionen steht und grenzüberschreitende Zahlungen in Euro abwickelt. Bei deutschen Wettanbietern taucht der Name immer wieder auf, mal als „Pay by Bank“, mal als klassische Ein- und Auszahlung. Wer mit Zimpler einzahlen will, muss ein deutsches Konto auf den eigenen Namen nutzen, akzeptiert das gesetzliche Monatslimit von 1.000 € und sieht sich mit Anbietern konfrontiert, die Zimpler zwar anbieten, aber außerhalb der Whitelist operieren. Dieser Text sortiert, was lizenzierte deutsche Anbieter rund um Zimpler wirklich leisten, was eine Einzahlung kostet, wie schnell eine Auszahlung ankommt und welche Bonusregeln an der Zahlungsart hängen.
Verantwortungsvolles Spielen mit Zimpler
Zimpler ändert an der Spielersperre und am Einzahlungslimit nichts. Die 1.000 € pro Monat, die der Glücksspielstaatsvertrag 2021 als Standard gesetzt hat, laufen über die LUGAS-Limitdatei – einbezogen werden Einzahlungen unabhängig davon, ob sie per Überweisung, Karte, PayPal oder Zimpler kommen. Wer im Juni 700 € per Bankeinzug und 300 € über Zimpler einzahlt, hat sein Monatslimit aufgebraucht. Ein Wechsel der Zahlungsmethode verschiebt diese Grenze nicht.

OASIS, die bundesweite Sperrdatei, fragt jede Anmeldung und jede Wiederanmeldung ab. Eine Zimpler-Einzahlung hilft nicht, eine bestehende Sperre zu umgehen – lizenzierte Anbieter sind an OASIS angeschlossen, und ein Login nach einer Selbstsperre wird blockiert. Wer den Panikbutton drückt, bekommt sofort 24 Stunden Pause; an diese Sperre ist der Account gebunden, nicht die Zahlungsmethode.
Anbieter außerhalb der Whitelist werben häufig mit „Zimpler ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“. Das ist kein Komfortmerkmal, sondern der Hinweis, dass die Sperre und das Limit dort nicht greifen. Die GGL hat im September 2026 erneut vor illegalen Angeboten gewarnt und betont, dass solche Seiten in Deutschland keine Erlaubnis haben. Einzahlungen über Zimpler auf einer nicht lizenzierten Seite sind deshalb weder geschützt noch kontrolliert.
Boni und Freebets bei Zimpler-Einzahlung
Zimpler ist keine Bonus-Booster-Zahlungsmethode. Lizenzierte Anbieter werben nicht mit „100 % Bonus auf Zimpler“ – das wäre nach dem GlüStV für Sportwetten ohnehin nicht vorgeschrieben, aber auch operativ unüblich. Was Einzahlungen über Zimpler regelt, sind drei Dinge: die Umsatzbedingungen, die Mindestquote und die Frist, in der der Bonus freigespielt werden muss. Diese Werte stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedes Anbieters und sind nicht verhandelbar.

bpremium verlangt, dass der Bonus fünfmal und die zugehörige Einzahlung fünfmal umgesetzt werden, bevor Gewinne ausgezahlt werden dürfen. Die Wetten müssen dabei eine Dezimalquote von mindestens 1,7 erreichen. Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus bekommt, muss 1.000 € an qualifizierten Wetten platzieren – und das in einem Rutsch, weil das Angebot nur einmal nutzbar ist. Die Bedingung „Quote ab 1,7“ filtert Kombiwetten mit drei oder vier Beinen nicht automatisch heraus, aber niedrige Einzelwetten auf klare Favoriten schon.
Winamax geht einen anderen Weg: Die erste Einzahlung wird bis 100 € in Freebets verdoppelt. Die Freebets selbst haben keine Umsatzbedingung, aber die Einzahlung muss einmal zu einer Mindestquote von 1,05 umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Maximal 100 € der Einzahlung zählen für diese Umsetzung. Wer 200 € einzahlt, bekommt 100 € Freebets – und muss nur 100 € der Einzahlung freispielen, der Rest liegt direkt zur Auszahlung bereit, sobald er einmal zu Quote 1,05 gesetzt wurde.
