Wo Goliath Wetten in Deutschland funktionieren
Aktualisiert am 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026

Wer in Deutschland eine Goliath-Wette platzieren will, muss drei Bedingungen gleichzeitig erfüllen: Der Anbieter braucht eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, das Wettprogramm muss acht Auswahlen auf einem Schein zulassen, und der Gesamteinsatz von 247 Einzelwetten muss zum eigenen Budget passen. Die auf der GGL-Whitelist geführten Anbieter, die Systemwetten dieser Größe tatsächlich aufnehmen, unterscheiden sich zudem in den Kosten – inklusive Sportwettensteuer und der Konsequenzen aus OASIS und dem 1.000-€-Einzahlungslimit.
Wie der Goliath aufgebaut ist – und warum 247 Wetten kein Marketing-Versprechen sind
Der Goliath bündelt alle möglichen Mehrfachwetten über acht Einzelauswahlen – 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination. Das macht 247 Einzelwetten, alle ausgelöst durch einen Klick auf den Wettschein. Was wie ein Bonus klingt, ist Mechanik: Jede dieser Wetten hat ihren eigenen Einsatz, und der Gesamteinsatz wächst linear mit jeder Auswahl. Auf einem Schein mit 1 € pro Linie liegt der Einsatz bei 247 €, bei 2 € bereits bei 494 €.

Mindestens zwei der acht Auswahlen müssen gewinnen, damit überhaupt eine Rückzahlung erfolgt. Wer darauf setzt, dass vier von acht Tipps landen, ist mit dem Goliath schlecht bedient – der Super-Heinz mit sieben Auswahlen oder eine klassische Kombiwette liefert in solchen Fällen oft einen höheren Gewinn, weil das eingesparte Geld aus den ausgefallenen Linien vollständig auf die verbleibenden Wetten wandert. Der Goliath ist also keine Wette für Trefferquoten von 50 % oder mehr; er zielt auf Szenarien, in denen die meisten Auswahlen verlieren und nur zwei oder drei Tipps durchkommen.
Wer den Goliath mit Einzelauswahlen spielen will, findet bei manchen Anbietern die Variante „Goliath with Singles“ – dann erhöht sich die Zahl der Einzelwetten von 247 auf 255, weil die acht Einzelwetten hinzukommen. Beide Varianten sind reine Volumenwetten: Je mehr Linien, desto höher der Umsatz, den der Anbieter abrechnet, und desto größer der Anteil, den die Buchmachermarge von jeder einzelnen Wette abschneidet.
Der Wettrechner eines Anbieters zeigt schon vor der Abgabe, welche Linien welchen Bruttogewinn ergeben. Wer ohne Rechner spielt, schätzt im Blindflug, weil die Quoten der einzelnen Beine zwar auf dem Schein sichtbar sind, das Zusammenspiel von 247 Quoten für ein menschliches Auge aber nicht mehr greifbar ist. Eine Goliath-Wette ohne Rechner zu platzieren heißt, dem Zufall die Bewertung der eigenen Wette zu überlassen.
Wettmärkte, die sich für den Goliath eignen
Der Goliath verlangt nach Auswahlen, deren Quoten nicht zu niedrig und nicht zu hoch liegen. Favoriten mit Quoten um 1,20 liefern kaum Gewinn, selbst wenn sie alle gewinnen – 1,20⁸ ergibt 0,69, und das ist der Bruttogewinn, nicht der Nettogewinn. Auswahlen mit Quoten zwischen 1,50 und 3,00 tragen am meisten zum Gewinn bei, weil dort jede Multiplikation ins Gewicht fällt, ohne dass die Trefferwahrscheinlichkeit in den Keller geht. Außenseiter mit Quoten jenseits der 5,00 treiben den potenziellen Gewinn in die Höhe, aber die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eine davon hält, sinkt drastisch – und damit die Chance, dass überhaupt zwei von acht Auswahlen gewinnen.

