French-Open-Wetten 2026: Wer anbietet, was erlaubt ist und was ein Schein kostet
Stand: 17. Oktober 2026 · Lizenzen geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder
Die French Open 2026 sind gespielt. Alexander Zverev gewann das Herreneinzel am 7. Juni 2026 in Paris, Mirra Andrejewa das Dameneinzel, und die Quoten von damals lassen sich nur noch als Referenz lesen. Wer auf das nächste Roland-Garros-Turnier setzen will, muss sich trotzdem jetzt entscheiden — bei welchem Veranstalter, unter welcher Erlaubnis und zu welchen Bedingungen. Genau das sortiert diese Seite.

Das Turnier selbst gehört zu den vier Grand Slams und wird seit 1891 auf Sand ausgetragen. Der Modus mit Gewinnsätzen und Tiebreak prägt die Wettmärkte stärker als bei Hartplatzturnieren, weil ein Satzgewinn nicht zwingend ein Matchgewinn ist. Wer hier setzt, vergleicht nicht nur Quoten, sondern auch erlaubte Märkte, Livewetten-Regeln und die Frage, ob der Anbieter überhaupt eine deutsche Erlaubnis hat.
Der deutsche Markt ist nicht frei zugänglich. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt eine Whitelist, und nur wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, darf in Deutschland Wetten auf Profiturniere wie die French Open anbieten. Eine maltesische oder curaçaoische Lizenz ersetzt das nicht. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag spielt, sitzt auf einer Wette ohne deutsche Aufsicht, ohne OASIS-Sperre und ohne LUGAS-Limit — und riskiert nach bisheriger Rechtsprechung auch die Rückforderung seiner Einsätze.
Verantwortungsvolles Wetten bei den French Open
Sandplatzsaison ist lang. Die French Open laufen über zwei Wochen, das Herreneinzel beginnt erst spät, Qualifikation und Hauptfeld ziehen sich — und die Quoten ändern sich mit jedem Satz. Wer hier überlegt spielt, behält drei Dinge im Blick: das eigene Budget, die Anbietergrenzen und die Möglichkeit, jederzeit auszusteigen.

Budget und monatliches Einzahlungslimit
Die GGL schreibt seit dem Glücksspielbehörde-Staatsvertrag 2021 ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat vor, und zwar kumuliert über alle Anbieter, nicht pro Plattform. Das Limit wird über die zentrale Datei LUGAS geprüft, nicht vom einzelnen Buchmacher. Wer mehr einzahlen will, muss dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen — eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Für French-Open-Spieler heißt das: Wer mehrere Konten parallel nutzt, um die 1.000 € zu umgehen, verstößt gegen § 6h GlüStV und riskiert eine OASIS-Sperre. Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt parallelen Spielbetrieb.
Sperre und Ausstieg
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login geprüft, nicht erst beim Auszahlungswunsch. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der PANikbutton, den jeder Anbieter anbieten muss, sperrt das Konto 24 Stunden lang sofort, ohne Begründung, ohne Wartezeit. Wer nach einem verlorenen Satz den nächsten Tipp lieber nicht mehr setzen will, klickt den Button, loggt sich aus und ruht sich aus.
Hilfe bei problematischem Spiel
Wer merkt, dass das Wetten nicht mehr Unterhaltung ist, findet bundesweit anonyme Hilfe. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet eine Telefonberatung und Online-Beratung. Die Anbieter selbst verlinken auf jeder Seite auf Anlaufstellen, und OASIS-Sperren wirken plattformübergreifend. Eine Sperre ist keine Schwäche, sondern ein Werkzeug, das die Aufsicht genau für solche Fälle eingebaut hat.
Wettarten und Quoten auf die French Open
Tennisquoten sehen anders aus als Fußballquoten, und der Grund liegt im Modus. Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Eine Quote 1,50 auf den Matchsieg sagt wenig über den Spielverlauf, weil ein Satz Rückstand noch kein verlorenes Match ist. Wer auf Roland Garros setzt, nutzt vor allem drei Markttypen: Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten.
Siegwetten auf den Turniersieger
Die Siegwette wird vor oder während des Turniers platziert und gilt für das gesamte Turnier, nicht für einzelne Matches. Wer vor dem ersten Aufschlag auf Alexander Zverev oder Mirra Andrejewa setzt, bekommt höhere Quoten, weil das Feld noch breit ist. Wer erst nach den Halbfinals setzt, bekommt niedrigere Quoten auf den verbliebenen Spieler, aber das Risiko einer frühen Niederlage ist weg.