Wer einen Bonus über Zimpler aktiviert, sollte drei Werte prüfen, bevor er einzahlt: die Umsatzfaktor (typisch 3x bis 5x), die geforderte Mindestquote (1,5 bis 2,0 ist üblich) und die Frist (sieben bis 30 Tage). Diese drei Werte machen den Unterschied zwischen einem Bonus, der mit gewöhnlichen Wetten freispielbar ist, und einem, der riskante Kombiwetten erzwingt. Wer den Bonus nicht innerhalb der Frist freispielt, verfällt ihn samt den daraus entstandenen Gewinnen.
Zahlungsabwicklung: Einzahlung, Auszahlung, Dauer
Zimpler arbeitet als Pay-by-Bank-Lösung: Die Einzahlung wird direkt vom hinterlegten Bankkonto abgebucht, eine Registrierung im Zimpler-Wallet ist nicht zwingend. Für die Auszahlung gilt, dass Geld nur auf das Konto zurückgehen kann, von dem es kam – das verlangt sowohl Zimpler als auch der Glücksspielstaatsvertrag. Wer also 50 € per Zimpler einzahlt und 200 € Gewinn hat, bekommt die Auszahlung auf dasselbe Bankkonto, falls die Verifizierung abgeschlossen ist.
Die Dauer einer Auszahlung hängt am Anbieter, nicht an Zimpler allein. Sportingbet gibt eWallet-Auszahlungen innerhalb von 8 Stunden frei, Banküberweisungen brauchen 3 bis 5 Werktage, Karten 2 bis 4 Werktage. Betway, das Zimpler nicht im Standardportfolio listet, schafft Auszahlungen auf das MyPaysafe-Konto in unter 24 Stunden. Das ist kein Zimpler-Wert, aber er zeigt, was bei Pay-by-Bank-Lösungen technisch möglich ist, wenn der Anbieter Bearbeitungszeiten kurz hält.
Mindestbeträge sind die zweite Stellschraube. AdmiralBet verlangt je nach Methode 5 € oder 10 € Mindesteinzahlung; Auszahlungen sind erst möglich, wenn die eingezahlten Beträge einmal eingesetzt wurden. Wettarena setzt die Mindesteinzahlung einheitlich auf 10 € für alle Methoden. Wer mit kleinen Beträgen testet, sollte darauf achten, dass die Einzahlung nicht nur oberhalb des Anbieter-Minimums liegt, sondern auch unterhalb des 1.000 €-Monatslimits, das die LUGAS-Datei kontrolliert.
Gebühren erhebt Zimpler nach eigenen Bedingungen keine – außer bei Währungsumrechnung. Was an Gebühren anfällt, kommt von der Bank oder vom Wettanbieter. ODDSET etwa zieht 5 % Quotenabschlag auf den Bruttogewinn, das ist eine Wettsteuer-Konstruktion, die unabhängig von der Zahlungsmethode läuft. Lizenzierte Anbieter müssen Bearbeitungsgebühren für Einzahlungen transparent ausweisen, was die meisten tun, indem sie ausweisen, dass keine anfallen.
Was Zimpler für die Auszahlung leistet, hat das Unternehmen selbst am 15. Mai 2023 angekündigt: sofortige grenzüberschreitende SEPA-Auszahlungen in Euro, auch nach Deutschland. Das bedeutet, dass der Betrag den Anbieter sofort verlassen kann – ob er das Konto des Spielers am selben Tag erreicht, hängt an der Bank. Viele Banken schreiben SEPA-Echtzeit nur werktags zwischen 8 und 20 Uhr gut; am Wochenende und an Feiertagen verzögert sich die Gutschrift.
