Beste EM-Wettanbieter: Wer in Deutschland legal auf die Europameisterschaft wetten darf

Updated Oktober 2026
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Stand der Daten: 17. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine große Stadiontribüne im Abendlicht.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt.

Eine Europameisterschaft 2026 gibt es nicht. Die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland, die nächste ist die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Wer in Deutschland auf das Turnier wetten will, ist damit an Anbieter gebunden, die auf der GGL-Whitelist stehen. Wer das nicht beachtet, spielt außerhalb des deutschen Rechtsrahmens — ohne OASIS-Sperrdatei, ohne LUGAS-Limitdatei und ohne die 1.000-€-Schranke, die für lizenzierte Anbieter gilt. Die folgende Übersicht stellt zehn Wettanbieter vor, die in Deutschland eine offizielle Sportwetten-Erlaubnis besitzen, und zeigt auf, was sie für Tipper zur Europameisterschaft bereithalten.

Was die EM 2024 gezeigt hat und was die EM 2028 verspricht

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen und insgesamt 51 Spielen. Spanien besiegte England im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 und holte den vierten Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Insgesamt sahen 2.681.288 Zuschauer die Spiele.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen neben einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Holztisch.
Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16.

Die nächste Endrunde, die EURO 2028, wird erneut mit 24 Nationen ausgetragen, diesmal in England, Schottland, Wales und Irland. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Gespielt wird wieder in sechs Vierergruppen, danach folgen Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale; ein Spiel um Platz drei findet nicht statt. Die Auslosung der zwölf Qualifikationsgruppen mit vier oder fünf Teams ist am 6. Dezember 2026 in Belfast; die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt.

Wer zwischen den Turnieren wetten will, setzt damit auf die WM 2026, die Bundesliga und die europäischen Wettbewerbe. Wer für die EURO 2028 plant, hat nach der Auslosung im Dezember 2026 ein erstes Bild der Gruppen — und damit eine erste Vorlage für Gruppenwetten, Siegwetten und Langzeitmärkte. Auf das Turnier selbst beginnt das Wettprogramm der Anbieter erfahrungsgemäß einige Wochen vor dem Anpfiff dichter zu werden; in der heißen Phase vor Turnieren sind Märkte wie Torschützenkönig, Gruppensieger und „ins Finale kommen“ üblich.

Seit 1960 wird die EM ausgetragen, alle vier Jahre. Von 1996 bis 2012 traten 16 Mannschaften an, seit 2016 sind es 24. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996). Rekordtorschütze des Turniers ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren.

Rechtslage in Deutschland: nur Whitelist-Anbieter sind erlaubt

Wer in Deutschland Sportwetten — auch auf eine Europameisterschaft — anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale). Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1). Sie steht nicht im Markt, sie steht auf einer Liste: der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Diese Liste ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Stift auf einem Schreibtisch im Licht einer kleinen Tischlampe.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus: 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewett-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain — aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, weil eine .de-Endung keine Lizenz verleiht. Die Liste führt zu jeder Domain auch den Inhaber, also das Unternehmen, das hinter dem Angebot steht. Eine erste Erlaubnis kann nach fünf Jahren verlängert werden; die Liste zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum.

Was auf einer solchen Erlaubnis stehen darf, regelt § 21 GlüStV: feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorgänge im Spiel, einzeln oder in Kombination. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Spiels nur auf den Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten mit seltenen Ereignissen erlaubt — „nächstes Tor“ im Fußball ja, „nächster Punkt“ im Tennis nein, „nächster Korb“ im Basketball nein. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auf E-Sport darf nach GGL-Auffassung nicht gewettet werden, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Die Auszahlung erfolgt erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Einen gesetzlichen Einsatzhöchstbetrag pro Wette gibt es nicht.