Eine Siegwette auf Zverev bei Quote 4,00 vor Turnierbeginn bringt bei 25 € Einsatz 100 € Bruttogewinn, also 75 € Nettogewinn zuzüglich Einsatz. Wer erst im Finale setzt, bekommt vielleicht Quote 1,40 auf Zverev und 2,80 auf Cobolli — beide Quoten zusammen ergeben über 100 %, weil die Buchmacher-Marge eingepreist ist.
Satzwetten auf Einzelsätze
Die Satzwette ist eine Livewette, die während eines laufenden Matches angeboten wird. Wer auf den Gewinn des nächsten Satzes setzt, achtet auf das aktuelle Break und die Aufschlagstärke. Auf Sand sind Satzwetten besonders tückisch, weil ein Break nicht gleich den Satz bedeutet — der Returner kann das Rebreak sofort schaffen, und der Satz kippt.
Handicapwetten und Satzvorsprung
Die Handicapwette gleicht unterschiedliche Spielstärken aus. Ein Buchmacher bietet Quote 1,85 auf Zverev mit -3,5 Spielen Handicap und Quote 1,95 auf Cobolli mit +3,5 Spielen. Wer auf Zverev -3,5 setzt, gewinnt nur, wenn Zverev am Ende vier Spiele mehr gewonnen hat als Cobolli. Auf Sand, wo Games oft lang sind, sind solche Wetten riskant, weil das Handicap schnell aufgeholt wird.
Wie die Marge den Preis frisst
Eine Quote ist kein faires Abbild der Wahrscheinlichkeit, sondern der Preis, den der Buchmacher anbietet. In jeder Quote steckt eine Marge, das ist der Anteil, den der Anbieter pro 100 € Umsatz einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit identischen Quoten 1,90 auf beide Seiten ist die Rechnung einfach: 1 geteilt durch (1/1,90 plus 1/1,90) ergibt eine Auszahlungsquote von rund 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei etwa 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (Sieg Spieler A, Spieler B, oder kein Sieg in zwei Sätzen Damen beziehungsweise drei Sätzen Herren) oder einem Spielwetten-Markt mit Satzvorsprung steigt die Marge oft auf 7 bis 10 %, weil mehr Ausgänge abgedeckt werden müssen.
Wer auf zwei Anbieter mit unterschiedlichen Margen setzt, bekommt für den gleichen Tipp unterschiedliche Quoten. Eine Marge von 4 % statt 6 % macht auf den ersten Blick wenig aus, summiert sich aber über ein ganzes Turnier. Wer 200 € auf verschiedene Matches verteilt, gewinnt oder verliert mit der niedrigeren Marge im Schnitt etwa 4 € mehr pro 100 € Einsatz — und das ohne bessere Tipps, nur durch die Wahl des Buchmachers.
Auszahlung und Steuer im Kopf
Eine Wette 50 € auf Quote 2,50 bringt bei Gewinn 125 € zurück, davon 75 € Gewinn. Davon zieht der Anbieter die Wettsteuer ab, sofern er sie an die Kundinnen und Kunden weitergibt. Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz minus die Steuer selbst, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Bei 50 € Einsatz sind das etwa 2,52 €, bei einem 100 €-Schein etwa 5,03 €. Ob der Anbieter die Steuer übernimmt oder durchreicht, steht in seinen Geschäftsbedingungen — manche Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“, andere schlagen sie auf die Quote.
Das Turnier: French Open 2026 im Überblick
Die French Open sind das Sandplatzturnier unter den Grand Slams. Die Plätze im Stade Roland Garros sind langsamer als Hartplatz, der Ball springt höher, und die Rallyes dauern länger. Das verändert die Wettmärkte, weil Favoriten auf Sand häufiger stolpern als auf schnelleren Belägen.
Austragungsort und Modus
Das Stade Roland Garros liegt im 16. Arrondissement von Paris und gehört dem französischen Tennisverband. Veranstalter der Grand Slams ist die ITF, die International Tennis Federation. Die French Open werden seit 1891 ausgetragen, zuerst unter dem Namen „Championnat de France international de Tennis“. Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel Chris Evert mit 7 Titeln.