Fußball, Tennis und Eishockey liefern auf Wettanbieter-Seiten die größte Auswahl an Einzelwetten auf einzelne Spiele und sind daher der natürliche Boden für Goliath-Scheine. Live-Ereignisse lassen sich ebenfalls verwenden, soweit der Anbieter sie zulässt – einzelne Bestimmungen der deutschen Erlaubnis schränken Live-Wetten während laufender Übertragungen ein.
Gesamteinsatz berechnen: Was eine Goliath-Wette konkret kostet
Die Grundformel für den Gesamteinsatz eines Goliath lautet: Teileinsatz × 247. Bei 1 € pro Linie zahlt der Spielende 247 €, bei 50 Cent entsprechend 123,50 €. Wer auf 8 Auswahlen mit unterschiedlichen Teileinsätzen spielt, multipliziert jede Linie einzeln.
Eine Beispielrechnung mit Quoten 1,50, 2,00 und 2,50 auf drei Auswahlen macht das Zusammenspiel klar: Eine Einzelwette von 1 € auf alle drei bringt bei einem vollen Treffer 1,50 × 2,00 × 2,50 = 7,50 € zurück. Im Goliath tragen diese Quoten sieben verschiedene Mehrfachkombinationen – jede einzelne zahlt einen Bruchteil davon. Aus einer Dreier-Kombi mit Quote 7,50 werden im Goliath 56 Dreier, 70 Vierer mit einbezogenen weiteren Quoten, und so weiter. Wer im Goliath spielt, verzichtet bewusst auf den maximalen Gewinn aus einer einzigen Kombi und tauscht ihn gegen die Chance, auch dann etwas zu bekommen, wenn nicht alle acht Auswahlen halten.
Die Kehrseite: Ein leerer Schein kostet 247 €. Ein Schein, auf dem nur ein Tipp hält, kostet ebenfalls 247 € und bringt nichts. Erst ab zwei Treffern bewegt sich der Bruttogewinn über null – je nachdem, welche Auswahlen es waren. Wer vor dem Platzieren des Scheins nicht weiß, welcher Treffer-Zustand welchen Bruttogewinn auslöst, sollte den Goliath nicht spielen, weil der Gesamteinsatz selbst bei moderater Trefferquote einen Großteil des monatlichen Budgets aufzehren kann.
Was die Sportwettensteuer mit dem Goliath macht
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 % des ausgezahlten Einsatzes. Welcher Anbieter sie an die Spielenden weitergibt, steht in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. ODDSET etwa erhebt 5 % auf den Bruttogewinn, DAZN Bet 5 % auf die Wette selbst. Beide Modelle schmälern den Netto-Gewinn, aber an unterschiedlichen Stellen der Berechnung.
Beim Goliath, wo 247 Einzelwetten mit eigenen Bruttogewinnen anfallen, wirkt die Steuer entsprechend mehrfach: Bei ODDSET wird jeder einzelne Bruttogewinn aus jeder haltenden Linie um 5 % gekürzt. Liefert der Schein bei einem Teileinsatz von 1 € einen Gesamtbruttogewinn von 300 €, bleiben nach dem Quotenabschlag 285 € übrig. Bei DAZN Bet, das die Steuer auf den Einsatz schlägt, sind die 247 € Einsatz effektiv nur 235 € an Wettwert – der Rest wird sofort abgezogen.
Welche Auswirkung das auf die Entscheidung Goliath ja oder nein hat: Bei kleinen Teileinsätzen verschwindet ein größerer Anteil des Bruttogewinns in der Steuer, weil die Fixkosten der Wette überproportional wirken. Bei einem Teileinsatz von 50 Cent und einem Bruttogewinn von 5 € bleibt nach dem 5-%-Abzug ein Nettogewinn von 4,75 € – ein Verlust von 4,5 % relativ zum Bruttogewinn. Wer den Goliath als reine Volumenwette spielt und die Quoten regelmäßig im niedrigen Bereich liegen, verschenkt über die Steuer mehr, als die zusätzlichen Linien einbringen.
Welche Wettanbieter den Goliath tatsächlich anbieten
Auf der GGL-Whitelist vom 02.10.2026 stehen zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis – nicht alle nehmen Goliath-Scheine an. Wer eine Systemwette mit acht Auswahlen platzieren will, prüft vor der Registrierung drei Punkte: das maximale Ereignislimit pro Wettschein, ob das Wettprogramm überhaupt Systemwetten enthält und welche Mindestquoten das Angebot verlangt.