Top-10: lizenzierte Wettanbieter mit Zimpler
Alle zehn Anbieter führen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV und sind auf der Whitelist der GGL verzeichnet (Stand 2. Oktober 2026). Die Tabelle zeigt, wer die Erlaubnis hält und seit wann die Sportwetten-Genehmigung besteht. Welche dieser Anbieter Zimpler tatsächlich als Zahlungsmethode anbieten, ist in den jeweiligen AGB oder im Kassenbereich hinterlegt – einheitlich publiziert wird das von keinem der Anbieter.
| Anbieter | Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| bpremium | Erlaubt | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Erlaubt | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Erlaubt | Betway Limited | 09.03.2021 |
| NEO.bet | Erlaubt | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Erlaubt | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Tiptorro | Erlaubt | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| bwin | Erlaubt | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Bet3000 | Erlaubt | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Winamax | Erlaubt | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Wettarena | Erlaubt | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
bpremium
Die Bonusstruktur von bpremium ist streng: Fünfmal Bonus, fünfmal Einzahlung umsetzen, Quote ab 1,7. Für einen 100 €-Bonus bedeutet das 1.000 € an qualifizierten Wetten. Wer den Bonus in 30 Tagen durchbringen will, muss täglich etwa 33 € setzen – machbar, aber kein Geschenk. Die Erlaubnis besteht seit Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Für Spieler, die mit Zimpler einzahlen, zählt: Solange die Quote 1,7 eingehalten wird, ist Zimpler eine zulässige Einzahlungsmethode.
Sportingbet
Sportingbet glänzt bei Auszahlungsgeschwindigkeit. eWallet-Auszahlungen wie PayPal, Skrill oder NETELLER werden innerhalb von 8 Stunden freigegeben, Banküberweisungen brauchen 3 bis 5 Werktage. Die Mindestauszahlung liegt bei 10 €, Bearbeitungsgebühren fallen keine an. Für Zimpler-Nutzer ist das relevant, weil das Verfahren ähnlich schnell läuft, wenn Zimpler als Bank-Methode gebucht wird. Die Erlaubnis datiert auf Oktober 2020, Folgeerlaubnis im Dezember 2022.
Betway
Betway ist nicht als Zimpler-Anbieter ausgewiesen, nutzt aber Paysafecard mit ähnlicher Logik: 5 € Mindesteinzahlung, 10 € Mindestauszahlung, Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto in unter 24 Stunden. Wer Zimpler-spezifische Zahlungswege sucht, wird hier nicht fündig – aber die Auszahlungsgeschwindigkeit zeigt, was bei Pay-by-Bank-Lösungen möglich ist. Die Erlaubnis besteht seit März 2021.
NEO.bet
NEO.bet tritt mit der Greenvest Betting Limited auf, gleiche Erlaubnisstruktur wie die anderen: Oktober 2020, Folgeerlaubnis Dezember 2022. NEO.bet bewirbt Zimpler nicht prominent, akzeptiert die Methode aber im Kassenbereich. Der Fokus liegt auf deutschen Sportwetten, Fußball dominiert das Wettprogramm.
DAZN Bet
DAZN Bet verlangt, dass alle verwendeten Zahlungsmethoden auf den Namen des Kunden registriert sind. Fremde Zahlungsmittel können zur Kontosperrung führen – ein Punkt, der bei Zimpler besonders relevant ist, weil Zimpler-Zahlungen über das eigene Bankkonto laufen. Die Erlaubnis datiert auf August 2023, was DAZN Bet zu einem der jüngeren lizenzierten Anbieter macht.
Tiptorro
Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die App ist über den App Store verfügbar und beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettenveranstalter unter GGL-Aufsicht. Erlaubnis seit Juni 2021, Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Zimpler ist Teil des Zahlungsportfolios, die genauen Limits sind im Kassenbereich hinterlegt.
bwin
bwin gehört zu den etablierten Namen auf der Whitelist. Die bwin (Deutschland) Limited hält die Erlaubnis seit Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis im Dezember 2022. bwin bewirbt Zimpler nicht in den Haupttexten, akzeptiert die Methode aber als Pay-by-Bank-Variante. Für Spieler, die bwin kennen und Zimpler gewohnt sind, ist das die Kombination aus Marke und Zahlungsweg.
Bet3000
Bet3000 hat die jüngste Ersterlaubnis der Runde: 22. April 2026. Die I.B.C. Sportsbetting Limited führt auch Wettarena. Eine so junge Erlaubnis bedeutet, dass das operative Geschäft gerade erst unter voller Whitelist-Aufsicht läuft – was Zahlungsmethoden betrifft, ist Zimpler in der Anfangsphase. Wer hier einzahlt, sollte prüfen, ob Zimpler schon im Kassenbereich auftaucht.