Gespielt wird auf Sand, im Herreneinzel auf drei Gewinnsätze, im Dameneinzel auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak bis 7 gespielt. Im Entscheidungssatz, also im fünften Satz bei den Herren und im dritten Satz bei den Damen, gilt seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Regel haben alle vier Grand Slams einheitlich eingeführt, weil endlose Entscheidungssätze den Spielrhythmus und die TV-Übertragung sprengten.
Verlauf der Ausgabe 2026
Die French Open 2026 liefen vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026 in Paris. Das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber 2025. Die Sieger im Einzel erhielten jeweils 2.800.000 €.
Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev das Finale gegen Flavio Cobolli. Zverev ist der erste deutsche Sieger in Paris seit 1937 und der erste deutsche Grand-Slam-Sieger im Herreneinzel überhaupt. Im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa, die im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska antrat. Andrejewa ist eine Russin, die seit 2023 für Russland startet und mit 17 Jahren die jüngste Spielerin war, die in Paris das Finale erreichte.
Der Spielplan der French Open folgt einem klassischen Rhythmus. Die Qualifikation beginnt eine Woche vor dem Hauptfeld, das Hauptfeld startet an einem Sonntag, die zweite Woche bringt die Achtel- und Viertelfinals, das Finale des Dameneinzels am Samstag, das Finale des Herreneinzels am Sonntag. Wer während der zweiten Woche Livewetten platzieren will, sollte wissen, dass an den ersten drei Tagen oft Außenseiter die Favoriten ärgern, weil die Top-Spieler ihre Form erst finden.
Anbieter für French-Open-Wetten im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt zehn Anbieter mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026). Der Snapshot ist eine Momentaufnahme — wer setzt, prüft vor der ersten Einzahlung selbst, ob der Anbieter noch eingetragen ist.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Erste Sportwetten-Erlaubnis |
|---|---|---|---|
| Interwetten | Whitelist-Eintrag | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag | WINAMAX S.A. | 29.06.2021 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Die Erlaubnis wird vom Regierungspräsidium Darmstadt oder einer anderen zuständigen Behörde erteilt, die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale). Eine Folgeerlaubnis verlängert die ursprüngliche Erlaubnis um weitere fünf Jahre, danach muss neu beantragt werden. Das gilt für alle genannten Anbieter gleichermaßen.
Wer einen Anbieter sucht, der Tennis breit anbietet, achtet auf drei Punkte: die Zahl der Turniere im Wettprogramm, die Verfügbarkeit von Livewetten und die Tiefe der Märkte pro Match. Nicht jeder Anbieter, der die French Open listet, bietet auch Satzwetten oder Handicapwetten auf einzelne Spiele an. Manche Buchmacher konzentrieren sich auf die großen Spiele und lassen die Qualifikation aus.
Interwetten — der langjährige Wettanbieter
Interwetten ist seit 2009 auch in Deutschland aktiv, hat aber erst seit 2020 eine offizielle Erlaubnis nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag. Die Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist läuft seit dem 02.11.2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Interwetten bietet Tennis-Wetten auf alle vier Grand Slams und die regulären ATP- und WTA-Turniere, dazu Livewetten auf laufende Matches. Der Wettsteuer-Hebel ist klassisch: Interwetten zieht die Steuer vom Bruttogewinn ab, was bei hohen Quoten weniger schmerzhaft ist als eine prozentuale Kürzung des Einsatzes. Für French-Open-Spieler, die auf Turniersieger oder Satzwetten setzen, ist Interwetten eine solide Wahl mit großer Marktabdeckung.
ODDSET — die deutsche Traditionsmarke
ODDSET gehört zur Lotto-Toto-Gruppe und ist damit der einzige Anbieter in dieser Liste mit unmittelbarem staatlichen Bezug. Die Erlaubnis wurde am 18.11.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 15.12.2022. ODDSET bietet Tennis-Wetten auf die French Open, fokussiert sich aber eher auf den deutschen Markt und die populären Wetten. Die Quoten liegen im Mittelfeld, dafür ist der Anbieter seriös und gut reguliert. Wer einen unaufgeregten Buchmacher mit deutscher Konzernmutter sucht, ist hier richtig. Die French-Open-Saison wird voll abgedeckt, aber die Tiefe der Livewetten pro Match ist geringer als bei spezialisierten Anbietern.