Die Konsequenz für eine Turnierwette: Wer auf Sieger, Torschützenkönig, Gruppensieger oder einzelne Spiele setzen will, ist bei jedem lizenzierten Anbieter gut aufgehoben — die hier verglichenen Marken tragen alle eine deutsche Erlaubnis. Wer Anbieter außerhalb der Whitelist nutzt, bewegt sich in einem unerlaubten Angebot nach § 4 Abs. 1 GlüStV; eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Wirkung, und die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten. Steuerrechtlich zahlt auch ein nicht lizenzierter Anbieter Wettsteuer, was allerdings keine Lizenz ersetzt.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und die 1.000-€-Schranke

Die deutsche Regulierung koppelt die Erlaubnis an einen engen Spielerschutzrahmen. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist nur ein Konto mit vollständiger Verifizierung zugelassen (§ 6a); bis zur Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für höchstens 72 Stunden mit einem 100-€-Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen erlauben.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt im Default 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Die technische Kontrolle läuft über die Limitdatei bei LUGAS, weshalb eine Einzahlung bei Anbieter A den Spielraum bei Anbieter B entsprechend verkleinert. Ein Anbieter darf für einzelne Spielerinnen und Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 € ohne weitere Bedingung, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundschaft —, aber nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen.

Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei (ebenfalls LUGAS) verboten. OASIS nach §§ 8, 8a ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird; eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Bezahlt werden darf nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen des Spielers lautet und bei einem Institut besteht, das dem Geldwäschegesetz unterliegt; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen — der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus lizenzierten deutschen Wetten heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Die Wettsteuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Sie ergibt sich aus §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, regelt der Anbieter selbst in seinen Bedingungen; pauschal „5,3 % vom Einsatz“ zu schreiben wäre falsch, weil die Bemessungsgrundlage bereits die Steuer herausrechnet. Gewinne privater Spielender sind steuerlich nicht abschließend geregelt; eine Steuerberatung klärt den Einzelfall.

Werbung und Bonus: Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach deckelt oder Umsatzbedingungen vorgibt; Beträge, Umsatz und Mindestquoten stammen allein aus den Bedingungen jedes Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite nicht abgedruckt; wer einen Bonus nutzt, liest die Bedingungen beim Anbieter selbst.

Boni und Freiwetten: was Marketingworte tatsächlich kosten

Ein „risikofreier“ Tipp, eine „Gratiswette“ und ein „100-%-Bonus“ sind Werbeversprechen, deren Preis in den Umsatzbedingungen steht. Bei einer klassischen Freiwette wird der Einsatz im Gewinnfall nicht ausgezahlt; der Wert der Wette ist also nicht der Nennwert, sondern der erwartete Gewinn aus diesem Nennwert auf einer gegebenen Quote. Bei einem Einzahlungsbonus mit Umsatzfaktor wird der Bonusbetrag — oder Bonus plus Einzahlung, je nach Klausel — mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt, bevor eine Auszahlung möglich ist; Einsätze, die unter der Mindestquote liegen, zählen häufig nicht oder nur teilweise. Eine Auszahlungs-Obergrenze für Gewinne aus einer Freiwette ist üblich und sollte vor der Platzierung gelesen werden.

Wer einen Bonus nutzt, sollte sich drei Zahlen anschauen: den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Drei kleine Beispiele: Ein 100-€-Bonus mit fünffachem Umsatz zu Mindestquote 1,80 erfordert 500 € Umsatz, der in den meisten Fällen innerhalb von 30 bis 90 Tagen geleistet werden muss. Eine 10-€-Freiwette zu Quote 3,00 auf einem ausgeglichenen Markt (Margenannahme 5 %) hat einen durchschnittlichen Wert von etwa 9,50 €, nicht 30 € — und der Einsatz von 10 € geht im Verlustfall leer aus, weshalb die Werbung mit „30 € gratis“ irreführend ist. Ein „Boost“ auf eine einzelne Quote verschiebt die Marge, ändert aber nichts daran, dass der Anbieter in jedem Preis einen Sicherheitspuffer eingepreist hat.