Winamax
Winamax bietet das einfachste Bonusmodell: Einzahlung verdoppeln bis 100 €, Freebets ohne Umsatz, Einzahlung einmal zu Quote 1,05 umsetzen. Die Freebets sind frei verfügbar, was Winamax für Spieler interessant macht, die keinen Bonusumsatz-Ärger wollen. Erlaubnis seit Juni 2021, Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Zimpler ist verfügbar.
Wettarena
Wettarena listet das breiteste Zahlungsportfolio der Runde: PayPal, Kreditkarte, Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay. Die Mindesteinzahlung beträgt einheitlich 10 €. Zimpler ist nicht prominent beworben, aber als Pay-by-Bank-Variante nutzbar. Wettarena trägt die gleiche Inhaberin wie Bet3000 (I.B.C. Sportsbetting Limited), Erlaubnis seit Oktober 2020.
Was Zimpler ist – und was es nicht ist
Zimpler ist 2012 unter dem Namen PugglePay gestartet, wurde 2016 umbenannt und erhielt 2017 die Lizenz der schwedischen Finanzaufsicht Finansinspektionen. Das Institut sitzt in Stockholm, darf Zahlungsauslösung, Kontoinformationsdienste und Zahlungsausführung im EU/EWR-Raum anbieten und nutzt dafür das Passporting-Verfahren nach dem schwedischen Zahlungsdienstegesetz. Im Oktober 2025 hat die Finansinspektionen Zimpler mit einer Verwarnung und 3 Millionen SEK Geldbuße belegt, weil das Unternehmen gegen das schwedische Geldwäschegesetz verstoßen hat. Bemängelt wurden fehlende Risikobewertungen für einen Dienst und für eine größere Zahl von Kunden. Zimpler bleibt lizenziert, arbeitet aber unter verschärfter Aufsicht.
Am 21. Oktober 2025 hat TrueLayer die Übernahme von Zimpler angekündigt; auf der Zimpler-Website ist zudem eine Mitteilung vom 3. März 2026 gelistet, wonach die Übernahme abgeschlossen ist. TrueLayer ist ein britischer Anbieter für Open-Banking-Zahlungen. Der Zusammenschluss verändert die Marke vorerst nicht, dürfte aber die Pay-by-Bank-Logik in den Vordergrund rücken.
Für Wettende bedeutet das: Zimpler ist eine Bank-zu-Bank-Zahlung, keine Wallet, kein Prepaid, keine anonyme Methode. Wer Zimpler nutzt, bezahlt direkt vom Girokonto, und die Transaktion trägt den Namen des Kontoinhabers. Genau das verlangt der Glücksspielstaatsvertrag: Zahlungen dürfen nur von einem Konto kommen, das auf den eigenen Namen läuft, und die auszahlende Bank muss den Empfänger identifizieren können. Zimpler erfüllt diese Anforderung, anonyme Methoden wie Bargeld oder manche Krypto-Wege tun es nicht.
Was Zimpler nicht ist: keine Kreditkarte, kein Prepaid-Produkt, kein Casino-Bezahldienst. Es ist eine regulatorisch saubere Brücke zwischen Bankkonto und Wettkonto – mehr nicht. Wer bei einem Anbieter einzahlt, der Zimpler nicht im Kassenbereich listet, kann die Methode nicht erzwingen. Lizenzierte Anbieter entscheiden selbst, welche Zahlungsmarken sie einbinden.
Rechtlicher Rahmen für Zimpler in Deutschland
Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erteilt und gilt für eine bestimmte Domain – nicht für eine Marke allgemein. Die Whitelist der GGL ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter legal ist. Stand 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber nicht jede .de-Domain steht auf der Whitelist. Die Domain allein beweist nichts.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Folgeerlaubnisse werden nachgeschoben – wer im Oktober 2020 die erste Genehmigung bekam, hat typischerweise im Dezember 2022 die Folgeerlaubnis erhalten. Eine fehlende Folgeerlaubnis auf der Whitelist ist ein Warnsignal; eine vorhandene Erlaubnis deckt nur die dort genannte Domain.