Einordnung der zehn lizenzierten Anbieter
| Marke | Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Bet3000 | GGL Whitelist (Sportwetten) | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| ODDSET | GGL Whitelist (Sportwetten) | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | GGL Whitelist (Sportwetten) | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | GGL Whitelist (Sportwetten) | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Tipwin | GGL Whitelist (Sportwetten) | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| VBet | GGL Whitelist (Sportwetten) | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| LeoVegas | GGL Whitelist (Sportwetten) | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| DAZN Bet | GGL Whitelist (Sportwetten) | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Tipico | GGL Whitelist (Sportwetten) | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | GGL Whitelist (Sportwetten) | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
Alle Einträge stammen aus der Whitelist-Übersicht der GGL mit Stand 02.10.2026. Der Begriff „Erlaubnis seit“ bezeichnet das Datum, an dem die Whitelist den jeweiligen Eintrag führt – einen Endtermin trägt die Liste nicht.
Welche Beschränkungen Goliath-Scheine unter den lizenzierten Anbietern haben
Die deutsche Erlaubnis setzt dem Goliath enge Rahmen: maximal 20 Auswahlen pro Wettschein, keine Wetten auf E-Sport, eingeschränkte Live-Märkte. Innerhalb dieser Grenzen entscheidet jeder Anbieter selbst, wie viele Auswahlen er tatsächlich zulässt und welche Wettmärkte er freischaltet. Wer vor der Registrierung wissen will, ob ein Anbieter den Goliath abbildet, prüft die AGB oder die Hilfe-Seiten.
Bet3000
Bet3000 führt die Sportwetten-Erlaubnis der GGL seit dem 22.04.2026, Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Das Wettprogramm nimmt laut Hilfeseiten Kombinations- und Systemwetten mit bis zu 20 Ereignissen pro Schein an – das reicht für den Goliath mit acht Auswahlen. Wer dort spielt, zahlt auf den Bruttogewinn die Standard-Besteuerung nach deutschem Recht, die genauen Modalitäten regeln die AGB.
Für Goliath-Spieler ist Bet3000 dann interessant, wenn das Tagesprogramm die passenden Auswahlen hergibt – Fußball, Tennis, Eishockey führen die meisten System-Scheine. Die Erlaubnis ist neu auf der Whitelist, was einerseits für aktuelle Technik spricht und andererseits bedeutet, dass Langzeiterfahrungen mit dem Anbieter noch fehlen.
ODDSET
ODDSET gehört zu den ältesten Marken auf der Whitelist: Die Erlaubnis läuft seit dem 18.11.2020, eine Folgengenehmigung ist seit dem 15.12.2022 eingetragen. Veranstalter ist die Oddset Sportwetten GmbH. Der Anbieter verlangt laut seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn jeder gewonnenen Wette – den sogenannten Quotenabschlag.
Der Quotenabschlag trifft Goliath-Scheine mit voller Wucht, weil jeder einzelne Bruttogewinn aus den 247 haltenden Linien einzeln gekürzt wird. Wer 500 € Bruttogewinn auf einem Goliath-Schein erzielt, bekommt 25 € weniger ausgezahlt. Bei kleineren Bruttogewinnen relativiert sich der Abzug, aber er verschwindet nicht. Im Verhältnis zur Trefferstruktur ist ODDSET für Goliath-Spieler eine bewährte Adresse – der Anbieter deckt das Systemwetten-Segment seit Jahren ab.
NEO.bet
NEO.bet gehört seit dem 09.10.2020 zur Whitelist, mit einer Folgengenehmigung vom 22.12.2022. Die zugehörige App wirbt mit Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout. Cashout ist beim Goliath allerdings eingeschränkt: Anbieter, die diese Funktion anbieten, schließen Systemwetten oder nur Teile davon aus. Wer seinen Schein vorzeitig zurückkaufen will, liest die AGB.