In der Praxis ist die wichtigste Frage, ob ein Bonus zum eigenen Wettverhalten passt. Wer ohnehin nur Einzelwetten auf Außenseiter platziert, kommt mit einer Mindestquote von 1,50 besser zurecht als mit einer Mindestquote von 2,00; wer Kombinationen bevorzugt, achtet darauf, dass die Mindestquote auch für die Systeme gilt, die er spielt. Wer kein Bonusgeld nutzen will, spart sich die Lesearbeit und spielt direkt mit Echtgeld — was bei vielen Anbietern die schnellere Auszahlung am Ende ist.

Mobile Wett-Apps: was eine EM-App können muss

Wer unterwegs auf ein Turnierspiel setzt, braucht eine App, die Registrierung, Einzahlung, Wettprogramm, Live-Wetten und Auszahlung in einem Rutsch erledigt — und im Stadion oder vor dem Fernseher nicht schlappmacht. Die Unterschiede zwischen den Anbietern liegen in der Detailtiefe: Cash-Out direkt im Wettschein, Konfigurator für Kombinationen, Push-Benachrichtigungen für Tore und Quotenbewegungen, sowie ein erkennbarer Spielerschutz-Bereich, in dem das eigene Einzahlungslimit, der OASIS-Status und die Selbstaussperrung sichtbar sind.

Vor der Registrierung sollte die App die Vollverifizierung sauber anbieten — Personalausweis, Adressnachweis und gegebenenfalls ein Video-Ident-Verfahren. Wer vor der Verifizierung spielt, hat die 72-Stunden-Frist und das 100-€-Limit. In der App sollte erkennbar sein, ob die Quelle eine Zahlung über ein eigenes Konto verlangt; Karten und Wallet-Zahlungen auf fremde Namen werden abgelehnt. Die Spiele selbst werden in der App mit Quotenverlauf angezeigt; wer auf Torschützenkönig, Gruppensieger oder „Spanien kommt ins Finale“ setzt, findet diese Märkte in der Regel unter Langzeitwetten.

Die Bedienung während des Spiels zählt: Eine Live-Wette auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder den Halbzeitstand ist im deutschen Recht nur dann erlaubt, wenn der Anbieter sie im Rahmen seines genehmigten Wettprogramms anbietet. Wer in der App einen „Boost“ auf eine Live-Quote sieht, sollte prüfen, ob der Markt überhaupt zulässig ist; nicht alles, was in der App auftaucht, ist erlaubt — und was erlaubt ist, wechselt je nach Sportart.

Live-Wetten und Cash Out: was die deutschen Regeln hergeben

Live-Wetten sind im deutschen Recht enger als in vielen anderen Märkten. Während eines laufenden Spiels darf nur auf den Endergebnis oder auf Komponenten wie das nächste Tor im Fußball, den nächsten Satz im Tennis oder vergleichbare Ereignisse in Sportarten mit seltenen Vorkommnissen gewettet werden. „Nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind nicht erlaubt. Die GGL prüft das Wettprogramm der Anbieter; was fehlt, darf nicht angeboten werden.

Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Gesetzes. Es gibt keine GGL- oder GlüStV-Regel, die Cash Out vorschreibt, verbietet oder standardisiert. Was ein Anbieter anbietet, ergibt sich aus seinen Bedingungen. Bei Betway etwa erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“, und der angezeigte Wert kann ganz oder teilweise ausgezahlt werden; der Mechanismus ist eine vorzeitige Auszahlung gegen eine vom Anbieter gesetzte Quote, nicht eine Garantie für einen Gewinn. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert eine Quote, die der Anbieter in dem Moment festlegt; sie liegt in der Regel unter dem Wert, den die Wette bei vollem Ablauf hätte, weil der Anbieter den vorzeitigen Ausstieg als sein Risiko einpreist.