Sportingbet — der Livewetten-Spezialist
Sportingbet wirbt auf der eigenen Seite mit einem „Konfigurator+“ und nennt Tennis neben Fußball, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker als feste Sportart. Die Whitelist-Erlaubnis läuft seit dem 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Für French-Open-Spieler heißt das: Sportingbet bietet Livewetten auf laufende Matches und einen Konfigurator, mit dem sich mehrere Wetten zu einer Kombiwette bündeln lassen. Wer gern mehrere Sätze oder Spiele in einer Wette kombiniert, findet hier das passende Werkzeug.
Tiptorro — die App-Variante
Tiptorro ist die Sportwetten-Marke hinter der App Tiptorro, die im App Store von der maltesischen Torro Tec Limited angeboten wird. Die Erlaubnis läuft seit dem 30.06.2021 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Tiptorro positioniert sich als mobile-first-Anbieter und richtet sich an Spieler, die unterwegs setzen. Die French Open sind im Wettprogramm enthalten, und die App erlaubt Livewetten auf Matches, die gerade laufen. Wer eine schlanke App ohne überladenes Web-Portal sucht, ist hier gut aufgehoben.
AdmiralBet — der österreichische Hintergrund
AdmiralBet wird in Deutschland von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, die auf der Whitelist mit einer ersten Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024 geführt wird. Die Admiral-Marke ist österreichisch und gehört zur Novomatic-Gruppe. AdmiralBet bietet Tennis auf allen großen Turnieren, die Quoten sind solide. Eine Besonderheit: AdmiralBet hat zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de, was nichts mit dem Sportwetten-Angebot zu tun hat. Wer Slots parallel zum Sportwetten spielen will, findet beides unter einer Marke, muss aber das Sportwetten-Konto vom Casino-Konto trennen.
Winamax — der Quoten-Spezialist
Winamax bewirbt sich im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025. Danach lag Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins. Die Whitelist-Erlaubnis läuft seit dem 29.06.2021 mit Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Winamax bietet mit Winamax TV einen Live-Stream-Service für die vier Grand Slams, alle ATP- und WTA-Turniere sowie La Liga, Serie A, Ligue 1 und andere Ligen. Wer French-Open-Spiele sehen und gleichzeitig Livewetten platzieren will, bekommt beides aus einer Hand. Die „0 % Wettsteuer“ ist ein klares Verkaufsargument, weil sie bei hohen Quoten mehr ausmacht als bei niedrigen.
bet-at-home — der österreichische Klassiker
bet-at-home ist eine österreichisch-maltaische Marke und wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die Erlaubnis läuft seit dem 02.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28.12.2022. bet-at-home deckt die French Open vollständig ab und bietet sowohl Siegwetten als auch Livewetten. Die Marke ist seit Jahrzehnten im deutschsprachigen Raum aktiv, was für eine gewisse Beständigkeit spricht.
DAZN Bet — der Neueinsteiger
DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Anbieters DAZN und wird in Deutschland von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, betrieben. Die Whitelist-Erlaubnis ist die jüngste in dieser Liste und gilt seit dem 22.08.2023. DAZN positioniert die Wettplattform als Ergänzung zum Streaming-Angebot, weil Sportfans ohnehin auf der Plattform sind. Die French Open sind im Programm, und wer DAZN ohnehin nutzt, hat mit DAZN Bet einen naheliegenden Anbieter für Livewetten.
888sport — der britische Hintergrund
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die Whitelist-Erlaubnis läuft seit dem 30.06.2021 mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. 888sport bietet Tennis-Wetten auf alle großen Turniere, die Quoten liegen im Mittelfeld. Der Anbieter eignet sich für Spieler, die bereits ein Konto bei 888 haben oder den britisch geprägten Stil schätzen.
NEO.bet — der Newcomer
NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben, die auf der Whitelist mit einer Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 geführt wird. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Quotenhöhe und hat in der Vergangenheit mit Best-Quote-Garantien geworben. Die French Open sind voll im Programm, und wer auf Turniersieger oder Livewetten setzen will, findet hier oft konkurrenzfähige Preise.
Rechtslage: Was erlaubt ist und was nicht
Sportwetten auf die French Open sind in Deutschland erlaubt, aber nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag spielt, bewegt sich in einer Grauzone, die nach derzeitigem Stand der Rechtsprechung sogar zur Rückforderung verlorener Einsätze führen kann.