Für Goliath-Spieler ist NEO.bet eine solide Wahl, wenn das Wettprogramm die passenden Auswahlen führt. Die Marke ist unter den lizenzierten Anbietern kleiner als Tipico oder ODDSET, bietet dafür oft Quoten an, die leicht über dem Marktdurchschnitt liegen. Wer die Systemwette nicht jedes Mal komplett durchspielen will, sondern zwischendurch absichern möchte, prüft vorab, welche Komponenten Cashout-fähig sind.
Tiptorro
Tiptorro führt die Whitelist seit dem 30.06.2021, Folgengenehmigung seit dem 27.12.2022. Veranstalter ist die Torro Tec Limited. Die App-Beschreibung nennt ausdrücklich Einzel-, Kombinations-, Mehrweg- und Systemwetten sowie die Möglichkeit zum Rückkauf des offenen Tickets über Cashout und Teil-Cashout.
Tiptorro zählt zu den Anbietern, die das volle Systemwetten-Spektrum abdecken. Acht Auswahlen auf einem Schein sind Standard. Für Goliath-Spieler bedeutet das: Der Anbieter nimmt den Schein an, die Quoten sind wettbewerbsfähig, und der Rückkauf ist – sofern freigeschaltet – während des Spiels verfügbar. Die Frage ist nicht ob, sondern zu welchen Konditionen Cashout auf den Goliath angewendet wird; diese sind anbieterspezifisch.
Tipwin
Tipwin ist seit dem 09.10.2020 whitelisted, mit Folgengenehmigungen vom 27.12.2022 und 09.01.2024. Der Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 €; Einzahlung und Bonus müssen siebenmal in Sport- und Live-Wetten umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € pro Wettschein und einer Mindestquote von 1,80.
Die 1,80-Mindestquote ist für Goliath-Spieler ein zweischneidiges Schwert. Wer Scheine mit vielen Außenseiter-Beinen baut, kann diese Hürde leicht erfüllen. Wer den Goliath mit klaren Favoriten bestückt, deren Quoten oft unter 1,80 liegen, scheitert an der Bonus-Bedingung. Für das reine Platzieren einer Goliath-Wette – ohne den Bonus – gilt die Mindestquote nicht; sie greift nur, wenn Einzahlung oder Bonus umgesetzt werden müssen.
VBet
VBet steht seit dem 05.12.2023 auf der Whitelist. Veranstalter ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Der Anbieter gehört zu den jüngeren deutschen Erlaubnissen und führt ein vollständiges Sportwettenprogramm.
Für Goliath-Spieler ist VBet interessant, wenn das Wettprogramm Auswahlen führt, die andere Anbieter nicht im Programm haben – etwa ausgewählte Ligen oder exotischere Wettmärkte. Die Erlaubnis ist vergleichsweise neu, was bedeutet, dass das Systemwetten-Angebot weniger dokumentiert ist als bei den älteren Whitelist-Einträgen. Wer vorab prüfen will, ob VBet Goliath-Scheine annimmt, schaut in die Wettschein-Bedingungen oder den Hilfebereich.
LeoVegas
LeoVegas ist seit dem 21.10.2024 whitelisted, Inhaber ist die LVSports Limited. Am 27.02.2023 erhielt die LVSports Limited zudem eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele – das ist eine separate Lizenz, die für Sportwetten irrelevant ist.
Für Goliath-Spieler ist LeoVegas in erster Linie eine Smartphone-first-Marke. Die Wettplattform funktioniert am Mobilgerät, das Systemwetten-Angebot ist verfügbar, aber die Bedingungen für Goliath-Scheine sind nicht spezifisch ausgewiesen. Wer dort spielt, prüft wie bei jedem Anbieter das konkrete Wettprogramm.
DAZN Bet
DAZN Bet ist seit dem 22.08.2023 whitelisted, Inhaber die DZBT Operations Limited. Der Anbieter berechnet einen Quotenabschlag von 5 % auf jede Wette, der automatisch abgezogen wird; im Kontoverlauf sind Einsatz und Abzug getrennt sichtbar.