Live-Wetten auf eine EM funktionieren über das genehmigte Wettprogramm. Während eines Spiels ist die Spanne dessen, was gesetzt werden darf, kleiner als in der Pre-Match-Phase: Endergebnis, nächster Treffer, Halbzeitresultat, Handicaps auf das Endergebnis — soweit im Programm. Märkte, die es in anderen Ländern gibt, etwa „nächste Ecke“ oder „nächste Karte“, sind in Deutschland in der Regel nicht im Programm, und der Anbieter, der sie anbietet, bewegt sich außerhalb seiner Erlaubnis. Wer Live setzt, achtet auf das Wettprogramm, nicht auf das, was die App anzeigt.

Prognosen und Strategie: was eine Quote leistet und was nicht

Eine Quote ist keine Vorhersage. Sie ist der Preis, zu dem ein Anbieter bereit ist, eine Wette anzunehmen, und sie enthält einen Sicherheitspuffer, die Marge. Wer eine Quote in eine Wahrscheinlichkeit umrechnen will, teilt eins durch die Quote: Eine Quote von 2,00 entspricht 50 %, eine Quote von 4,00 entspricht 25 %, und so weiter. Die Summe dieser reziproken Quoten über alle Ausgänge eines Marktes liegt wegen der Marge über 100 %; bei einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) sind Quoten von 2,10 / 3,40 / 3,60 ein typisches Beispiel. Die Auszahlungsquote dieses Marktes — der Anteil, den der Anbieter im Schnitt von jedem eingesetzten Euro zurückgibt — liegt nach der Formel 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) in der Bandbreite von etwa 92 bis 95 Prozent, der Rest ist Marge. Das heißt: Wer auf einem 1X2-Markt mit diesen Quoten setzt, verliert auf Dauer rund 5 bis 8 Cent pro Euro, und zwar unabhängig davon, wie gut seine Analyse ist. Das ist der Preis des Spiels.

Eine Turnierprognose entsteht aus drei Bausteinen: Form der Mannschaften über die letzte Saison, statistische Profile (Tore, Gegentore, erwartete Tore, Ballbesitz, Pressingintensität) und das Verletzungs- und Sperren-Tableau vor dem Turnier. Hinzu kommt der Kader- und Turnierverlauf: Ein Turnier ist ein Stresstest für konditionelle und taktische Stabilität, nicht für Ligadominanz. Eine Quote spiegelt das in Grenzen wider, aber sie spiegelt auch das Wettverhalten der Masse; ein Außenseiter, der in der öffentlichen Wahrnehmung unterschätzt wird, hat gelegentlich eine zu hohe Quote.

Was eine Quote nicht leistet: Sie sagt nicht, wer gewinnt. Sie sagt, wie der Anbieter den Ausgang im Verhältnis zu den anderen Ausgängen bewertet, und sie enthält die Marge. Wer aus einer Quote eine Sieger-Prognose ableitet, hat einen Preis in der Hand, kein Wissen. Wer aus zehn Quoten eine Tendenz ableitet, hat eine Tendenz in der Hand, kein Wissen. Wer Quoten vergleicht, kann einen Anbieter finden, der für seine Position besser zahlt als ein anderer; das ist der Wert von Quotenvergleichen. Wer aus Quoten den Ausgang eines Endspiels vorhersagen will, hat die Quote missverstanden.

Das Wettbudget ist die einzige Größe, die ein Spieler selbst in der Hand hat. Wer 50 € pro Turnierspiel setzt, hat nach sechs Spielen 300 € riskiert; wer 20 € setzt, 120 €. Die 1.000-€-Grenze des LUGAS-Limits ist eine Obergrenze, kein Ziel. Wer mit 100 € pro Monat auskommen will, achtet auf Quoten, die zu seinem Budget passen — Außenseiter-Quoten über 5,00 sind verlockend, aber das Geld, das in sie fließt, ist weg, wenn die Wette nicht gewinnt. Das ist die Grundregel: Quote und Einsatz so wählen, dass ein Verlust den Monat nicht zerstört.