Die GGL und die Whitelist
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die zentrale Aufsichtsbehörde für Sportwetten und Online-Glücksspiel in Deutschland. Sie führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV), in der alle Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen sind. Der Snapshot vom 02.10.2026 listet 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei weitere Inhaber mit ausschließlicher Pferdewetten-Erlaubnis. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis.
Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat, schaut auf die Whitelist. Sie ist öffentlich zugänglich und wird regelmäßig aktualisiert. Eine fehlende Eintragung bedeutet nicht automatisch eine illegale Tätigkeit, weil die Whitelist nur erteilte Erlaubnisse zeigt und nicht jede Anfrage abgearbeitet ist — aber die Beweislast liegt beim Anbieter, nicht beim Spieler.
Erlaubnis und Folgeerlaubnis
Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre. Danach muss eine Folgeerlaubnis beantragt werden, die ebenfalls fünf Jahre läuft. Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, nie ein Enddatum. Wer wissen will, ob die Erlaubnis noch läuft, prüft das Datum der jüngsten Folgeerlaubnis und rechnet fünf Jahre weiter. Die zehn Anbieter in dieser Liste haben alle mindestens eine Folgeerlaubnis, die jüngsten stammen aus dem Jahr 2024.
Was darf gewettet werden
§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt Wetten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während des Sportereignisses. Erlaubt sind Einzel- und Kombinationswetten, vorausgesetzt, der Wetttyp ist von der GGL genehmigt. Was die GGL genehmigt hat, steht im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 GlüStV.
Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Torschuss, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil erlaubt — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind nicht erlaubt. „Nächster Satz“ im Tennis ist erlaubt, „nächstes Spiel im Satz“ ist nicht erlaubt. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt, „nächste Ecke“ nicht.
Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren. Nach GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurwettbewerb und ist nicht wettbar. Manipulationen, Wetten auf Regelverstöße und Sanktionen sind ebenso verboten wie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. Auf E-Sports darf in Deutschland nicht gewettet werden, weil die GGL E-Sports nicht als Sport anerkennt. Auf virtuelle Sportwetten ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt, weshalb diese Seite dazu schweigt.
Spielerschutz: Alter, Verifikation, Limit
Teilnehmen darf nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter verlangt eine vollständige Verifikation, und pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt (§ 6a). Vor der Verifikation darf ein Anbieter das Konto für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € freischalten, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, kumuliert über alle Anbieter. Es wird über die zentrale Limitdatei LUGAS geprüft, nicht vom einzelnen Buchmacher. Ein Anbieter darf einem Spieler ein höheres Limit einräumen, wenn er dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann — bis 10.000 € ohne weitere Bedingungen, bis 30.000 € für maximal ein Prozent der aktiven Spieler. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Paralleles Spielen auf mehreren Konten ist nach § 6h verboten und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei erkannt. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der PANikbutton nach § 6i Abs. 3 sperrt das Konto sofort für 24 Stunden, ohne Begründung, ohne Wartezeit.
Zahlungen und Auszahlungen
Zahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind tabu, was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Angeboten fernhält. Die Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Geschäftsbedingungen. Kreditkarte, Banküberweisung, PayPal und Sofort sind üblich, aber nicht jeder Anbieter akzeptiert alles. Wer auf eine bestimmte Zahlungsmethode setzt, prüft das im Kassenbereich des Anbieters vor der Einzahlung.
Wettsteuer
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielerinnen und Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung und steht in seinen Bedingungen.
„5,3 % vom Einsatz“ wäre falsch. „5,03 % vom Einsatz“ ist die korrekte Angabe für die tatsächliche Belastung eines 100 €-Einsatzes, der rund 5,03 € Steuer ausmacht. Werbeversprechen wie „0 % Wettsteuer“ bedeuten, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt und nicht an die Kunden weitergibt. Wer wissen will, was seine Wette netto bringt, rechnet die Steuer immer vom Bruttogewinn ab, sofern der Anbieter sie durchreicht.
Werbung und Bonus
Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Ein Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht aber für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt oder mit Pflichtquoten versieht. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Diese Seite druckt keine Bonus-Codes und keine konkreten Angebote, weil sich Angebote schnell ändern und der konkrete Bonus nur auf der Anbieterseite aktuell ist.