Der Quotenabschlag auf den Einsatz – nicht auf den Bruttogewinn – macht DAZN Bet für Goliath-Spieler rechnerisch unattraktiv. Wer einen Schein mit 247 € Einsatz platziert, zahlt effektiv nur 234,65 € an Wettwert; 12,35 € gehen sofort an die Steuer. Bei höheren Teileinsätzen relativiert sich der Effekt, aber er bleibt spürbar. Für das reine Spiel zählt der Anbieter zu den seriösen Adressen auf der Whitelist.
Tipico
Tipico ist seit dem 09.10.2020 whitelisted, Folgengenehmigung seit dem 09.12.2022. Sitz der Tipico Co. Ltd. ist San Ġiljan, Malta; gegründet wurde das Unternehmen 2004. Eine EuGH-Vorlage des Bundesgerichtshofs vom 25.07.2024 betrifft die Frage, ob Tipico Sportwetten-Einsätze aus den Jahren 2013 bis 2018 zurückzahlen muss – ein Verfahren, das für aktuelle Spielverhältnisse nicht relevant ist, aber zeigt, dass Rückforderungen gegen Anbieter mit unterbrochener Erlaubnisanhistorie eine eigene Dynamik haben.
Für Goliath-Spieler ist Tipico einer der liquidesten Märkte in Deutschland. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Eishockey und weitere Sportarten breit ab; Systemwetten sind Standard. Wer dort spielt, hat in der Regel die größte Auswahl an Auswahlen für den Goliath.
MERKUR BETS
MERKUR BETS ist seit dem 06.11.2023 whitelisted, Inhaber die Merkur Bets Malta Limited. Die Marke schüttete zwischen dem 09.06.2025 und dem 14.07.2025 über den MERKUR BETS CLUB wöchentlich Freebets von 5 € aus, sofern Kombiwetten oder Bet Builder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € platziert wurden.
Für Goliath-Spieler bedeutet das: Der Anbieter bedient Systemwetten und honorierte sie zeitweise mit zusätzlichen Anreizen – eine Praxis, die sich ändern kann und an die AGB des jeweiligen Anbieters gebunden ist. Die ausgeschüttete Aktion selbst ist beendet; ihre Logik zeigt aber, dass MERKUR BETS den Systemwetten-Markt aktiv bewirbt.
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen Goliath-Scheine in Deutschland haben
Die deutsche Erlaubnis zur Veranstaltung von Sportwetten im Internet wird von der GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erteilt und durch § 27f Abs. 1 überwacht. Sie gilt für alle Wettformate gleich – Einzelwette, Kombiwette, Systemwette und Goliath unterscheiden sich rechtlich nicht. Wer eine Goliath-Wette platziert, fällt unter dieselben Regeln wie bei einer Einzelwette auf ein Bundesliga-Spiel.
Die Whitelist der GGL ist das einzige verbindliche Verzeichnis erlaubter Anbieter. Stand 02.10.2026 führt sie 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Die Liste zeigt nur das Datum der Ersterlaubnis oder einer Folgengenehmigung; einen Endtermin trägt sie nicht. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV grundsätzlich fünf Jahre, kann aber verlängert werden.
Der Betrag, den Spielende maximal pro Monat einzahlen dürfen, liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV bei 1.000 €. Anbieter dürfen für einzelne Spieler höhere Limits festlegen, wenn diese ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Wer den Goliath mit höheren Einsätzen spielen will, muss also zuerst mit dem Anbieter ein individuelles Limit vereinbaren.
Eine Goliath-Wette, die 247 € Einsatz kostet, ist daher erst dann sinnvoll, wenn das eigene Budget diesen Einsatz innerhalb der monatlichen 1.000-€-Obergrenze verträgt. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, gibt dasselbe Limit automatisch für alle aus; das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei behördenübergreifend kontrolliert.
Was die Spielersperre für aktive Goliath-Spieler bedeutet
OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) prüft bei jeder Registrierung und jedem Login, ob ein Spielender gesperrt ist. Die Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende sie selbst mit Frist beantragt, ansonsten mindestens ein Jahr. Wer mitten in einer Goliath-Runde ausgeschlossen wird, kann den offenen Schein nicht mehr weiter spielen.
Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine 24-Stunden-Sperre aus. Das ist nicht für Goliath-Spieler gedacht – wer ein 247-€-Ticket gekauft hat und merkt, dass die eigenen Auswahlen kippen, kann den Schein nur dann zurückkaufen, wenn der Anbieter Cashout auf Systemwetten erlaubt. Anbieter, die Cashout auf Goliath-Scheine ausschließen, lassen dem Spielenden nur den vollständigen Verlust des Einsatzes.
Wie die Sportwettensteuer auf den Goliath durchschlägt
Die Steuer wird nach §§ 16-25 RennwLottG erhoben, Bemessungsgrundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Das macht rund 5,03 % des ausgezahlten Betrags aus, nicht 5,3 % des Einsatzes. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, steht in dessen AGB: Manche Anbieter schlagen sie auf den Einsatz, manche auf den Bruttogewinn, manche auf beides oder nichts.
Für den Goliath bedeutet das: Wer einen Schein mit 247 € Einsatz platziert und 1.000 € Bruttogewinn erzielt, zahlt je nach Anbieter zwischen 0 € und 50 € an Steuer. Bei ODDSET sind es 50 € auf den Bruttogewinn, bei DAZN Bet rund 12,35 € auf den Einsatz. Welche Variante günstiger ist, hängt davon ab, ob der Gewinn klein oder groß ausfällt.
Wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, spielt ohne Schutz
Anbieter ohne Eintrag auf der Whitelist dürfen in Deutschland keine Sportwetten anbieten. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist hier irrelevant; wer dort spielt, fällt nicht unter das deutsche Schutzsystem. Die GGL warnte am 17.09.2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten.
Konsequenzen für den Goliath: Wer bei einem nicht-lizenzierten Anbieter spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg, keinen Zugriff auf OASIS-Sperren und keine Garantie, dass Gewinne ausgezahlt werden. Zahlungen können über § 9 GlüStV blockiert werden. Die §§ 284, 285 StGB stellen das Veranstalten und das Bewerben illegalen Glücksspiels unter Strafe; die Teilnahme an einem Goliath-Schein bei einem nicht-lizenzierten Anbieter ist nach § 285 StGB selbst eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
Werbung um Goliath-Spieler ist reguliert
Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Wer Werbung sieht, die nicht eindeutig einem Whitelist-Anbieter zugeordnet werden kann, geht davon aus, dass sie aus dem Ausland kommt und im Zweifel nicht erlaubt ist.
Ein Werbeverbot von 06:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casino – nicht für Sportwetten. Bei Live-Übertragungen dürfen keine Wetten auf das laufende Ereignis beworben werden, sofern die Werbung im selben Kanal läuft. Aktive Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionäre dürfen nicht werblich eingesetzt werden. Affiliates dürfen nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz vergütet werden – jede Provisionsstruktur, die an die Wettaktivität koppelt, ist unzulässig.
Was beim Spielen mit Verantwortung zu beachten ist
Der Goliath ist eine Volumenwette – 247 Einzelwetten auf einer Abgabe, ein Klick, 247 € Einsatz. Wer diese Wette spielt, sollte sein monatliches Budget so strukturieren, dass ein einziger Schein nicht den Großteil der verfügbaren 1.000 € aufzehrt. Bei einem 1.000-€-Limit sind maximal vier Goliath-Scheine mit 1 € Teileinsatz drin, ohne dass andere Wetten daneben bestehen.
Was Spielende selbst tun können
Wer merkt, dass ein Goliath-Schein das eigene Budget übersteigt, hat drei Hebel: den Teileinsatz senken, die Anzahl der Auswahlen reduzieren – auf den Super-Heinz mit sieben Auswahlen und 120 Einzelwetten – oder die Systemwette ganz verlassen und auf eine normale Kombiwette ausweichen. Jede dieser Entscheidungen reduziert die Komplexität des Scheins und damit das Risiko, ungewollt mehr Geld zu setzen als geplant.