Wettformen und Quotenarten: was der Markt für die EM bereithält

Eine EM-Wette kann vieles sein. Die häufigste Form ist die Einzelwette auf den Ausgang eines Spiels, typischerweise als 1X2 (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) oder als „Draw No Bet“ (Unentschieden als Rückzahlung des Einsatzes). Daneben stehen Doppelte Chance, bei der zwei der drei Ausgänge abgedeckt werden, und Handicaps auf das Torverhältnis. Über das Turnier hinweg kommen Langzeitmärkte hinzu: Sieger, Finalist, Halbfinalist, Gruppensieger, Gruppenzweiter, Torschützenkönig, „wer kommt ins Achtelfinale“, „wer scheidet in der Vorrunde aus“, „Anzahl Tore insgesamt“, „Anzahl Tore einer Mannschaft“, und je nach Anbieter Spezialmärkte auf einzelne Spielerinnen und Spieler.

Kombiwetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote; eine Kombi aus drei Beinen mit Quoten 2,00 / 1,80 / 2,50 hat eine Gesamtquote von 9,00. Der Reiz liegt in der hohen Auszahlung, der Preis in der Tatsache, dass jedes Bein einzeln gewinnen muss. Systemwetten erlauben es, eine Kombi so abzusichern, dass auch bei einem verlorenen Bein noch ein Gewinn übrig bleibt — etwa eine „Yankee“ (sechs Wetten aus vier Beinen) oder eine „Heinz“ (57 Wetten aus sechs Beinen). Der Einsatz vervielfacht sich entsprechend.

Die Marge steckt in jeder Quote. Bei einem Markt mit drei Ausgängen und einem ausgeglichenen Buch liegt sie typischerweise zwischen 5 % und 8 %; bei Spezialmärkten, Live-Wetten oder Langzeitwetten eher höher, weil das Wettvolumen geringer ist. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Margen, und der Anbieter mit der niedrigsten Marge im Hauptmarkt zahlt auf Dauer am meisten zurück. Ein Beispiel: Eine Quote von 1,91 gegen 1,85 auf einen Ausgang mit 50 % fairem Wert ist ein Unterschied von 0,06 € pro eingesetztem Euro; auf 1.000 € Einsatz sind das 60 € über das Jahr.

Wettsteuer und Marge sind zwei verschiedene Dinge. Die Wettsteuer wird vom Anbieter abgeführt, unabhängig vom Spielausgang; sie ist Teil des Preises, den der Anbieter kalkuliert, und sie kann in den Quoten eingepreist sein oder beim Einsatz abgezogen werden. Wer in Deutschland wettet, sieht in der Regel einen der beiden Wege: entweder die Quote ist um die Steuer reduziert (sichtbar als „Deutsche Quote“), oder der Einsatz wird um die Steuer gekürzt (sichtbar als „Einsatz minus 5,03 %“). Welcher Weg gilt, steht in den Bedingungen des Anbieters.

Top-10-Wettanbieter für die EM im Vergleich

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnis seit
Betway Whitelist — Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.03.2021
VBet Whitelist — SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023
ODDSET Whitelist — ODDSET Sportwetten GmbH, deutsche Erlaubnis RP Darmstadt 18.11.2020
Sportingbet Whitelist — Sportingbet (Deutschland) Limited, Malta 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist — Greentube Betting Malta Limited, Malta 09.10.2020
bpremium Whitelist — Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020
bet-at-home Whitelist — Bet-at-home.com Internet Limited, Malta 02.11.2020
NEO.bet Whitelist — Greenvest Betting Limited, Malta 09.10.2020
MERKUR BETS Whitelist — Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta 06.11.2023
bwin Whitelist — bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020

Die Tabelle zeigt die zehn Marken, die im Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis halten; alle Domains sind .de-Domains, alle genannten Inhaber sind in Malta oder Deutschland registriert. Die Erlaubnis-Daten beziehen sich auf die erstmalige Erteilung; etliche Marken haben zwischen 2022 und 2024 eine Folgeerlaubnis erhalten, die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Die unterschiedlichen Daten verraten weniger über die Qualität der Marke als über den Zeitpunkt, an dem das jeweilige Unternehmen den Antrag gestellt hat. Wer ein bestimmtes Datum für eine Folgeerlaubnis braucht, liest es in der Whitelist selbst nach; auf dieser Seite stehen die Erst-Erteilungen, weil sie alleine vergleichbar sind.