Offshore-Anbieter und die Risiken
Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta, aber ohne deutschen Whitelist-Eintrag, dürfen in Deutschland keine Sportwetten auf die French Open anbieten. Wer dort spielt, sitzt auf einer Wette ohne deutsche Aufsicht. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt, darunter explizit „Platincasino“ und ähnliche Marken.
Strafrechtlich kann das Organisieren von unerlaubtem Glücksspiel nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB eine Straftat, wird aber in der Praxis nicht verfolgt. Die zivilrechtliche Seite ist ernster: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen. Eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen — was die GGL bislang nicht getan hat.
Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat kein Anrecht auf OASIS-Sperre, keine LUGAS-Limit-Datei und keinen deutschen Rechtsweg im Streitfall. Wer dort verliert, hat nach der bisherigen Tendenz der Gerichte sogar die Möglichkeit, seinen Einsatz zurückzufordern. Wer dort gewinnt, läuft Gefahr, dass die Auszahlung am fehlenden Treuhandkonto scheitert.
Häufige Fragen zu French-Open-Wetten
Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?
Alexander Zverev gewann das Herreneinzel der French Open 2026 im Finale gegen Flavio Cobolli. Mirra Andrejewa gewann das Dameneinzel im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals fanden am Finalwochenende im Stade Roland Garros in Paris statt, das Herreneinzel am 7. Juni 2026, das Dameneinzel einen Tag zuvor.
Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?
Siegwetten werden vor oder während des Turniers auf den Turniersieger platziert und gelten für das gesamte Turnier. Satzwetten sind Livewetten auf den Gewinn eines einzelnen Satzes während eines laufenden Matches und werden in Echtzeit angepasst. Handicapwetten gleichen Stärkeunterschiede aus, indem sie einem Spieler eine fiktive Vorgabe geben, etwa +3,5 Spiele oder -1,5 Sätze. Handicapwetten lohnen sich bei klaren Außenseitern, Satzwetten bei laufenden Matches mit erkennbarem Momentum, Siegwetten bei frühzeitigen Wetten auf den Turniersieger.
Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?
Während eines laufenden Tennis-Matches sind in Deutschland Livewetten auf das Endergebnis oder auf den nächsten Satz erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt, das nächste Spiel oder einzelne Ballwechsel sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht erlaubt. Auch Wetten auf den nächsten Aufschlag, das nächste Ass oder die nächste Doppelfehler sind verboten, weil sie zu häufige Ereignisse sind. Erlaubt sind Kombinationen aus erlaubten Wetten, etwa „Spieler A gewinnt den nächsten Satz und das Match“.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Wettsteuer?
Eine Wette von 50 € auf Quote 2,50 bringt bei Gewinn 125 € zurück, davon 75 € Nettogewinn. Die Wettsteuer von 5,3 % auf den Einsatz minus die Steuer selbst entspricht rund 5,03 % des Einsatzes, also etwa 2,52 € bei 50 €. Wenn der Anbieter die Steuer durchreicht, wird sie vom Bruttogewinn abgezogen. Wenn der Anbieter die Steuer selbst trägt, bleibt der Bruttogewinn unverändert. Wer „0 % Wettsteuer“ liest, sollte prüfen, ob das für alle Wetten gilt oder nur für bestimmte Märkte.
Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?
Die Whitelist führt jeden Erlaubnisinhaber mit der Domain, für die die Erlaubnis gilt, sowie dem Datum der Erteilung. Eine Sportwetten-Erlaubnis berechtigt zum Angebot von Wetten auf alle Sportereignisse, einschließlich Tennis-Turnieren wie den French Open. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder Online-Casino berechtigt nicht zu Sportwetten, und eine Pferdewetten-Erlaubnis erst recht nicht. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis für die gelistete Domain; wer dort fehlt, hat in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten.
Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?
Bei Aufgabe vor Beginn des Matches wird die Wette in der Regel erstattet, sofern die Geschäftsbedingungen nichts anderes vorsehen. Bei Aufgabe während des Matches hängt die Wertung vom Wetttyp ab: Siegwetten werden nach dem Stand zum Zeitpunkt der Aufgabe gewertet, wenn dieser Stand eindeutig war. Satzwetten auf bereits abgeschlossene Sätze werden gewertet, Satzwetten auf den laufenden Satz werden je nach Anbieter erstattet oder gewertet. Wer auf genau diese Spielsituation wettet, prüft die Regelung im Wettprogramm des Anbieters, weil die Wertung von Anbieter zu Anbieter variiert.
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