Der Panikbutton hilft in akuten Situationen weiter: Eine 24-Stunden-Sperre unterbricht den Zugriff aufs Wettkonto und damit auch die Möglichkeit, einen offenen Schein weiter zu bearbeiten. Wer die Sperre aufheben will, muss die Frist abwarten – drei Monate bei Selbstanlage, ansonsten ein Jahr.
Welche Hilfsangebote es gibt
Spielende mit problematischem Spielverhalten finden in Deutschland Hilfsangebote bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und bei den Suchtberatungsstellen der Länder. OASIS-Sperren sind behördenübergreifend und schützen auch vor dem Zugriff auf Anbieter, die nicht zur gleichen Erlaubnisgruppe gehören.
Wer bei einem nicht-lizenzierten Anbieter spielt, fällt nicht unter OASIS. Dort ist die einzige Selbstkontrolle der eigene Entschluss, das Konto zu schließen. Das ist ungleich schwerer als eine Sperre, die das System durchsetzt.
Häufige Fragen zur Goliath-Wette
Was ist eine Goliath-Wette, und aus welchen Einzelwetten besteht sie?
Eine Goliath-Wette bündelt alle möglichen Mehrfachwetten über acht Einzelauswahlen auf einem Wettschein. Das ergibt 247 einzelne Wetten: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination. Jede dieser Linien hat ihren eigenen Einsatz und ihren eigenen Bruttogewinn.
Wie funktioniert eine Goliath-Wette, wenn nur ein Teil der Auswahlen gewinnt?
Jede haltende Auswahl aktiviert die Linien, in denen sie vorkommt – eine haltende Auswahl allein löst 7 Zweier-, 21 Dreier- und alle weiteren möglichen Kombinationen aus, die sie enthält. Nur diese Kombinationen zahlen aus; alle anderen Linien sind verloren. Bei zwei oder drei Treffern hängt der Bruttogewinn davon ab, welche Auswahlen es genau waren und mit welchen Quoten sie eingestiegen sind.
Wie viele Auswahlen müssen mindestens gewinnen, damit es zu einer Rückzahlung kommt?
Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit eine Auszahlung erfolgt. Bei nur einem Treffer bleibt die Wette verloren – der gesamte Einsatz von 247 × Teileinsatz verfällt, weil die einzige haltende Auswahl keine auszahlungsfähige Mehrfachkombination bildet. Erst ab zwei Treffern gibt es überhaupt eine Linie, die sich rechnet.
Wie wird der Gesamteinsatz einer Goliath-Wette berechnet, wenn jede Einzelwette denselben Teileinsatz trägt?
Der Gesamteinsatz ergibt sich aus 247 multipliziert mit dem Teileinsatz pro Linie. Bei 1 € pro Linie zahlt der Spielende 247 €, bei 2 € entsprechend 494 €. Wer auf dem Schein unterschiedliche Teileinsätze pro Linie setzt, multipliziert jede Linie einzeln – das System rechnet die 247 Wetten unabhängig voneinander.
Wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quoten oder Gewinn einer Systemwette aus?
Die Steuer trifft den Gewinn, nicht die Quote selbst – sie wird erst fällig, wenn eine Wette ausgezahlt wird. Welcher Anbieter sie auf den Einsatz oder auf den Bruttogewinn schlägt, regelt dessen AGB. ODDSET etwa zieht 5 % vom Bruttogewinn ab, DAZN Bet 5 % vom Einsatz. Beim Goliath wirkt die Steuer entsprechend 247-fach – auf jeder haltenden Linie einzeln, beim Einsatz-Anbieter einmal auf den Gesamteinsatz.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Goliath-Wetten auf der GGL-Whitelist steht?
Die GGL veröffentlicht die Whitelist als PDF und als Online-Tabelle auf ihrer Webseite glücksspiel-behoerde.de. Ein Eintrag enthält den Domainnamen, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Wer wissen will, ob ein bestimmter Anbieter den Goliath tatsächlich anbietet, prüft zusätzlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters auf das maximale Ereignislimit pro Wettschein und die Verfügbarkeit von Systemwetten.
Wettarten – eishockeywetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «eishockeywetteninfo.com»