Betway

Betway ist auf der Whitelist mit der Hillside (Europe) ENC in Ta’Xbiex, Malta, verzeichnet; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Die Marke richtet sich an Spielende, die ein breites Wettprogramm suchen, Cash Out direkt im Wettschein und einen Konfigurator für Fußballkombinationen. Im Konfigurator „Konfigurator+“ lassen sich Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Kombiwette verbinden. Live-Wetten sind Teil des Angebots, soweit sie im genehmigten Wettprogramm liegen — also auf Endergebnis, nächste Komponente und ähnliches. Für eine EM bedeutet das: solide Auswahl im 1X2- und Doppelte-Chance-Bereich, dazu Langzeitmärkte, sobald das Turnier näher rückt. Wer mit dem Smartphone wettet, findet die App im App Store; wer ohnehin am Desktop spielt, kommt mit der Web-App zurecht. Die Marge auf Hauptmärkten liegt im üblichen Bereich, einzelne Quoten sind gelegentlich über Marktniveau. Ein 1.000-€-Limit pro Monat gilt auch hier, weil es nicht vom Anbieter, sondern vom LUGAS-System kommt.

VBet

VBet ist auf der Whitelist mit der SCGO Limited in St. Julian’s, Malta, verzeichnet; die Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023, das ist die jüngste Erst-Erlaubnis in diesem Vergleich. Die Marke ist im deutschsprachigen Markt weniger bekannt als andere, hat aber das volle Sportwetten-Programm und nimmt an den wichtigsten Fußballmärkten teil. VBet richtet sich an Spielende, die ein junges Angebot suchen und bereit sind, sich mit dem Wettprogramm vertraut zu machen. Für die EM 2024 gab es ein eigenes Turnier-Wettprogramm; für die EM 2028 ist davon auszugehen, dass die Marke ähnlich aufstellt. Der Vorteil einer jüngeren Erlaubnis ist nicht zwangsläufig ein besseres Angebot, sondern die Tatsache, dass die Marke unter den aktuellen Bedingungen des GlüStV 2021 lizenziert wurde und ihre Wetten an diesem Rahmen ausgerichtet hat.

ODDSET

ODDSET ist die deutsche Marke im Vergleich; hinter dem Angebot steht die ODDSET Sportwetten GmbH, eine deutsche Gesellschaft, deren Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt wurde; die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 18. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. ODDSET ist die Marke, die viele aus dem stationären Vertrieb kennen, und sie ist im Internet unter Oddset.de erreichbar. Für eine EM bedeutet das: deutschsprachiger Service, deutsches Recht, ein Wettprogramm, das sich am deutschen Markt orientiert. Live-Wetten und Kombiwetten sind verfügbar, Cash Out ist eine Funktion des Anbieters. Die Marge liegt im üblichen Bereich, einzelne Angebote — etwa der „ODDSET-Sportwetten-Konfigurator“ — sind auf den deutschen Fußball zugeschnitten. Wer auf der Suche nach einem Anbieter ist, der nicht aus Malta kommt, sondern eine deutsche GmbH als Veranstalter hat, ist hier richtig.

Sportingbet

Sportingbet ist auf der Whitelist mit der Sportingbet (Deutschland) Limited verzeichnet; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Die Marke bietet im Wettprogramm einen „Konfigurator+“, mit dem sich Fußballauswahlen kombinieren lassen, und Live-Wetten auf das genehmigte Spektrum. Zum Sportangebot zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für die EM bedeutet das: ein breites Hauptprogramm im Fußball und ein Konfigurator, mit dem Spielende ihre eigenen Kombinationen aus den Vorrunden- und K.-o.-Spielen bauen können. Wer mehrere Sportarten parallel spielt, findet hier ein größeres Portfolio als bei reinen Fußball-Anbietern.