Für den Zahlungsverkehr gilt § 6b Abs. 4 GlüStV: Einzahlungen sind nur von einem Konto zulässig, das auf den Namen des Spielers läuft, und nur über Institute, die dem Geldwäschegesetz unterliegen. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – das schließt Bargeld, Kryptowährungen ohne Identitätsnachweis und manche Prepaid-Produkte aus. Zimpler erfüllt diese Anforderung, weil die Zahlung über das identifizierte Bankkonto des Nutzers läuft.
Die Wettsteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist – effektiv etwa 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an die Kunden weitergibt, steht in dessen Bedingungen. ODDSET etwa zieht 5 % vom Bruttogewinn ab, andere Anbieter tragen die Steuer selbst.
Spielerschutz: Teilnahme erst ab 18 (§ 4 Abs. 3), ein Konto pro Anbieter mit voller Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung gilt eine 72-Stunden-Phase mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Das reguläre Monatslimit liegt bei 1.000 € (§ 6c Abs. 1), durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. OASIS sperrt Teilnehmer zentral, die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate bei benannter Frist, sonst mindestens ein Jahr.
Illegale Anbieter – meist mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta – bieten in Deutschland Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis an. Sie sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, kennen kein 1.000 €-Limit und keine Beschränkung der Live-Märkte. Die GGL hat im September 2026 explizit vor solchen Angeboten gewarnt. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; die Frage liegt seit dem 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vor. Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 die Möglichkeit einer Rückzahlung grundsätzlich bejaht. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit nicht garantiert, aber die Richtung der Rechtsprechung zeigt, dass illegale Anbieter ein zivilrechtliches Risiko tragen.
Wie eine Zimpler-Einzahlung in der Praxis abläuft
Wer Zimpler zum ersten Mal nutzt, wählt im Kassenbereich des Wettanbieters Zimpler als Zahlungsmethode aus. Der Anbieter leitet weiter zu Zimpler, wo die Bankleitzahl oder die IBAN des Kontos abgefragt wird, von dem eingezahlt werden soll. Zimpler authentifiziert den Kontoinhaber über die übliche Online-Banking-Schnittstelle – in Deutschland läuft das über die PSD2-pflichtige starke Kundenauthentifizierung, also TAN, App-Bestätigung oder Fido-Key. Nach der Bestätigung wird der Betrag vom Konto abgebucht und dem Wettkonto gutgeschrieben. Die Gutschrift erfolgt in der Regel sofort.
Für die Auszahlung gilt: Geld geht zurück auf das Konto, von dem es kam. Wer 100 € per Zimpler eingezahlt hat, bekommt 250 € Auszahlung (Gewinn plus Einsatz) auf dasselbe Konto – nicht auf ein anderes. Die Bearbeitung beim Anbieter dauert je nach Anbieter zwischen wenigen Stunden und drei Werktagen. Danach übernimmt Zimpler die SEPA-Überweisung; bei Echtzeit-SEPA ist das Konto innerhalb von Sekunden belastet, sonst am nächsten Bankarbeitstag.
Was schiefgehen kann: Das Konto, von dem eingezahlt wird, muss auf den Namen des Wettkonto-Inhabers lauten. Einzahlungen vom Konto der Partnerin oder der Eltern sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV unzulässig. Zimpler prüft die IBAN und gleicht sie mit dem Namen ab – bei Abweichung wird die Zahlung abgelehnt. Wer ein Gemeinschaftskonto nutzt, sollte vorher prüfen, ob der Anbieter diese Kontoform akzeptiert.
Zweite Stolperfalle: das 1.000 €-Monatslimit. Zimpler-Einzahlungen zählen genauso wie andere Methoden. Wer im laufenden Monat schon 800 € über PayPal eingezahlt hat, kann nur noch 200 € über Zimpler einzahlen, bis das Limit am Monatsanfang zurückgesetzt wird. Das Limit gilt pro Person, nicht pro Zahlungsmethode.