AdmiralBet

AdmiralBet ist auf der Whitelist mit der Greentube Betting Malta Limited verzeichnet; die Erst-Erlaubnis stammt vom 9. Oktober 2020, mit Erweiterungen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Die Marke gehört zur Novomatic-Gruppe und bringt die Erfahrung eines Glücksspielunternehmens mit, das auch im stationären Vertrieb in Deutschland präsent ist. Für die EM bedeutet das: solide Standardmärkte, ein Wettprogramm, das sich an deutschen Spielgewohnheiten orientiert, und eine Plattform, die Spielautomaten und Sportwetten unter einem Dach anbietet (wobei die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022 ist). Das Angebot ist besonders für jene interessant, die ihr Glücksspiel-Portfolio an einer Stelle bündeln möchten.

bpremium

bpremium ist auf der Whitelist mit der Ladbrokes (Deutschland) Limited in Gzira, Malta, verzeichnet; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Die Marke gehört zum Entain-Konzern, zu dem auch bwin und Sportingbet zählen. Für die EM bedeutet das: ein Wettprogramm, das im Konzernverbund entwickelt wird, mit den üblichen Hauptmärkten und einem soliden Live-Angebot im genehmigten Rahmen. Der Markenname „bpremium“ ist im deutschen Markt weniger verbreitet als andere Entain-Marken; die technische Plattform ähnelt den Schwester-Marken. Wer mit den Quoten und dem Wettprogramm von bwin oder Sportingbet vertraut ist, wird sich hier schnell zurechtfinden. Die Marge liegt im konzernüblichen Bereich.

bet-at-home

bet-at-home ist auf der Whitelist mit der Bet-at-home.com Internet Limited verzeichnet; die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Die Marke ist eine der etablierten im deutschsprachigen Raum und richtet sich an Spielende, die ein klassisches Wettprogramm ohne ausufernde Spezialmärkte suchen. Für die EM bedeutet das: 1X2, Doppelte Chance, Handicaps, Halbzeit/Endstand und die üblichen Langzeitmärkte. Die Marge auf Hauptmärkten ist wettbewerbsfähig; einzelne Spezialmärkte sind gelegentlich teurer als bei größeren Anbietern, weil das Wettvolumen kleiner ist. Cash Out ist als Funktion verfügbar, wenn auch nicht immer auf jeder Wette.

NEO.bet

NEO.bet ist auf der Whitelist mit der Greenvest Betting Limited verzeichnet; die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt und am 22. Dezember 2022 erweitert. Die Marke positioniert sich als unabhängiger Anbieter mit Fokus auf Quotenhöhe; sie wirbt in der Eigenwerbung mit überdurchschnittlichen Quoten auf Hauptmärkten, was im deutschen Markt wegen der einheitlichen Wettsteuer ein schmaler Hebel ist. Für die EM bedeutet das: ein Wettprogramm, das auf die deutschen Spielgewohnheiten zugeschnitten ist, mit den Standardmärkten und einer wettbewerbsfähigen Marge auf 1X2. Cash Out und Live-Wetten sind Teil des Angebots, soweit im genehmigten Rahmen. Wer eine Alternative zu den marktbeherrschenden Konzernen sucht, trifft hier auf einen spezialisierten Buchmacher.

MERKUR BETS

MERKUR BETS ist auf der Whitelist mit der Merkur Bets Malta Limited in St. Julian’s, Malta, verzeichnet; die Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland vor allem für Spielhallen und Automatenspiele bekannt ist; die Sportwetten-Erlaubnis ist eine jüngere Erweiterung des Angebots. Für die EM bedeutet das: ein Wettprogramm, das auf den deutschen Markt zugeschnitten ist, mit Fokus auf Fußball und den üblichen Hauptmärkten. Die Plattform ist im Vergleich zu reinen Online-Anbietern etwas nüchterner, was nicht heißt, dass das Wettprogramm kleiner ist — im Gegenteil, MERKUR BETS bedient die wichtigsten Märkte und bietet die gängigen Live-Wetten an. Wer ein unkompliziertes, auf die wesentlichen Fußballmärkte konzentriertes Wettprogramm sucht, ist hier gut beraten.

bwin

bwin ist auf der Whitelist mit der bwin (Deutschland) Limited in Gzira, Malta, verzeichnet; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Die Marke ist eine der bekanntesten im europäischen Sportwetten-Markt und richtet sich an Spielende, die ein großes Wettprogramm, eine ausgereifte App und ein breites Live-Angebot erwarten. Für die EM bedeutet das: eines der umfangreichsten Wettprogramme im Vergleich, mit allen Hauptmärkten, Langzeitwetten und Spezialmärkten auf einzelne Spielerinnen und Spieler. Die Marge auf Hauptmärkten ist wettbewerbsfähig, einzelne Spezialmärkte liegen eher im oberen Bereich. Cash Out ist als Funktion verfügbar, Konfigurator und Live-Wetten sind Teil des Angebots. Wer einen Anbieter mit großer Marktabdeckung sucht, ist hier richtig; wer einen kleineren, unabhängigeren Anbieter bevorzugt, hat im Vergleich genug Alternativen.

Häufige Fragen zur EM-Wette in Deutschland

Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Liste ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige verlässliche Quelle; eine .de-Domain allein reicht nicht. Im Stand vom 2. Oktober 2026 sind 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen, darunter die zehn in diesem Vergleich genannten Marken.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die Whitelist wird auf der Website der GGL veröffentlicht. Sie führt zu jeder Domain den Inhaber, das Datum der Erteilung und die Art der Erlaubnis (Sportwetten, Pferdewetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele, Online-Poker). Wer eine bestimmte Domain prüft, sucht sie in der Liste; wer den Inhaber prüft, sucht den Firmennamen. Eine Erlaubnis für Spielautomaten sagt nichts über die Sportwetten-Erlaubnis.

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?

2026 findet keine EM statt. Die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli 2024; Spanien besiegte England im Finale mit 2:1. Die nächste Endrunde ist die EURO 2028 vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland, mit Eröffnungsspiel in Cardiff und Finale in Wembley. Die Auslosung der Qualifikation ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es für alle Anbieter gemeinsam?

Das Default-Limit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg. Die Kontrolle läuft über die Limitdatei bei LUGAS; eine Einzahlung bei Anbieter A verringert den Spielraum bei Anbieter B. Ein Anbieter darf für einzelne Spielerinnen und Spieler ein höheres Limit setzen (bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €), aber nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Eine Einzelwette mit Einsatz E und Quote Q zahlt im Gewinnfall E × Q zurück, der Nettogewinn ist E × (Q − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote. Die Wettsteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet; ob und wie sie an die Spielenden weitergegeben wird, regelt jeder Anbieter in seinen Bedingungen.

Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen aus?

Eine Quote ist kein Wahrscheinlichkeitswert, sondern ein Preis, den der Anbieter für die Annahme der Wette festlegt. Sie enthält eine Marge, die bei einem Drei-Wege-Markt typischerweise zwischen 5 % und 8 % liegt. Die reziproken Quoten der Ausgänge addieren sich wegen dieser Marge auf über 100 %. Eine Quote spiegelt die Einschätzung des Anbieters, das Wettverhalten der Kundschaft und die Marge — sie ist eine Preisstellung, keine Vorhersage. Wer aus einer Quote eine Prognose ableitet, hat einen Preis in der Hand, kein Wissen.

Inhalt erstellt vom Team «eishockeywetteninfo.com»