Was eine Einzahlung über Zimpler kostet
Zimpler selbst nimmt keine Gebühr, außer bei Währungsumrechnung – wer in Euro einzahlt und auszahlt, zahlt nichts an Zimpler. Die Bank kann Gebühren erheben, etwa wenn das Konto kein kostenloses Online-Banking hat oder wenn eine SEPA-Überweisung bei einer ausländischen Bank Bearbeitungskosten auslöst. Bei deutschen Konten mit Standard-Konditionen fällt beides nicht an.
Was kostet, ist der Wettanbieter selbst – falls er Gebühren erhebt. Die meisten lizenzierten Anbieter werben mit „gebührenfreien Ein- und Auszahlungen“, aber das gilt nicht für jede Methode. Manche Anbieter berechnen bei Kreditkarten 1-2 %, bei Banküberweisungen gar nichts. Bei Zimpler ist die Gebührensituation uneinheitlich, weil Zimpler eine junge Zahlungsmethode im Wettbereich ist – der Anbieter entscheidet, ob er die Zimpler-Transaktion als normale Banküberweisung behandelt oder ob er eine Bearbeitungsgebühr aufschlägt.
Dazu kommt die Wettsteuer. ODDSET zieht 5 % vom Bruttogewinn ab; andere Anbieter tragen die Steuer selbst. Die Wettsteuer ist keine Zimpler-spezifische Gebühr, sondern betrifft jede Wette – egal, mit welcher Methode eingezahlt wurde.
Wer mit Zimpler einzahlt, sollte auf drei Posten achten: die Anbieter-Gebühr (steht im Kassenbereich oder in den AGB), die Wettsteuer (5 % vom Gewinn bei manchen Anbietern) und die Bank-Gebühr (in der Regel null bei deutschen Standard-Konten). Die Summe ist fast immer unter 6 % des Gewinns – höher wird sie nur, wenn der Anbieter eine separate Bearbeitungsgebühr für Zimpler verlangt.
Häufige Fragen
Welche lizenzierten Wettanbieter akzeptieren Zimpler?
Auf der GGL-Whitelist stehen 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis. Welche davon Zimpler als Zahlungsmethode anbieten, ist in den AGB oder im Kassenbereich hinterlegt. Unter den größeren Namen sind bwin, bpremium, Sportingbet, NEO.bet, DAZN Bet, Tiptorro, Winamax, Bet3000 und Wettarena vorzufinden – eine einheitliche Liste führt die GGL nicht. Prüfen Sie vor der ersten Einzahlung, ob Zimpler im Kassenbereich Ihres Anbieters auftaucht.
Muss das Zimpler-Bankkonto auf den eigenen Namen lauten?
Ja. § 6b Abs. 4 GlüStV erlaubt nur Einzahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Wettkonto-Inhabers läuft. Zimpler prüft die IBAN und den Kontoinhaber; bei Abweichung wird die Zahlung abgelehnt. Gemeinschaftskonten werden je nach Anbieter akzeptiert oder nicht – im Zweifel vorher den Support fragen.
Wie schnell kommt eine Zimpler-Auszahlung an?
Zimpler selbst wickelt die Auszahlung als SEPA-Überweisung ab. Die Bearbeitungszeit beim Anbieter liegt zwischen wenigen Stunden und drei Werktagen, abhängig vom Anbieter. Danach braucht die Bank in der Regel einen weiteren Bankarbeitstag – bei Echtzeit-SEPA geht es schneller, am Wochenende und an Feiertagen verzögert sich die Gutschrift. Mindestauszahlungen liegen meist bei 10 €.
Zählt Zimpler zum Monatslimit von 1.000 €?
Ja. Das Monatslimit von 1.000 € nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt für alle Einzahlungsmethoden zusammen, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer 700 € per Bankeinzug und 300 € über Zimpler einzahlt, hat das Limit aufgebraucht. Das Limit wird pro Person gezählt, nicht pro Zahlungsmethode.
Warum werben manche Seiten mit „Zimpler ohne OASIS“?
Weil sie keine deutsche Erlaubnis haben. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, an die nur lizenzierte Anbieter angeschlossen sind. Seiten, die mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ werben, operieren ohne deutsche Genehmigung – die GGL hat im September 2026 vor solchen Angeboten gewarnt. Wer dort einzahlt, hat keinen deutschen Rechtsschutz und keine Garantie, dass Gewinne ausgezahlt werden.
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